ich habe ein recht merkwürdiges Problem mit o.g. Mainboard.
Bestückt ist es mit einem 3,06GHz P4 und 2x2GB RAM.
Solange im BIOS alles auf Autoerkennung steht, läuft das Mainboard auch tadellos. Sobald ich aber auch nur einen Teil manuell konfigurieren will (sei es nun RAM, oder CPU, oder auch beides), verweigert das Mainboard den Start. Dazu sei gesagt, daß ich dabei noch nicht einmal OCe, sondern nur die für die einzelnen Komponenten vorgesehenen Hersteller-Standardwerte händisch im BIOS eintrage.
Der nach der Änderung stattfindendende Bootvorgang läuft dann folgendermaßen ab:
- das Board startet, auf einer separat eingesteckten PCC laufen einige Codes durch (schaut soweit noch ganz normal aus)
- nach ca. 2sec. geht das Board wieder aus
- weitere 2 sec. später läuft es wieder an, aber der angezeigte PC bleibt sofort bei 00 stehen
- das Board geht wieder für ca. 2sec aus
- um dann weitere 2sec später noch einmal zu starten und wieder mit einem 00, stehenzubleiben, so als hätte es einwandfrei gebootet (was es allerdings eben nicht hat), so bleibt es dann auch endgültig stehen
Mir bleibt dann jeweils immer nur noch das Board stromlos zu machen und das BIOS zu resetten, so das es wieder mit Autowerten hochfährt.
Habe den ganzen Spaß auch noch mal mit anderen Speichermodulen getestet, jedoch mit dem gleichen Ergebnis. Sowohl CPU, als auch Speicher laufen in einem anderen Board mit handeingestellten Werten tadellos.
Hat jemand eine Idee, was das sein könnte? Habe ich eine Einstellung , oder gar einen Jumper übersehen, der für die manuelle Konfiguration noch gesetzt werden muß?
Der alte 3,06 GHz P4 mit Prescott-Kern (Pentium 4, Modell 519 bzw. 524) hat nur einen FSB von 533 MHz, das heißt der FSB-Takt beträgt schlappe 133 MHz! Der niedrigste im BIOS einstellbare Wert für den FSB-Takt liegt jedoch bei 200 MHz (FSB 800). Damit kannst Du die manuelle Einstellung knicken, da das Board mit dieser hornalten CPU einfach nicht richtig kann.
FSB-Takt 133 MHz x Multiplikator 23 = 3,06 GHz
Stellst Du jetzt auf <manuell> liegt der FSB-Takt bereits bei 200 MHz. Rechne mal:
FSB-Takt 200 MHz x Multiplikator 23 = 4,6 GHz
Du siehst, die CPU würde das nie im Leben schaffen. Der RAM übrigens auch nicht. Du hast Glück, dass das Board den alten Knödel im <auto> Modus laufen lässt. Mich würde echt interessieren, mit welcher Taktfrequenz und welchem Multiplikator der dann läuft. Aktuelle Boards sind nämlich für diese alten Museums-CPUs nicht mehr geeignet, obwohl der Sockel der gleiche ist. Falls Dir CPU-z normale Werte anzeigt, hast Du per Zufall eines der wenigen Boards erwischt, die diese alten CPUs noch aufnehmen können. Wobei die Lauffähigkeit eher Zufall ist und weniger vom Hersteller beabsichtigt sein dürfte. Aber gut zu wissen, dass.
Du kannst ja mal spaßenshalber den FSB-Takt auf 200 stehen lassen und dafür den Multiplikator manuell auf 15 begrenzen (macht 3 GHz). Wenn Du den RAM noch ordentlich anpasst, könnte es durchaus laufen. Aber immer schön auf die Temperaturen achten!
Nachricht bearbeitet von FormatC am 10.06.2009 um 09:43:42
Danke Dir für Deine schnelle Antwort.
Prinzipiell tönt das recht logisch was Du sagst und so wie sich das darstellt, ist es wohl auch der tatsächliche Grund. Hätte ich Dödel auch selbst drauf kommen müssen. Die CPU lief in einem anderen Board nie über 3,8GHz (jedenfalls nicht stabil, bzw. mit vertretbarer Temp.), da ist sie mit 4,6 natürlich hoffungslos out of Range.
Was ich allerdings nicht verstehe, ist der Fakt, daß das MB im Automodus offensichtlich die richtigen Einstellungen findet und manuell diese Einstellung nicht wiederholbar ist. Auch verstehe ich nicht, warum ich nicht zumindest den Speicher manuell konfigurieren kann (wenn's denn wenigstens nach unten wäre). Übrigens zeigt CPU-Z tatsächlich 133 bzw. 533MHz an. Und das scheint ja auch der Realität zu entsprechen, denn der Rechner läuft so völlig absturzfrei. Wie gesagt, verstehen tue ich das nicht, daß der Automodus andere Werte bietet, als der manuelle...
------------------------------Gruß bugslife
Lebt lange und glücklich!
Antworten bugslife
Tja, im <auto>-Modus kann das Board das sicher noch, gewissermaßen als Relikt von übervorgestern. Sei froh und mach ja kein BIOS-Update!
Im <manual>-Modus wird in der Eingabe nur ein Minimalwert von 200 MHz angeboten (wie laut Spezifikation ausgewiesen). Dann ist Dünnschiss in Tuben angesagt, da die Werte verifiziert und begrenzt werden. Und da fällt die CPU durchs Raster.
BIOS ist schon aktuell, da kann ich nix mehr dran verdingsen.
Da wird mir wohl nix anderes übrig bleiben, als ein wenig CPU- & MB- Ringelpietz zu veranstalten. Hab noch 'ne 5200er CPU in einem AW9D laufen. Da muß die eben ins P5K umziehen und die P4-CPU ins Abit-Board. Das kommt mir zwar mit der PCI-Steckplatzverteilung und den zu den Boards passenden Netzteilen alles andere als entgegen, aber dafür werde ich schon noch eine Lösung finden. Auf die Art könnte ich aber zumindest die CPUs sinnvoll betreiben (hoffe ich zumindest).
Danke für Deine Hilfe.
------------------------------Gruß bugslife
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