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OpenGL Leistung von Standardkarten für Solidworks steigern

Forum Grafikkarten : Workstation FireGL & Quadro - OpenGL Leistung von Standardkarten für Solidworks steigern

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Hallo,
einige kennen mich vielleicht schon seit ein paar Tagen. Ich bin Ingenieurstudent und arbeite auch gerne privat mit dem CAD-System Solidworks um hobbymäßig Getriebesysteme für den Leistungsmodellbau zu entwerfen. Nun ist es mir natürlich nicht entgangen, dass Standardkarten in solchen Fällen echte Krücken sind aber das sowohl mein nicht ganz schwaches Notebook als auch der Desktoprechner bei mehr als 3 Zahnrädern die weiße Fahne zeigt ist ärgerlich. Wenn ich mal ein Planetengetriebe zusammengedängelt habe ist es quasi unmöglich mal eben in der Baugruppe und fertig gesetzen Verknüpfungen das System zu bewegen, weil es so stockt. Reduzierte Darstellung bringt relativ wenig in diesem Fall.

Ne dicke Workstationgraka zu kaufen ist etwas Overkill für mein hobbymäßiges Vorhaben aber gibt es vielleicht ne Möglichkeit OpenGL optimierte Treiber drüberzubügeln oder Einstellungen zu verändern damit ich wenigstens bis 10 Zahnräder komme? Ich weis es ist möglich Standardkarten zu flashen aber ich verwende im Desktopsystem GTX260 SLi und im Notebook 9800m GT (8800GTX) und die Chipderivate gibs im Workstationmarkt meines Wissens nach nicht.

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http://www.techarp.com/showarticle.aspx?artno=539

 

Ich kenne die Unterschiede bisher nur vom theoretischen Standpunkt:
http://www.nvidia.com/object/quadro_geforce.html

 

Das wird auch so bleiben, da ich solche Software nicht einsetzt. Könntest Du den Aspekt Performance noch etwas weiter quantifizieren? Und auch Imagequality also z.B. Anti-Aliasing in gemischen 2D/3D Umgebungen etc. Also speziell was Dir auffällt, nachdem Du die Quadro Treiber eingebunden hast.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 24.06.2009 um 11:48:52
Antworten 7oby

Zitat :

Könntest Du den Aspekt Performance noch etwas weiter quantifizieren?



Im Moment läuft Solidworks leider nur auf dem Laptop zuverlässig aber gut. Immerhin steckt da ein P9500 drin mit 6MB Cache und 2,53 GHz. Wenn ich jetzt z.B. ein schematisches Planetengetriebe zusammengebaut habe mit allerlei Verknüpfungen und Bedingungen die dafür notwendig sind, sodass das Getriebe auch richtig funktioniert wenn ich an der Welle mit der Maus drehe geht die Auslastung eines einzelnen CPU-Kerns auf 100% und es ist Schicht im Schacht. Da Solidworks im Kern von Anno Dazumal ist und in diesem Anwendungen Singelthreaded rechne ich mir mit einem Phenom II 3,7GHz keine deutlich besseren Ergebnisse aus. Ich kann zwar auch eine komplette Animation vorausrechnen lassen aber:
1) Dauert das in gewünschter FPS-Rate und Animationsdauer eine Ewigkeit. Da das Getriebe sehr schnell drehen soll sollte es z.B. eine Framerate von 60 schon sein um das schön sehen zu können. Ausserdem kommt es zu Darstellungsfehlern obwohl ich da nicht ausschließe, dass das ein Anwendungsfehler ist.
2) Kann ich dann nicht frei im Raum drehen und Zoomen so wie in "Echtzeit", was zumindest für Positionierungsgeschichten wichtig ist. z.B. ob die Zähne alle fehlerfrei ineinander greifen und sich nicht berühren sonst gibs Ärger mit der Kolliionsprüfung.

Auf dem CAD-Krücken in der FH hingegen kann ich das deutlich weiter treiben bevor es unerträglich wird. Da stecken im Gegenzug nur Pentium D 820 Standheizungen drin, dafür aber eine FireGL 7600 (Desktoppendant X1900).

Meine Vermutung ist das Solidworks quasi im Kompatibilitäsmodus alles auf der CPU abwälzt und OpenGL links liegen lässt. Das würde auch erklären warum ich z.B. die realistische Darstellung nicht aktivieren kann bei der alles in Blingblingoptik mit Softshadows und allerlei Beleuchtungsquark dargestellt wird. Nicht das ich das brauche aber es geht halt nicht obwohl es gehen sollte.

Da irgendwann mal ein komplettes Getriebe da angezeigt werden soll mit 3 Planetensätzen, 2 Abtrieben und nem Haufen Lager wird das eine einzige Diashow werden, bei der flüssiges Arbeiten nicht möglich ist.

Leider klappt die Methode die im Link angegeben ist mit meinen Karten nicht, denn es gibt keine Quadros auf G200b Basis mit 216 Shadern.

Antworten avaka

avaka schrieb :

Meine Vermutung ist das Solidworks quasi im Kompatibilitäsmodus alles auf der CPU abwälzt und OpenGL links liegen lässt. Das würde auch erklären warum ich z.B. die realistische Darstellung nicht aktivieren kann bei der alles in Blingblingoptik mit Softshadows und allerlei Beleuchtungsquark dargestellt wird. Nicht das ich das brauche aber es geht halt nicht obwohl es gehen sollte.

Mein Kenntnisstand ist dieser: Solidworks nimmt immer OpenGL. Nur hat das Mainstream OpenGL (aka Catalyst/Forceware) hat nicht so viel OpenGL Features wie das Enterprise OpenGL (aka FireGL/Quadro). Und gerade im NICHT-Vollbildmodus also 2D/3D gemischt haben die Mainstream OpenGL nochmal weniger Features - das sagt nVidia.

 
avaka schrieb :

Leider klappt die Methode die im Link angegeben ist mit meinen Karten nicht, denn es gibt keine Quadros auf G200b Basis mit 216 Shadern.

Dann frag' vielleicht ein paar Kommilitonen u. noch ein paar Mitarbeiter. Aber generell geht nur das was dort im Link so steht. Wenn's mit den 216er Shader Karten nicht geht, dann geht's nicht.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 25.06.2009 um 21:39:43
Antworten 7oby

Jo werd ich machen vielen Dank schonmal an dieser Stelle.

Zitat :

Solidworks nimmt immer OpenGL. Nur hat das Mainstream OpenGL (aka Catalyst/Forceware) hat nicht so viel OpenGL Features wie das Enterprise OpenGL (aka FireGL/Quadro)



Ist das quasi im Wesentlichen der Unterschied? Das kastrieren von Treiberfeatures die quasi als Open-Source jedem zur Verfügung stehen? Mal angenommen irgendein Nerd käme auf die Idee ein Programm zu schreiben um lediglich alle Arten und Versionen von Grafiktreibern mit FullSize OpenGL zu patchen, wäre das doch die ultimative Lösung.

Antworten avaka

So einfach ist es nicht.

 

SGI hat selbst eine OpenSource OpenGL Referenzimplementierung, von der sie selbst sagt:

Zitat :

This is SGI's Sample Implementation of the OpenGL API. It is both a reference implementation and a driver framework used by almost all commercial 3D hardware vendors to develop hardware drivers for their systems.

http://oss.sgi.com/projects/ogl-sample/

 

Das Zitat bezieht sich auf Linux. Allerdings führen auch die OpenGL Implementierungen in anderen Betriebssystemen (Windows, Mac OS X) auf Wurzeln in SGI lizensierten OpenGL Implementierungen zurück. Und da die closed source Catalyst und Forceware OpenGL Implementierungen unter Windows und Linux eine sehr ähnliche Performance haben, werden auch sie einen in größeren Teilen unified source haben.

 

Soweit so so gut. Deine Idee war jetzt z.B. die freie Mesa OpenGL Implementierung zu nehmen für, die es ja auch unter Windows lauffähigen Sourcecode gibt u. diesen zu beschleuigen. Genauso werden ja auch die OpenGL Treiber entwickelt - indem man bei einer reinen Softwareimplementierung (*) startet und peu a peu Funktionen auf Hardware abbildet:

 
Zitat :

To hide the differing capabilities of hardware platforms, by requiring that all implementations of support the full OpenGL feature set (using software emulation if necessary).

http://en.wikipedia.org/wiki/Opengl

 

Der Unterschied der Mainstream und Enterprise OpenGL Treiber ist also welche der Funktionen sie beschleunigen. Die einen solche, die in Games verwendet werden. Die anderen zusätzlich solche, die in wissenschaftlichen Anwendungen gefordert werden.

 

Nun ist es aber so, dass selbst eine Hardwarebeschleunigte Mesa Implementierung den nativen Implementierungen in den unterschiedlichen OS (Windows, Mac OS X) hinterherhinkt. Also deutlich langsamer ist. Hier ein Performancevergleich
Mac OS X 10.5.6 OpenGL vs. Ubuntu 9.04 auf einem Mac Mini:
http://www.phoronix.com/scan.php?p [...] 4bit&num=2
ATI Mesa OpenGL vs. ATI Catalyst (closed source) unter Linux:
http://www.phoronix.com/scan.php?p [...] lyst&num=2

 

Hab' auch noch eigene Messungen Linux/Windows, die das gleiche bestätigen: Die kommerziellen Implementierungen sind schneller. Meist um Faktor 2x.

 

(*) Der Ansatz bei einer reinen Softwareimplementierung zu starten u. dann Hardwaresupport nachzurüsten ist ein häufiges Muster. Die Software-Referenz kann dann gleichzeitig als Testfall für die Hardwareimplementierung gelten.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 26.06.2009 um 09:08:48
Antworten 7oby

avaka schrieb :

Leider klappt die Methode die im Link angegeben ist mit meinen Karten nicht, denn es gibt keine Quadros auf G200b Basis mit 216 Shadern.

Hast eigentlich auch mal probiert den Treiber der Quadro FX 4800 mit 192 Shadern dennoch zu installieren? Also .inf File mit Vendor/Device ID anpassen und reinbügeln, so dass er die GT200 treiber nimmt. Das ist ja gar nicht gänzlich unwahrscheinlich, dass es läuft.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 26.06.2009 um 10:24:09
Antworten 7oby
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