da ich eben einen Thread von FormatC gelesen habe, ist mir diese Frage eingefallen: Inwiefern merkt man denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Grafikkartenherstellern qualitätsbezogen?
Was muss/ kann man außer dem BIOS (Taktrate) und der Kühlmethode (1/ 2Slot) der Grafikkarte noch beachten?
Warum werden Hersteller wie PNY missachtet und solche wie Leadtek gefeiert?
Nachricht bearbeitet von bonzebonze am 12.02.2009 um 22:40:27
Wer billig kauft, kauft zweimal. Einzelheiten kannst du normalerweise jedem guten - also ausführlichen und seriösen - Test entnehmen, etwa bezüglich der Qualität der verbauten Teile.
Kann dem nur zustimmen. Hab längere Zeit den Fehler gemacht, immer das billigste aus Preisvergleichs-Seiten zu kaufen. Da bin ich dann öfter natürlich bei den Billig-Herstellern gelandet.
In punkto Grafikkarten also z.B. Palit Xpertvision:
1x 8800 GT 1024 konnte ich gleich zurückschicken.
1x 8800 GT 1024 pfiff munter vor sich hin. Und die Kühlung ist bei dem Hersteller absolut grausam. Schlecht und laut.
Bei 8600 GTS das gleiche. - Und kaum Übertaktungspotential bei allen obengenannten.
Ich glaube, Powercolor und PNY fallen auch eher unter "nicht so dolle" von der Qualität.
Allerdings bürgen Markennamen wie MSI auch nicht immer für das allerbeste. - Meine 4850 von MSI war grausam gekühlt. Allerdings gut hochzutakten.
Bei nem Kumpel hat sich die 7900er MSI recht schnell wegen nem Billigbauteil verabschiedet.
Beim Thema "Kühlen" soll wohl HIS IceQ die Nase vorn haben.
Mit Karten von Gainward hab ich gute Erfahrungen gemacht. Also zuverlässig und langelebig.
Leadtek? - Hö hö, meine hab ich gerade eingeschickt gehabt! 2 Monate alte GTX 280 und grüeine Farbfragmente mitten im Spiel.
Nachricht bearbeitet von DerTigerimTank am 13.02.2009 um 19:23:24
Die Leadtekkarten gewinnen aber öfters mal in Testberichten (PCGH Magazin).
Ich selber habe noch eine 6600GT in meinem alten PC. Die läuft wie am ersten Tag.
Und ASUS finde ich auch sehr gut (habe eine EN9800GTX+ im Spielerechner)
Jetzt muss ich mal eine Lanze für Xpertvision/Palit brechen.
Ich hab 2 8800GT von der Firma jetzt seit 14 Monaten drin und die laufen munter bei 720 MHz Chiptakt, 950MHz Speichertakt und satten 1900MHz Shadertakt tadellos. Wer sich an die Lieferengpässe für 8800GT Karten Ende 2007 erinnert, damals hab ich die Karten für 240€ das Stück bekommen und das bei alternate wo der komplette Rest an Hersteller munter 300 verlangte. Damals sogar schon mit Doppelslotkühler, als sämtliche anderen immer noch das grausame Referenzdesign verwendeten.
Meine pfeiffen zwar auch aber nur unter extremer Last, also 3000 FPS oder Folding@Home.
Was bleibt ist der Kühler. Die Lüftersteuerung der Karte ist grausam aber dafür gibs ja Rivatuner. Mit 40% liefen die Karten noch sauber unter 80°C. Hab jetzt aber Wasserkühler drauf., zwecks Reduzierung der Gehäusetemperatur.
Um das mal aufzudröseln: dass jeder mal mit dem Produkt eines bekannten und -normalerweise- für gute, hohe Qualität stehenden Herstellers Probleme haben kann, ist ja logisch: je mehr Einheiten eines bestimmten Produkts verkauft werden, desto größer ist die Chance, dass bei den vielen verkauften Einheiten das eine oder andere Gerät zickt. Das sollte nicht passieren, dafür gibt es ja Qualitätskontrollen, aber ganz und gar auszuschließen ist sowas nicht. Auf der anderen Seite stehen dann die Hersteller, deren Geräte in 08/15-PCs von der Stange verbaut werden, wie zB LC-Power oder AsRock, Endprodukte also, von denen der Otto Normalkunde zumeist gar nicht weiß, welches Innenleben sein neu erstandener PC hat. Nun werden diese User ihre PCs im allerseltensten Fall bis an die Leistungsgrenze treiben oder gar die 2 bis 3 Prozent darüber hinaus, die letztlich darüber Aufschluss geben, ob das Netzteil unter Dauerlast ein Chinaböller mit Düsenjägersound ist oder nicht, ob das Mainboard wenigstens eine moderate Übertaktung zulässt uswusf., kurz: einzig Langzeittests unter gerne mal verschärften Bedingungen legen Schwachpunkte schonungslos offen. Dummerweise sind derartige Tests extrem selten, also bleiben wir, die zahlenden Kunden, übrig, die -jeder für sich- mit den von ihnen gekauften und benutzt werdenden Produkten Langzeittests machen, Rund um die Uhr, jeden Tag. Ich habe mal (noch im letzten Jahrtausend) grauenhafte Erfahrungen mit einer AMD-MSI-Kombi gemacht, bin mit 2 ATikarten bzw den Treibern extrem unzufrieden gewesen, hatte mal Probleme mit RAM von Kingston und weigere mich seither, Produkte dieser Firmen zu kaufen. Umgekehrt war und bin ich mit Intel, ASUS, g.skill und Gigabyte immer überaus zufrieden gewesen, folglich nehme ich im Zweifel dann doch lieber was von denen, von wegen Vertrauen und so. Es sei denn, ich finde beim recherchieren, dass das ins Auge gefasste Produkt Macken hat oder mir aus technischen Gründen nicht so zusagt. Ich denke, außer den extremen Fanboys und -girls macht das doch so ziemlich jeder so. Du, bonzebonze, bist mit Leadtek und ASUS zufrieden, zumindest den beiden Karten, die du hast, andere mit anderen Herstellern. Ich empfehle einfach, sich vor einem Kauf so kundig wie möglich zu machen, der Rest ergibt sich.
Ich hab auch maln ASUS Mainboard gehabt, bei dem die Northbridge viel zu heiß wurde (P5N-E SLI, nForce SLI Chipsatz) und hab aber dann auch danach ein Gigabyte genommen (GA-EP-45-DS-3R). Jedoch gabs da ein Bootloop und an den Einstellungen lag es nicht (Speicher wurden auch mehrere getestet und diese wurden richtig konfiguriert). Dann habe ich mich beschlossen nochmal ASUS zu kaufen. Aber auch nur wegen den Rezensionen. Mit meinem jetzigen P5Q-Pro bin ich auch zufrieden.
Nur kann man doch nicht generell sagen, dass Firmen wie PNY schlecht sind ?! Werden dort die kompletten Grafikkarten gebaut oder machen diese nur ihre Kühllösungen drauf und BIOSse ?
Nachricht bearbeitet von bonzebonze am 13.02.2009 um 22:01:31
Danke, das wußte ich nicht. - Wird mich aber nicht davon abhalten, Gainward zu kaufen und Palit nicht.
Ist vermutlich wie mit ASUS und ASRock. - Ich kaufe auch ASRock, weil ich damit gute Erfahrungen gemacht habe. - OC interessiert mich ja nicht so.
Nicht ganz. Die Karten kommen bei Palit/Gainward/Xpertvision sogar oft vom gleichen Fließband. Gainward bekommt zusätzlich ein paar andere Kühllösungen und eine andere Farbe. Mehr Unterschiede gibts nicht, es ist überall Palit drin/drauf
Ups! - Vielleicht sollte ich doch um Gainward einen Bogen machen.
Ich spekulier sowieso beim nächsten Grafikkartenkauf auf HIS IceQ - wegen der besseren Kühlung.
Also ich persönlich hab sehr gute Erfahrungen gemacht mit EVGA.
Deren Karten rennen sehr gut, der Support ist wirklich gut (viele Zusatztools, schnelle und kompetente Antworten) und die Kühlung.. naja.. ich hab 3 EVGA 8800 GTS G92 Black Pearls verbaut.. ich denke das zählt in der Richtung nicht.
Aber Kühler sind einwandfrei montiert.
Die großen teuren Karten sind meistens auch wirklich die schnellsten nur der Preis ist ein Knackpunkt zu EVGA Karten. (den ich persönlich allerdings gern bereit bin zu zahlen, immerhin stimmt der Service und das ist leider selten geworden.)
Mittelgute Erfahrungen hab ich auch mit XFX. Support gut, wenn auch schon fast aufdringlich xD. Die Lüftersteuerung der 9800GTX+ war nicht so dolle, aber wofür gibts den Rivatuner, immerhin müssen sie gewährleisten das die Karte auch in komplett unbelüfteten Gehäusen halbwegs am Leben bleibt.
MSI, naja.. meine 6600GT geht immernoch einwandfrei. Aber die Kühllösung von damals war nicht so bombe..
Bei den Grafikkarten sind meine persönlichen Favoriten Asus, MSI, Gainward/Xpertvision/Palit und His. Immer recht gute Qualität und hochwertige Bauteile (japanische Kondensatoren etc.). Zumeist lassen die sich auch etwas weiter/besser übertakten als Grafikkarten solcher Bililgbuden wie Club 3D. Nie mehr kaufen werde ich Grafikkarten von Sapphire, in 9 Monaten haben ganze 3 Karten bei mir das Zeitliche gesegnet.
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