seit ca. einer Woche lässt mich mein Computer verzweifeln.
Also, ich habe eine NVIDIA 8800 GTX Grafikkarte die auf einer ASUS P5N-E SLI Hauptplatine, mit folgendem Grafik-Chipset sitzt: Northbridge: NVIDIA nForce 650i SLI, South Bridge: NVIDIA nForce 430i
Folgendes Problem tritt immer wieder auf: Wenn ich eine Anwendung, vor allem Spiele, mit intensiven Grafikanforderungen verwende, kommt es anfangs zu Spielabstürzen, darauf folgen komplette Systemabstürze, bei denen der Pc einfach stecken bleibt und selbst nach Stunden auf NICHTS reagiert. Nach diesen Abstürzen kann ich den Computer nur noch per Reset Neustarten. Nach einigen dieser Abstürze wird es noch verrückter, dann kann ich den Pc starten und sobald WindowsVista sein Startlogo mit dem netten "DU-DUM-Di-DiM" zeigt, schaltet sich mein Bildschirm mit der Meldung "kein Signal input" ab.
Lediglich im Abgesicherten Modus kann ich dann den Computer noch verwenden, nach einer Neuinstallation der Grafiktreiber geht das ganze dann wieder von vorne los.
Ich habe diesen ganzen Vorgang in identischer Rheinfolge und Ablauf schon drei mal durchgemacht.
Im Gerätemanager wird mir übrigens die fehlerfreie Funktionsbereitschaft aller Geräte versichert.
Manchmal und dass verwirrt mich funktioniert alles, bis auf die Tastatur, welche dann einfach keinen Strom zu haben scheint, nach ein PAAR Neustarts, funktioniert sie dann wider Fehlerlos. Kann es also ein auch ein Problem mit der Hauptplatine sein?
Ich habe seit 1 Jahr keine neuen Geräte installiert.
Meine Lösungsversuche:
- neue Treiber von NVIDIA geladen und Installiert
--> dies hatte zur Folge, dass die ersten beiden Schritte übersprungen wurden und der Pc den Bildschirm unter Windows überhaupt nicht mehr gestartet hatte
- System Neuinstallation mit ALTEN Treibern für die Grafikkarte
--> das Problem bleibt in bekannter Rheinfolge bestehen
Woran kann das Alles liegen? Was soll ich tun, wenn eine neue Grafikkarte fällig ist, welche ist dann für mein System geeignet? Die NVIDIA 9900 GTX?
Ich hoffe ihr könnt mir helfen und bedanke mich an dieser Stelle schonmal für eure Aufmerksamkeit.
liebe Grüße, Vitruve
Ps.:
Mein System:
Quad Prozessor Q6600 2,4 Gigaherz
3 GB RAM
1 TB Festplattenspeicher
Nvidia 8800GTx
Betriebssystem: Windows Vista Home Premium
Also ich weiß nicht welcher Lüfter eingebaut ist, das System ist ein Kompletpacket von One.de, ich habe mal einen Screenshot von meinem Gerätemanager gemacht, eventuell sagt dir das was:
Ähm, zu deiner zweiten Fragen, spielt das eine Rolle, wenn das System fast 2 Jahre problemlos gelaufen ist? Wenn ja, kannst du mir etwas genauer beschreiben was du wissen willst, ich bin nicht gerade ein Hardware-Experte.
Danke, Vitruve
Nachricht bearbeitet von Vitruve am 18.08.2009 um 16:45:36
Nun, meine Vermutung geht dahin, dass du gesagt hast, dass du vor 2 Jahren den Rechner gekauft hast, aber wohl vor einem Jahr noch neue Hardware dazu gepackt hast. Was war das?
Deshalb könnte das Netzteil damals ausreichend gewesen sein, nun aber vielleicht zu schwach sein. Selbiges kann auch passieren, wenn du die CPU oder die Grafikkarte übertaktet hast, da dann der Stomverbrauch teils erheblich steigt.
Kannst du die Seitenteile des Gehäuses abnehmen? Üblicherweise klebt am Netzteil ein Zettel mit folgenden Aufschriften:
+/- 12V
+/- 5V
+/- 3,3V
eventuell auch "Combined Power 12V"
Darunter oder daneben befinden sich dann die Ampere (A) Angaben zum jeweiligen Wert. Was steht dort?
Ich habe keine Hardware eingebaut, seit ich ihn gekauft habe, er ist im innern noch genauso wie beim Kauf.
Ich habe nur einen Drucker, ein Mikrophon und neue Boxen angeschlossen, aber letztere schon seit 1,5 Jahren, ich habe alle Geräte schon mindestes 1 Jahr und der Drucker und die Boxen haben eine eigene Energieversorgung.
Ach und zum Übertakten, ich halte überhaupt nichts vom Herumpfuschen in funktionierender Hardware.
liebe Grüße, Vitruve
Nachricht bearbeitet von Vitruve am 18.08.2009 um 18:03:18
Wenn ein Rechner nach Jahren auf einmal richtig anfängt zu Mucken kann das vornehmlich 3 Gründe haben.
1) Klassisch. Das Verranzen. Wenn der Rechner ohne jegliche Pflege unterm Schreibtisch vor sich hin dämmert, dann steigen nach und nach die Temperaturen was nicht umbedingt in Lastfällen zum Ausfall führt, sondern Bauteile extrem altern lässt. Mosfets sind dafür bekannt oder auch Elkos.
2) Mittlerweile seltener aber möglich. Das Sterben von Bauteilen trotz guter Pflege und Standardbetrieb aufgrund von Macken in der Herstellung oder unterdimensionierte Anzahl.
3) Softwareseitiges Verwildern. Es passiert schleichend. 1000 Tools und Plugins, x-Installationen und miese Progrämmchen später ist auch der Zenit des stabilsten Betriebssystems und der dicksten Plattform überschritten.
Das verwendete Mainboard ist schon zu seiner Zeit eher Schrott als gute Hardware gewesen. Asus` billigstes Board für 775 welches mit Ach und Krach SLi-tauglich getunt wurde. Das SLi mit dem Brett reichlich sinnfrei ist interessierte keinen. Hauptsache ein Sticky mehr aufm Karton. Der Q6600 ist schon ziemlich heftig für das Brettchen. Im Zusammenspiel mit Punkt 1 durchaus möglich das es einfach verreckt ist.
Punkt 3 kann man noch gerade so selbst ausschließen. Wenn man noch irgendwo eine Festplatte rumfliegen hat darauf neu installieren und gucken was passiert. Wenn dieses krude Verhalten dann weg ist dann weist du warum. Wenn nicht ist ein Defekt sehr wahrscheinlich.
Dann bleibt wohl wirklich nur der Gang zum Fachhändler, denn die effektivste Methode ist wirklich das Auswechseln bis es besser wird. Nur Achtung! Aus Erfahrung ist die Konzentration an Kleinkriminellen in den zahllosen Klitschen relativ hoch. Das gilt nicht generell aber es ist teilweise schon echt traurig was die Vögel einem als Ersatz einschrauben und was sie dafür verlangen. Also den Befehl geben: "Guck nach und finde raus WAS kaputt ist. Dann Anrufen und ganz genau sagen was du gedenkst als Ersatz einzubauen". Mit dem Kostenvoranschlag im Zweifelsfall nochmal hier melden.
Hm... Der Q6600 nimmt unter Vollast 95 - 105 Watt, die Grafikkarte maximal 155 Watt. Also sollten auf der 12 Volt Schiene mindestens 260 Watt, also 22 Ampere, verfügbar sein.
Dein Netzteil liefert hier als Combined Power bei 12V insgesamt 41 Ampere, also 492 Watt. Also mehr als genug. Da würde ich meine Idee mit dem zu schwachen Netzteil mal beiseite legen.
Hm... Der Q6600 nimmt unter Vollast 95 - 105 Watt, die Grafikkarte maximal 155 Watt. Also sollten auf der 12 Volt Schiene mindestens 260 Watt, also 22 Ampere, verfügbar sein.
Dein Netzteil liefert hier als Combined Power bei 12V insgesamt 41 Ampere, also 492 Watt. Also mehr als genug. Da würde ich meine Idee mit dem zu schwachen Netzteil mal beiseite legen.
Meines Wissens gab es schon diverse Ausfälle mit den BeQuiet aus der E5-Reihe ! Da würde ich es mal drauf ankommen
lassen und mit einem gescheiten Netzteil gegen testen Weil es schreibt doch
Zitat :
Wenn ich eine Anwendung, vor allem Spiele, mit intensiven Grafikanforderungen verwende, kommt es anfangs zu Spielabstürzen, darauf folgen komplette Systemabstürze, bei denen der Pc einfach stecken bleibt und selbst nach Stunden auf NICHTS reagiert.
Es wird mehr Saft benötigt die aber nicht geliefert wird und von daher auch keine Reaktion mehr !
Das zu mindestens wäre meine Theorie ....
------------------------------Ende des Jahres ist hier Feierabend für mich
Antworten dochurt
Wenn es das alleine wäre würde ich ja auch auf Netzteil tippen aber da passt irgendwie der Tastaturpart nicht so richtig rein. Auch ist das Netzteil wirklich satt dimensioniert und es lief ja nunmal auch jahrelang. Von Quälerei kann man in diesem Fall nun nicht reden. Er wird wohl nicht drum herum kommen die Kiste jemanden mit Grips anzuvertrauen der alle nötigen Teile hat um den Rechner Stück für Stück zu ersetzen und die Ergebnisse zu testen. Ich würde da mit dem Netzteil anfangen (weils ohne große Bauarbeiten geht) und wenns das nicht ist sofort mit dem Mainboard weitermachen, denn das ist die minderwertigste Komponente im ganzen Rechner. Da äußert sich der graue Star nunmal nicht in bunten Karos auf dem Bildschirm sondern in Form solcher merkwürdigen Fehleransammlungen.
Hast du den Rechner denn schonmal gesäubert irgendwann oder schmort der seit 2 Jahren im eigenen Saft? Wie vermüllt ist der Rechner denn jetzt?
Bitte beantworte diese Fragen kurz, dann kann man das wenigstens Ausschließen und Abhaken.
Nachricht bearbeitet von avaka am 18.08.2009 um 21:46:20
Entschuldigung, ich war gestern zur Immatrikulation in Berlin.
Also, eine Neuinstallation habe ich schon durchgeführt, weil ich dachte er könnte vermüllt sein.
Den Rechner gesäubert habe ich bisher noch nicht, aber nach deiner Nachricht habe ich mich mal drangemacht, soweit ich das gesehen haben, war das EINZIGE was wirklich vertaubt war die CPU-Prozessor-Lüftung, genauer gesagt das runde Teil hinter dem Ventilator aus vielen kleinen Metalllamellen war völlig verstopft mit Staub. Nur mal nebenbei, der Aufbau lässt vermuten, dass die Luft aus dem Prozessor oder den CPUs raus gesaugt wird durch dieses Lamellen-Teil durch.
Könnte das DIE Probleme verursacht haben? Die Lüftung der Grafikkarte hängt kopfüber und war nahezu makellos rein.
liebe Grüße, Vitruve
Nachricht bearbeitet von Vitruve am 20.08.2009 um 12:12:30
Mitunter könnte das ne Ursache sein auf jeden Fall wirds nicht besser davon. Das "Problem" der Grafikkarte ist, du siehst den Staub nicht zwangsweise sofort zumal wenn du sie nicht ausbaust. Der Lüfter ist in der Regel immer ziemlich sauber nur die Rippen unterm Blech sehen meist verheerend aus. Bau die Karte mal aus das sollte ja kein großer Akt sein. Dann bläst du mal richtig kräftig in die Lüftungsschlitze am Slotblech, sodass der Staub den Rückwärtsgang einlegt. Wenn der CPU-Kühler schon so derbe aussieht wirds der Grafikkarte mit Sicherheit nicht besser gehen. Boxedkühler sind an sich schon keine Kühlwunder aber so verstaubt tendiert die Leistung gegen 0. Der Rechner muss doch übelst laut gewesen sein oder nicht? Ich halte derweil einen überhitzungsbedingten Dauerschaden mittlerweile für am Wahrscheinlichsten.
Den Rat solltest du wirklich ernst nehmen. Die Hardware braucht schon ein Minimum an physischer Pflege. Alle halbe Jahr mit Druckluftspray und Staubsauger mal eine halbe Stunden investieren ist echt nicht zuviel verlangt.
Nachricht bearbeitet von avaka am 20.08.2009 um 20:49:58