Reboot-Fehler bei PC

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Ich habe einen selbst zusammengestellten PC, bei dem ich ein Problem habe.

Fehler:
Bei ca. jedem dritten Bootvorgang wird innerhalb der ersten Minuten nach dem Booten (teilweise auch während des Bootens) der Bildschirm plötzlich schwarz und der Rechner startet neu.
Kurios ist: Dieser Fehler tritt wirklich nur in den ersten Minuten nach dem Bootvorgang auf. Wenn die erste Viertelstunde ohne Reboot überstanden ist, läuft der Rechner problemlos den ganzen Tag.

Da dieses Phänomen sowohl unter Windows XP als auch unter Ubuntu auftritt, gehe ich davon aus, dass es sich um einen BIOS- oder Hardwarefehler handelt.

Kennt jemand einen solchen Fehler?
Wie kann ich herausfinden, wodurch der Fehler verursacht wird? Ich erhalte weder einen Bluescreen noch irgendwelche Fehlermeldungen durch BIOS oder Betriebssystem.

Hardware:
Prozessor: AMD Phenom II X4 940 (4 *3 GHz)
Motherboard: Gigabyte MA790X-UD3P
BIOS: F4 (aktuelle BIOS-Version vom 12.8.2009), der Fehler trat aber auch mit der BIOS-Version F2 auf.
RAM: 2*2GB DDR2 Corsair XMS2 8500U CL5 (ist laut Gigabyte offiziell mit dem Board kompatibel).
Grafikkarte: GeForce 9600 GT
WLAN-Karte: MSI PC54G3 III
HDD: 2 * 500 GB (Anschluss: SATA II, Typ: Seagate Maxtor DiamondMax 23)

BIOS-Einstellungen:
Der PC ist nicht übertaktet, alles läuft mit den AUTO-Einstellungen. Zusätzlich habe ich die Funktion "Load Optimized Settings" im BIOS ausgeführt.
Spannungen:
Prozessor: 1.344 V
RAM: 1.936 V

Nachsatz zum RAM
Die zwei RAM-Bausteine hängen am selben Channel und laufen im UNGANGED-Mode.
Laut Herstellerangaben läuft der RAM auf 1066 MHz mit 2.1 V, bei 800 MHz folgt er den JEDEC-Spezifikationen.
Mit den Auto-Einstellungen läuft der RAM auf 800 MHz mit 1.936 V. Somit müssten die 1.936 V passen.
Um den RAM auf 1066 MHz zu betreiben, müsste ich die entsprechenden Einstellungen im BIOS manuell vornehmen - das mache ich aber erst, wenn alles stabil läuft.

Temperaturen:
Laut Speedfan habe ich folgende Temperaturen im Rechner (in meiner Wohnung hat es derzeit ca. 30 Grad):
Temp1: 37C
Temp2: 44C
Temp3: 45C
HD0: 36 C
Core: 44 C
Core: 46 C
Überhitzung liegt also nicht vor.

Edit:
Ganz vergessen: Habe ein 550W Netzteil drin.


Nachricht bearbeitet von trivial am 30.08.2009 um 16:10:53
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Hey

was is n das fuer n Netzteil? Marke? Modell?
Hast Du schonmal versucht, ob es ohne die WLANKarte laeuft?

Ferner is ja Auto im BIOS immer ne einfache Sache..Heisst aber nich, dass die vom BIOS automatisch eingestellten Sachen immer die richtigen sind.

Gruss Basti


Nachricht bearbeitet von bladebrown am 30.08.2009 um 16:30:30
Antworten bladebrown
- 0 +

Hallo trivial,

du hast zum RAM ja schon einiges geschrieben, ich würd da ansetzen.
Zunächst einmal würde ich es mit nur einem Baustein ausprobieren. Dann würde ich ihn auf PC800 mit 1,8V einstellen. Verschiedene Steckplätze würd ich für die RAM-Module auch mal testen.
Das Netzteil ist allenfalls mittelprächtig. Passives PFC? Ich weiß nicht was du dafür bezahlt hast, aber für 50 Euro bekommst du das ARCTIC COOLING Fusion 550R PC Netzteil 550 W
Hast du dir die Spannungen im BIOS mal angeguckt?


Nachricht bearbeitet von Gudi am 30.08.2009 um 16:34:51
Antworten Gudi

Ok,


Wie Gudi schon sagte, check mal die Rams. Wenn das nix bringt, versuche mal, die WLAN Karte auszubauen und checke mal dann.Schaden kann es ja nix.


Es ist verwunderlich dass das wie Du sagst, nach jedem 3. Bootvorgang passiert und dass wenn es eine viertel Sunde langt laeuft, alles ohne Probleme funktioniert.

Bedeutet 3. Bootvorgang Reset oder meinst Du nach jedem 3. Einschalten des Rechners?


Nachricht bearbeitet von bladebrown am 30.08.2009 um 16:54:32
Antworten bladebrown

P.S. mir faellt da gerade noch was ein

Schalte mal bitte unter XP bei Systemsteuerung / System / Erweitert / Starten ... / Automatisch Neustart durchführen das Haekchen ab.
Dann muesste Dein XP unter Umstaenden einen Bluescreen mit ner Fehlermeldung zeigen, die Du dann hier posten kannst..Wenn das andere nix hilft

Gruss Basti

Antworten bladebrown

Danke erstmal für eure Antworten!

* Mit einem RAM-Baustein auf 1.8 V könnte ich mal testen. Mit beiden Bausteine im anderen Channel tritt der Reboot-Fehler auch auf, das habe ich schon getestet.

* Die Spannungen, die ich gepostet habe, sind aus dem BIOS ausgelesen.

* Werde es mal ohne WLAN-Karte testen ... dann habe ich eben eine Weile kein Internet.

* Es ist nicht genau bei jedem 3. Bootvorgang, sondern gefühlsmäßig so ca. bei einem Drittel aller Bootsvorgänge.
Manchmal habe ich 2 oder 3 Tage lang gar keine Probleme und dann tritt der Reboot-Fehler 2 Mal hintereinander auf.
Darum braucht es nach Änderungen immer etwas Zeit, bis ich sagen kann, ob der Fehler immer noch auftritt.

* Werde unter Windows mal einstellen, dass er nicht automatisch neustartet. Mal sehen, ob es etwas hilft.

Ansonsten bin ich für weitere Anregungen offen.


PS:
Zuerst dachte ich, der Fehler könnte dadurch verursacht werden, die fehlerhafte Komponente kalt ist. Wenn alles warm ist, passiert im Dauerbetrieb nichts.

Allerdings tritt der Fehler manchmal auch auf, wenn ich den PC aus dem Dauerbetrieb mit Win XP herunterfahre und Ubuntu starte. Wenn er in den ersten paar Minuten bei Ubuntu nicht neu startet, dann läuft auch Ubuntu im Dauerbetrieb einwandfrei.

Irgendwie verwirrt mich das alles.


PPS:
Wenn man im Netz sucht, findet man einige Berichte von älteren Gigabyte-Boards aus dem Jahre 2007 und 2008, die einen ähnlichen Reboot-Fehler hatte. Teils traten die Fehler auch noch auf, wenn das Board auf Garantie getauscht wurde.
Brauchbare Lösungen wurden aber nirgends gepostet.

Antworten trivial

Ok verstehe,

Na ja, wir koennen ja schonmal festhalten, dass Du das BIOS geupdated hast und der Fehler bei 2 BIOS Versionen auftrat. Daher koennen wir das erstmal aussen vor lassen.

Dass der Fehler bei 2 unterschiedlichen Betriebssystemen auftritt, schliesst auch Treiberprobleme aus.

Bleiben also nur 4 Moeglichkeiten:

1. Der Arbeitsspeicher
2. Das Netzteil
3. Das Board
4. Na ja..die WLAN Karte..man weiss ja nie..gibt ja die irrwitzigsten Dinge in der Computerwelt.

Kann naemlich durchaus sein, dass auf dem Board oder dem Netzteil irgendwo n Mieser Kondensator oder irgedeine schlecht geloetete Stelle ist, die den Fehler verursacht.

Gruss Basti

Antworten bladebrown

Bitte nicht steinigen!
Offenbar habe ich doch nicht gut genug getestet, bevor ich gepostet habe (PC ist erst ein paar Wochen alt und ich habe noch viel auf meinem Laptop gearbeitet).

Mittlerweile konnte ich den Fehkler halbwegs lokalisieren:

1. Zunächst führte ich mehrere Stunden Grafikkarten-Benchmarks durch. Das System blieb stabil.

2. Dann ließ ich mehrere Stunden memtest86+ laufen. Alles problemlos und fehlerfrei.

3. Dann habe ich ein Programm von mir getestet, welches spezielle Berechnungen durchführt (habe ich bisher nur auf Servern auf der Uni gerechnet).Es rechnet stundenlang auf 4 Kernen mit voller Leistung, gleichzeitig werden aber nur ein paar MB RAM benötigt.
Und siehe da, nach wenigen Minuten kommt es zum Reboot. Dieses Verhalten ist beliebig oft wiederholbar.

Nun macht das alles auch Sinn: Ich habe bisher niemals Programme verwendet, die über längere Zeit den Prozessor voll auslasten. Das heißt, die Auslastungsspitzen hatte ich bisher offenbar immer beim Booten vom System, wo es zu dem Fehler kam.

Temperaturen:
Zum Auslesen verwende ich jetzt CPUID HWMonitor Pro.

Im Leerlauf (IDLE) habe ich eine CPU-Temperatur von ca. 45 Grad, wie ich oben bereits gepostet habe. Der CPU-Lüfter dreht dabei auf ca. 800 RPM.

Unter CPU Vollast (4 Kerne rechnen mit 100%) geht die Temperatur binnen Sekunden auf 55 bis 57 Grad, diese Temperatur bleibt dann bis zum Reboot stabil. Gleichzeitig dreht der CPU-Lüfter auf ca. 1350 RPM (laut Hersteller kann er 1500 RPM).

Habe ich also ein Temperaturproblem?
Oder seht ihr den Fehler woanders?

Antworten trivial

Hey,
jetzt gibt es 2 Sachen, die Du machen kannst.

Punkt 1: Der CPU Luefter ist es nicht. 57 Grad CPU unter Vollast sind nicht lebensgefaehrlich fuer den Proz. Wenn Dein CPU Luefter nicht hinterherkommen wuerde, dann wuerde er unter Vollast am Anschlag laufen und Deine CPU Temperatur solange steigen, bis das System abschaltet. Eine CPU Ueberhitzung hat normalerweise eine Systemabschaltung in Verbindung mit einer eventuell blinkenden Power Leuchte am Gehaeuse und einer eventuell vorherigen Warnung vom BIOS zur Folge und kein Reboot..Und dann kannst Du das System auch fuer einen Moment nicht starten, da es ja etwas dauert, bis die CPU Temperatur zurueckgeht. Also Luefter eher nicht.
So kenn ich es von Laptops. Denke mal bei Desktops ist es genauso. Weiss es nich hunderprozentig, aber glaube die kritische Temepratur deiner CPU liegt bei ca. 65 Grad.
Kritisch heisst noch nicht zuviel..heisst aber dann Vorsicht. Und mit Deinem Berechnungsprogramm verlangst Du ihm ja alles ab also 57 ok..


Ich wuerde zu einem PC Shop gehen. So n lokalen kleinen, der Einzeteile verkauft und Reperaturen durchfuerht und wuerde die Jungs mal n anderes Netzteil anschliessen lassen. Wenn es dann unter Vollast problemlos laeuft, war es das Netzteil..Wenn der Fehler immer noch auftritt, dann wuerde ich persoenlich auf einen Defekt irgendwo in der CPU Spannungsversorgung des Mainboards tippen. Dann muesstest Du das Board tauschen.


Irgendwelche andere Anregungen?

Gruss Basti


Nachricht bearbeitet von bladebrown am 01.09.2009 um 20:18:28
Antworten bladebrown
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