Ich habe in der nächsten Zeit vor einen stromsparenden Home Server zu basteln. Auch über das Betriebssystem bin ich mir noch nicht in klaren. Server 2008 oder ein Linux basiertes System stehen im Raum. Mit Linux probierte ich schon mehr oder minder erfolgreich rum. Kosten tun mich beide Systeme nichts, da ich Student bin, bekomme ich eine Kostenlose Lizenz für Server 2008 über die Hochschule.
Aber nun zum Thema, den Server. Ich will darauf Daten ablegen. Sprich man arbeitet an seinem PC, speichert die Daten aber auf dem Server, so dass ich diese von einem anderen PC wieder aufrufen kann. Das ganze natürlich für mehrere Benutzer, jeder mit seinem eigenen Ordner, wo andere keinen Zugriff drauf haben. Auch ein öffentlicher Ordner soll zur Verfügung stehen. Das ganze soll auf Datensicherheit getrimmt werden, also ein Hardware Raid 1 Verbund mit zwei Platten soll darin laufen. Daher muss das Board auch nicht unbedingt Raid haben, somal es unter Linux mit Software Raid auch Probleme geben soll.
Jetzt aber die Frage zu den Mainboards. Ich würde das ganze, gerne auf einem Intel System realisieren. Aus dem einen Grund, mein Bruder hat ein Celeron 420 (1,6 GHz Single Core) in seinem PC, für Internet und Office auf Win XP. Aber den will ich ihm für die Zukunft auf Vista umstellen. Da ist ein Dual Core besser, dachte an einen Pentium der E2000 Serie oder einen Celeron E1400. Das Board ist noch ein "Gigabyte GA 945P DS3", deshalb eine etwas ältere CPU.
Für den Server dachte ich an folgende Boards von Gigabyte, was anderes kommt mir nicht ins Haus, bitte keine Asus oder MSI oder so vorschlagen.
Jetzt die Frage, welcher Chipsatz braucht weniger Strom? Der Nvidia oder der Intel?
Der Celeron 420 sollte doch für einen Home Server ausreichen. Oder sehe ich das Falsch? 4GB RAM wollte ich sowieso darin verbauen. Über die Festplatten mache ich mir später Gedanken. Das ganze will ich zuerst mal mit vorhandener Hardware testen, bevor ich weiter Geld rein hänge, ohne zu wissen obs so läuft wie ich will.
Wofür soll der Homeserver eingesetzt werden? Nur als Fileserver? Dann sind 4GB RAM viel zu viel. In dem Falle reichen - bei einem Linux (Server) System (ohne grafische Oberfläche) genausogut 1GB (bei Windows würd ich eher auf 2GB setzen)
Stromsparen und Intel - Chipsatz? Wäre mir neu (vor allem bei den ICH7-10ern). Da ist der 630er wesentlich besser.
Punkto ausfallsicherheit und RAID:
Ich würd auf ein Softwarebasiertes Linux-Raid 1 (oder 5 bei mehr festplatten) setzen.
Warum kein hardwarebasiertes? Simpel:
Geht eine Festplatte drauf, ist in beiden Fällen nichts passiert, und das Raid wird widerhergestellt.
JEDOCH: Geht der MainboardController drauf, hast im falle eines hardwarebasierten raid meistens Pech gehabt, da nur der exact selbe Controller (manchmal sogar nur mit der selben BIOS-Version am Mainboard!) dieses Raid wieder lesen kann. Bei einem Softwarebasierten Raid ist das jedoch egal, und jeder andere LinuxRechner kann die Festplatten wieder einlesen, und das Raid aufbauen.
Mit dem Raid muss ich nochmal nachfragen. Also wenn ich mir einen Hardware Raidcontroller kaufe, PCI, PCIe oder einen günstigen, wie Beispielsweise der Dawicontrol DC-5200, die dann auf dem Board eingestezt werden, kann es zu den von Dir beschriebenen Problemen kommen? Oder bezieht sich das auf Hardware Raid, wenn das ein entsprechendes Board unterstützt?
Nochmal ne ganz andere Frage:
Ist es Ratsam, nen Celeron 420 in den Server zu stecken, oder besser einen Dual Core. Dann ist es egal ob AMD oder Intel. AMD hat ja flotte und Sparsame CPU´s. Der 780G Chipsatz soll laut diversen Testberichten sehr Sparsam sein. Würde man mit so einer Kombi unter Strich sparsamer wegkommen als mit eiern Intel/Nvidia Kombi? In dem Fall müsste dann meiner Bruder halt weiter mit dem Celeron arbeiten, was für seine Zwecke normal noch ausreicht.
Also nach meinen Erfahrungen gilt für Hardware-Raid immer: Nur der Controller ders aufgebaut hat, kanns auch wieder lesen. Im Falle eines pci(e) Steckkarten Controllers (von einer guten Firma!) ist das halb so tragisch, aber bei den in den Mainboards eingebauten.......
Wenns nämlich nach einem Jahr oder so (wenn der alte Controller draufgeht) kein Baugleiches Modell mehr im Handel gibt-> Sense für deine Daten, und die ganze Raid-Geschichte war umsonst.
Ich fahr aus dem Grund selbst auf meinen Servern nur ein Linux Software Raid 1, da es mir einfach sicherer vorkommt, und der minimale Geschwindigkeitsunterschied zu einem echten Hardwareraid ist - solange man den Server nicht als Datenbank oder Fileserver (mit tausenden von Zugriffen pro Minute) einsetzt - eigentlich egal.
Punkto Sparsamkeit hat auf jeden FAll AMD mit einem 790G Chipsatz die Nase vorn, auch wenn ich bereits gehört habe, dass der 8100er Chipsatz auch nicht so schlecht sein soll, in punkto sparsamkeit, obwohl er die bessere Grafik hat. (Ich würd zu einem x2 450e oder x2 4850e greifen, und dann undervolten -> Da ist notfalls dann doch noch einiges an Power drin, falls es doch nötig ist)
Die Frage ist halt, wenn du einen Celeron zu Hause liegen hast, und den AMD Prozessor erst kaufen musst - > ab wann rentiert sichs in Punkto Stromkosten. (Estimativ erst so ab etwa 10 Jahren!)
Mit dem Celeron gehts halt darum, der ist vorhanden. Nur jeder weiß, mit nem Dual Core ist halt smarter Arbeiten, auch wenns nur Office und Internet ist. Deshalb würde ich halt hingehen, wenns sich so einrichten lässt, in den Arbeitsrechner einen Dual Core einbauen und den Celeron im Server beschäftigen. Der würde wohl eh die meiste Zeit in IDLE verweilen.
Beim Server gehts mir einfach darum, dass die Daten zentral gespeichert sind, und man von verschiedenen PC´s aus drauf zugreifen und Arbeiten kann. Mein Bruder hat einen Betrieb, wo er in naher Zukunft an zwei Orten im Betrieb immer die selben Daten braucht, daher bietet sich so ein Server ja an. Und wenn mal so ein Ding da steht, kann man den auch noch für weitere Zwecke nutzen. Da die Daten, die darauf gespeichert werden, wichtig sind, ein Raid zu Sicherheit.
Ist es da Empfelenswert eine Systemplatte fürs Betriebssystem zu nutzen und dann zwei gleiche Platten für den Raid Verbund wo die Daten gespeichert werden? Ich dachte eigentlich nur an den Raid Verbund und einer Partition von 20 GB fürs Betriebssystem.
Dann würd ich's mir mit der Software so einfach wie möglich machen: zwei Baugleiche Festplatten in den Server, und dann einfach einen SME-Server (Linux) drauf.
(Soll heissen: Install CD-Rein, fertig)
Der konfiguriert automatisch ein Raid1 - inklusive Betriebsystem.) egal welche Platte ausfällt, einfach ne andere in ähnlicher Grösse rein, und der raid rebuild geht automatisch los.
Ist automatisch ein Fileserver (mit Samba- also windows-shares),Webserver, Mail, FTP Server, schnell konfiguriert, erweiterbar, ....
Einziger Nachteil: Er ist nicht unbedingt uptodate. (ich glaub derzeit verwenden die noch kernel 2.6.9)
Ansonsten würd ich aber auch bei nem Softwareraid das ganze komplett über die Platten ziehen (inkl. betriebssystem), und nicht nur die Daten mit raid sichern
Danke für den Tip mit dem SME-Server! Habe bisher mit SUse rumprobiert. Naja, irgendwie klappte das anfangs. Aber als ich nach 2 Wochen mal wieder geschaut hatte, kam der Linux Rechner nicht mehr ins Internet, war zwar im Netzwerk von den anderen PC´s zu erkennen, aber ich konnte mich mit keinem Nutzer auf dem Server anmelden und Daten tauschen.
Als ichs eingerichtet hatte funktionierte das alles wunderbar. Auch nach nem Testweisen Neustart. Am System oder an den Routereinstellungen habe ich nichts geändert. Jetzt probiere ich mal Server 2008 Enterprise aus, danach den SME-Server. Das was mir am besten dann zusagt, wird genommen, wobei ich auch mehr zu Linux tendiere, wegen der Sicherheit im Netz.
Ob die Linux Distri uptodate ist, oder nicht, ist mir relativ egal. Es muss laufen und sich einfach einrichten lassen, denn der Linux Held bin ich eh nicht.
Die Sache mit dem Celeron ist ne gute Idee, nen bisschen undervolten und denn geht das. Du kannst ja auch den Multiplikator senken dazu noch. Als Fileserver braucht die Kiste eh keine Leistung.
Außerdem das Gerede mit Hardware/Softwareraid geht ein wenig am Thema vorbei. Das billige Raid von der Southbridge des Mainboards oder von nem JMicron schießmichtod oder sowas ist auch nur nen Softwareraid.
Stirbt das Board oder der billige Zusatzcontroller, so kann den Raid meist nur ein gleicher Controller retten bzw. der nächst neuere kompatible Controller. Das trifft auch auf billige Raidcontroller für PCIe zu.
Für nen Raid1 ist das allerdings völlig egal, da nur gespiegelt wird. Stirbt eine Platte, so ist immernoch eine Andere da mit den gleichen Daten - ganz egal ob der Controller aufgegeben hat.
Ein rebuild dauert ebend nur länger.
Als Mainboard könntest du ein Foxconn G31MG-S (Green Series) nehmen. Das ist sehr sparsam. Dazu 2 WD Green Power in einer Größe deiner Wahl.
EDIT: Windows Server 2008 würde ich nicht unbedingt nehmen, das frisst ja schon ohne Aufgaben die Leistung auf. Da käme ein Linux erheblich günstiger (es sei denn du hast mal ebend so nen Win Server 2008 rumzuliegen).
Nachricht bearbeitet von Muetze2k am 26.04.2009 um 23:12:03
Ich habe Server 2003, 2008 als 32bit und als 64bit Version so da rum liegen, Studentenlizenz. Ich schrieb ja, dass ich d s für mich am besten zu konfigurierende System nutzen werde. Aber in Bezug auf Sicherheit würde ich doch gern einen Bogen um Microsoft machen. Von Suse Linux bin ich auch nicht so überzeugt, schilderte meine Probleme. Aber den SME-Server werde ich mir mal laden und installieren.
Bei den Festplatten dachte ich an Platten die für 24/7 ausgelegt sind. Aber länger wie 2 Jahre will ich die auch nicht im System lassen, egal wie viel Garantie die Hersteller geben. Vielleicht habe ich da auch ne kleine Macke, aber nach zwei Jahren fliegen bei mir die Platten grundsätzlich. Auch weil die aktuellen immer schneller sind als zwei Jahre alten. Wobei die Geschwindigkeit beim Server weniger ne Rolle spielt.
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