Hab einen neuen PC und er stürzt ständig ab (von Windows Explorer startet nicht mehr bis hin zu Bluescreens). Meine Vermutung ist das Vista mit den 4GB RAM nicht klar kommt und ständig Speicherzuweißungen macht die nicht mehr korrekt sind, da er die 4GB RAM + Grafikkarten Speicher usw. nicht mehr zuweißen kann.
Wenn ich nur 2 GB RAM einbaue gibt es diese Abstürze nicht, habe eigentlich gedacht, dass Vista automatisch dann nur 3,x GB RAM benutzt und das selbst regelt. Muss ich da irgendwas einstellen? Komisch finde ich auch das Vista 32Bit die 4GB komplett richtig in der Systemsteuerung anzeigt...
Service Packs, Updates, Treiber usw. sind alle installiert und aktualisiert.
Was kann ich tun?
PC Daten (auch wenn ich glaube, dass sie in dem Fall nicht wichtig sind)
- Phenom2 X3 720
- MSI K9A2 Neo2
- 4096MB-KIT G-Skill PC6400/800
- HD4770
- BeQuit 400Watt
Nachricht bearbeitet von AyCaramba007 am 06.07.2009 um 12:14:12
Gibt dabei zwei Probleme:
1. Bei Spannungen größer 1,8Volt muss diese meist im BIOS manuell angehoben werden, da die JEDEC Spezifikation für die automatisch auszulesenden Ramtimings kein Feld für die Spannung vorsieht, sondern generell IMMER 1,8V angenommen werden. Nur einige Custom Rams und spezielle Chipsätze unterstützen das selbstständig auslesen von höheren Spannungen (z.B. nVidia SLI RAM)
2. Der Phenom II X3 darf lauf offiziellem Datenblatt, wenn ich mich nicht täusche, nur mit maximal 1,9V Ramspannung betrieben werden. Denn der Ramcontroller liegt bei dem ja im CPU Gehäuse in 45nm Technologie. Bei mehr Spannung kann die CPU somit zerstört werden.
Wenn Dein RAM mit 1,9V läuft, dann Spannung auf diesen Wert anheben. Läuft es damit nicht, dann provisorisch die CL Timings verlangsamen u. erstmal mit 1,8V/1,9V betreiben. Auf Stabilität mit memtest86+ testen. Und dann etwas genauer nachforschen wieviel Spannung man bei der CPU gefahrenlos auf die Rams geben kann.
Das ist der RAM mit 1.8 - 1.9 V... was mich wundert ist, dass er mit einem RAM Riegel ohne Probleme läuft und wenn ich den zweiten einbaue (NUR UNTER WINDOWS) es ständig Bluescreens gibt.
Ist es eigentlich normal das Windows, auch wenn es damit nicht umgehen kann 4GB RAM anzeigt in der Systemsteuerung?
Seit Vista SP1 werden immer die vollen 4GB in der Systemsteuerung angegzeigt auch wenn nicht alles nutzbar ist. Im "Taskmanager / Reiter Leistung / Physikalischer Speicher / Insgesamt" erhält man jedoch den Wert des gesamten nutzbaren Speichers.
Steckst Du ein zweites Modul hinzu, so erhöht man die kapazititve Last auf den Leitungen. Das elektrische Signal wird schlechter, Übertragungsfehler durch falsche Interpretation der Signalflanken nehmen zu => Fehler im RAM => Bluescreen.
Es kann also durchaus normal sein, dass zwei Module zusammen niemals funktionieren, aber beide für sich genommen einzeln prima. Das wäre auch einen Test, den man durchführen könnte: Um sicherzustellen, dass nicht eines der beiden Module defekt ist, mal jeweils eines davon solo betreiben. Laufen beide problemlos, dann ist es wohl eher ein Problem mit der Anzahl der Module.
Damit das Testen nicht so lang' dauert unter Windows. Dieses Tool findet Ramfehler üblicherweise sehr schnell:
http://www.memtest.org/
Nehmen wir an, dass beide Module zusammen partout nicht laufen wollen, aber jedes einzeln für sich, dann würde ich probieren 1,8V -> 1,9V erhöhen. Das kann dann genügen für die Stabilität.
Schonmal Danke, normal steht das im BIOS auf automatisch, habe jetzt die Möglichkeit auf 1,83, 1,88 oder 1,93 manuell einzustellen, kann ich den RAM auch auf 1,93 einstellen wenn 1,88 nichts bringt oder beschädige ich damit unter Umständen den RAM?
Das RAM bekomsmt in der Einstellung 1,93 Volt nicht kaputt. Höchstens die CPU. Aber die ist soweit ich mich erinnere bis 1,9V zugelassen. Das wird schon auch noch in der Tolerenz liegen. Würde aber zuerst 1,88V probieren.
Im Moment läuft der PC mal mit 2 Speicherriegeln... der Standard Wert war vom BIOS auf 1,93 Volt gestellt... habe es jetzt manuell auf 1.83 Volt geändert. Das komische war ja das ab und zu der PC über mehrere Stunden auch lief und dann aufeinmal es Fehler gab.
über mehrere Stunden auch lief und dann aufeinmal es Fehler gab.
Die Lösung ist mit einem Speichertestprogramm wie Memtest+ oder auch den in Vista integrierten Speichertest (F8 beim Booten und dann unten lesen - da ist ein Speichertest dabei) auszuführen. Nur so findest Du die stabile Konfig.
Denn wenn etwas stundenlang stabil läuft, um dann plötzlich abzustürzen, dann brauchst Du mit Deiner Testmethode sicherlich 2 Monate, um stabile Settings zu finden.
In diesem Fall würde ich trotzdem das Memtest+ mal verwenden. Das ist jetzt nicht einfach so dahergesagt, sondern Memtest findet Ramfehler, die der Vista Speichertest nicht findet. Ist ja schnell gemacht.
Als zweites würde ich mal einen Memtest unter Windows durchführen. Klingt paradox, hat aber auch seinen Sinn. Treiber sind tief verankert im System - wenn sie installiert sind, dürfen sie beliebige Dinge tun. Manche machen Probleme auf sehr subtile Art und Weise. So können bestimmte Treiber in Speicherbereichen schreiben, die ihnen nicht gehören ohne, dass Windows mit einer Speicherschutzverletzung aussteigt. Diese Art von Fehlern findet man nur mit einem Speichertest, der unter windows läuft. Da gibt's eigentlich nur einen:
http://hcidesign.com/memtest/
Läuft der bis 20% hoch ohne Fehler zu melden, dann passt das schon. Dann bleibt eigentlich nur ein sonstiges Treiberproblem oder CPU Problem, das so nicht auffällt.
In diesem Fall könntest mir die C:\Windows\Minidump\*.dmp Dateien (jeweils 256kb) per PN schicken. So 3-4 wären gut, da ich dann sehen kann welche Gemeinsamkeiten es gibt. Möglicherweise ist jedesmal der gleiche Treiber involviert.