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Umfrage: Übertakten, sinnvoll oder unprofessionell? - Page 2

Forum Übertakten von CPUs, Grafikchips & Speicher : Umfrage: Übertakten, sinnvoll oder unprofessionell?

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Schließung der Umfrage am 31.12.2030 um 23:59 




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Ist es eig. sinnvoll seinen Pozessor (Duo Core E8600 2x3.33 GHz) zu übertakten, wenn man ihn noch lange lange haben will?

Weil übertakten verringert ja die "Lebendsdauer", weil der Prozessor ja dann eine Leistung erreicht, für die er nicht ausgelegt ist oder?.. oder sehe ich das falsch?????

Bitte um Rat ...mfG: PaddyBomb

Antworten PaddyBomb
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Da ist sich keiner so ganz einig, man könnte sagen ja, weil außerhalb der Specs oder auch nein, weil Intel die CPUs nicht auslastet und mehr geht.

Die 8000er vertragen OC sehr gut, FSB von 333 auf 400 MHz geht normalerweise mit AUTO-Spannung und die Temperatur steigt maximal 10 Grad unter Last, das packt ein 30 Euro-Kühler locker.

Wenn man die Lebensdauer auf 10 Jahre nimmt und es dann nur 8 sind, bis dahin hast du eh eine Neue. Solange du sie nicht absichtlich brutzelst, wird nicht viel innerhalb der Garantiezeit passieren. Wissen kann es keiner, da man erst mal die Jahre abwarten müsste, um einen Vergleichswert und Beweis zu haben.

Ich würde mich immer Fragen, ob ich die 10 Prozent zusätzliche Leistung überhaupt nutzen kann. Bei 1920 Pixel mit guter 3D-Karte, warum nicht. Bei Encoding, warum nicht. Bei Standard 1280 Pixel und normalen Spielen, wozu?

Antworten 3D Mann

also ich denke, dass man das thema nicht mit "professionell" oder "unprofessionell" abstempeln kann, darüber muss sich jeder selbst sein bild erstellen...

ich war bis vor einem halben jahr auch noch so, dass ich nie übertakten wollte. das aber aus dem grund, da ich angst hatte, dass ich damit meinen computer kaputtmache. ich denke, so geht es auch den meisten, die oc kategorisch ablehnen.

tja, das war, bis mich die benchmark-wut übermannt hat. danach gings los: CPU hochtakten, grafikkarte hochtakten, hier ein wenig was optimieren, vcore runter, etc....

und seitdem ich mich intensiver mit dem thema beschäftige, macht es mir wirklich sehr spaß. ja, es macht tatsächlich spaß, herumzuprobieren, ob diese kombination funktioniert, oder diese. wieviel grad hat man bei dieser kombo, wieviele bei dieser, etc....

aber im endeffekt ist es genau das selbe thema, wie das derzeitige 8gb-RAM-thema.... eine partei sagt: "ja!", die andere "nein, braucht man nie! 4gb reichen auch!"... hier muss sich auch jeder sein urteil bilden, ich für meinen teil finde 8gb durchaus sinnvoll. übertakten übrigens auch....

mal sehen, die overdrive-messe wäre schon sehr interessant, aber leider fehlts mir da noch an know-how um mitzumachen....

Antworten lukisbg

@PaddyBomb


Solange du deine CPU unter 60°C hälst schadet das nicht wirklich.
Ob die CPU nun 5 oder 4 Jahre hält macht da auch keinen Unterschied!

Wenn man sich schon einen e8600 kauft sollte man den auch etwas übertakten, da das sonst rausgeschmissenes Geld wäre. Da der e8600 einen Multi von 10 hat lässt er sich auch gut und hoch takten. 3,8-4Ghz sollten da bei einigermaßen gutem Kühler kein Problem sein.

Wenn du einen so großen wert auf die Haltbarkeit legst takte doch einfach nur soweit wie es die Standartspannung zulässt (lässt sich mit CPU-Z unter Prime95 gut auslesen).

Ich denke bis so ca.3,8Ghz solltest du ohne VCore Erhöhung schon locker schaffen, mit meinem e8400 bin ich auch ohne erhöhung der vCore auf 3,6Ghz gekommen und trotz 600Mhz mehr Taktrate wird er nur maximal 5°C wärmer.

Zitat :

Weil übertakten verringert ja die "Lebendsdauer", weil der Prozessor ja dann eine Leistung erreicht, für die er nicht ausgelegt ist oder?.. oder sehe ich das falsch?????



Die festgelegten 3,33Ghz werden von Intel so festgesetzt weil das jeder der produzierten CPU´s 100%ig schafft und der kleine Boxedkühler damit auch klar kommt und das sie für mehr taktrate den unwissenden auch mehr Geld entlocken können, wobei ein kurzer Ausflug ins BIOS das gleiche Resultat zur Folge hat.

Also wenn du nicht übertreibst und auf 4Ghz+ willst wirst du wohl keinen Lebensdauer unterschied feststellen.

Antworten barnabass

Zitat :

@roesselsprung
Also allein diese Aussage ist doch schon Humbug...wenn ich dein Arbeitgeber wäre, würd ich mir ernste Gedanken darüber machen, ob das, was auf deinem Gehaltsscheck steht, auch gerechtfertigt ist...und sich selbst dann auch noch als IT-Pro bezeichnen...


Wieso? Weil er recht hat?

 
Zitat :


Ich will dich jetzt ja nicht persönlich angreifen, aber das ist echt ein Widerspruch in sich, ich bin sicherleich kein "IT Pro", bin auch erst 19, aber hobbymäßig schon seit 14 am Rechner und momentan als Praktikant bei einer IT-Firma und habe mir schon das ein oder andere Wissen angeeignet und kann dir dazu nur sagen: Wenn du irgendein CT-Bild, oder machen wir es allgemeiner, irgendeine Datei immenser Größe ( oder eben viele Dateien ), verwalten, hin und her schieben angucken oder sonstwas willst, dann würde dir eine Vernetzung von mehreren Servern oder mehrere Festplatten im RAID deutlich mehr Leistung bringen als ein Serverprozessor der 100 oder 200MHz übertaktet ist...Serverprozessoren sind bekanntermaßen darauf ausgelegt, viele Prozesse gleichzeitig zu bearbeiten, aber dennoch können die schon genügend Leistung zur Verfügung stellen, um eine Datei zu suchen, oder zu öffnen, oder zu verschieben oder wie auch immer...


Xeons oder Opterons sind fast 100% identisch zu den Desktopprozessoren! Die Unterschiede liegen z.B. in der Multi-CPU-Fähigkeit (bei Opterons sind das kohärente HT-Links) und ausführlicheren Tests in der Produktion (Selektion). Die unterschiedlichen Pin-Layout sind teilweise nur gewählt, damit die CPUs auch äußerlich zu unterscheiden sind.

 

DU weißt überhaupt nicht, was auf diesen Servern mit den CT-Bildern geschieht! Du weißt nicht, wieviele Useranfragen in diesem Krankenhaus ständig auf diese Server aufschlagen. Du weißt nicht wie anspruchsvoll die Datenbanken sind, die dort zu Werke gehen; Du weißt ebenfalls nicht, ob auf diesen Servern nicht eventuell sogar noch andere Dienste laufen.

 

Und dennoch behauptest Du zu wissen, daß die CPUs kein limitierender Faktor sind?

 

Ich glaube einfach mal nicht, daß es hier um Fileserver für Bilddateien geht.

  
Zitat :


und zu deinem restlichen statement, ist jetzt nicht direkt böse gemeint oder so, aber wer gibt dir eigentlich das Recht dich "IT Pro" zu nennen und das Übertakten generell als unprofessionell darzustellen?? Hast du schon mal darüber nachgedacht, wie z.B. Intel oder AMD die Taktraten für ihre CPU's festlegen? Richtig! Durch viele lange eingehende tests, und was machen sie unter anderem dabei? verschiedene Taktraten "ausprobieren" um es mal ganz "Laienhaft" darzustellen...


EBEN! Intel und AMD testen ihre Chips AUSFÜHRLICH und geben sie dann für bestimmte Geschwindigkeitsklassen frei.
Und DU meinst nun also, daß diese Tests alle Blödsinn wären und übertakten in Geschwindigkeitsbereiche, in denen die CPUs im Werk noch durch die Tests durchgefallen sind, besonders sinnvoll wäre?
Damit widersprichst Du Deiner eigenen Aussage, daß Intel und AMD durch ihre langen Tests irgendetwas herausgefunden haben.

 
Zitat :


Und zum Thema Sicherheit bzw. wie lange ein System hält, ich habe neben mir einen Pentium 2 stehen, der bei mir zu hause immer allen möglichen Experimenten herhalten muss, mein Hauptrechner ist es schon lange nicht mehr, aber ich habe ihn schon seit zig Jahren, sein Standardtakt ist 400MHz und ich hab von Anfang an auf 500MHz laufen lassen und er läuft bis heute...sicherlich tut das nicht jede CPU, aber allein die Annahme, nicht-übertaktete CPUs würden länger durchhalten ist doch komplett sinnfrei...


Du hast von Statistik keine Ahnung.

 

Mit EINEM kannst Du keine Statistische Aussage treffen. Beispiel: Meine Oma ist inzwischen ungefähr 100 Jahre alt. Kann ich deswegen nun sagen, daß alle Menschen 100 werden? Nein, natürlich nicht.
Du hast eine CPU, die hält. Allerdings auch noch in einem so groben Verfahren hergestellt, daß Effekte wie Elektronenmigration herzlich egal sind. Bei ca 180nm Strukturbreite ist die Abnutzungseffekte nunmal noch herzlich egal. Wenn Du an einer 6-spurigen Autobahn an einem Seitenstreifen ein 1m breites Stück der Fahrbahn rausbrichst, dann stört das den Verkehr nicht wirklich.
Wenn Du nun nur noch eine schmale Fahrbahn hast, ohne Randstreifen, und dort ein 1m breites Stück von der Fahrbahn rausbrichst, dann gibt es Probleme.

 

Die Strukturbreiten sind inzwischen bei 45nm. Durch Übertaktung und angehobene Spannungen altern die Chips schneller. Das ist zwar auch bei Deinem P-II der Fall, allerdings bei weitem weniger schlimm in der Auswirkung.

 

Nur weil Du keine Ahnung hast, was im Halbleiter für Vorgänge vor sich gehen, kannst Du nicht einfach anderen die Ahnung absprechen, da sie vor den Risiken, die Du gar nicht kennst, warnen.

 

Kein großes Unternehmen wird jemals Server übertakten. Es ist viel wichtiger, daß die Systeme 24/7 jeder Zeit laufen, als daß irgendetwas vielleicht 3% schneller läuft aber dafür die Ausfallwahrscheinlichkeit steigt.

 

Daher auch RAID-5 und nicht RAID-0. Jeder weiß, daß RAID-5 langsamer ist. Das spielt aber überhaupt keine Rolle. RAID-0 gibt es in Unternehmen i.d.R. nicht. Höchstens und ausnahmsweise für echte temporäre Daten.

 


Zitat :


Jede CPU ist mehr oder weniger unterschiedlich und solange es keine "Montags-CPU" ist, wird die schon nicht so schnell ihren Geist aufgeben und es gibt keine Tests, Studien oder sonstwas die belegen das eine Übertaktung der CPU die Lebensdauer verringert...


Das ist falsch. Die Alterung von Halbleiterbaulelementen kann leicht gezeigt werden. Du brauchst nur einen Transistor und ein Mikroskop.
Falls Du mal etwas naturwissenschaftliches studieren wirst, wird es Dir vielleicht mal in einer E-Technik oder Physik-Vorlesung begegnen.
Ich habe solche Bilder bereits gesehen.

 

Elektronenmigration kann auch berechnet werden.

 
Zitat :


das man es nicht übertreiben sollte ist schon klar, aber wenn ich z.B. ein Metallrohr habe, was für 3Bar Druck ausgelegt ist, wird es nicht gleich platzen, wenn man 3,3 Bar Druck durchjagt....


Aber eventuell werden die Nahtstellen früher brechen, da sie diese Belastungen eben nicht auf dauer aushalten.
Der Grund, warum es überhaupt hält ist der folgende: Es wird mit einer sogenannten "Sicherheit" produziert. Nur so kann man nämlich sicher sein, daß auch innerhalb normaler Schwankungen im Herstellungsprozess die versprochene Leistung / Qualität geliefert werden kann.

 

Wenn Du also eine CPU mit 3GHz kaufst, dann wird sie höchstwahrscheinlich auch etwas mehr verkraften. Aber ob sie dann noch für normale Schwankungen und in Extremsituationen "Luft" nach oben hat, das ist eine ganz andere Frage.

 

Und wenn es dann noch etwas weiter getrieben wird, z.B. durch Erhöhung der Kernspannung Hot-Spots entstehen (nein, das zeigt keine Temperaturanzeige an), und lokal die CPU viel schneller altert, dann wird plötzlich und unerwartet, vielleicht nach einem halben Jahr, vielleicht aber auch nach ein paar Tagen oder Wochen, die CPU nur noch instabil laufen.
Und dann hast Du einen kaum zu findenden sporadischen Fehler. "An der übertakteten CPU kann's ja nicht liegen, denn die läuft ja schon seit Wochen stabil." Irrtum.

 
Zitat :


Viel entscheidender ist die eigentliche Qualität der CPU selbst und die hängt einzig und allein vom Hersteller bzw. den Materialen ab, danach kann man sich drüber streiten was dann kommt...


Das ist so nicht ganz richtig. Die Qualität hängt oftmals von der Position auf dem Wafer ab! Die in der Mitte eines Wafers geschnittenen sind häufig qualitativ besser, da exakter ausbelichtet.
Das hat nichts mit den gewählten Materialien zu tun (also high-k oder SOI), sondern mit winzigsten Schwankungen in der Produktion selbst. Wenn der Stepper irgendwo mal gestottert hat und in einem der vielen Bearbeitungsschritte nicht so ganz 100%ig gearbeitet hat oder Unreinheiten im Wafer selbst auftreten, dann ist ein Chip meistens gleich unbrauchbar. Manchmal aber vielleicht auch nur "nicht so gut" wie die benachbarten.
Bei diesen Herstellungsverfahren muß über die anschließende Selektion erst festgestellt werden, wie gut die Chips wirklich sind. Es gibt nicht ohne Grund nur eine Yield-Rate von ca 70%.


Nachricht bearbeitet von derGhostrider am 26.12.2008 um 16:53:44
Antworten derGhostrider

Der Ghostrider geht ab :D.

Aber ich muss dir recht geben, ist mindestens so wie die Leute die meinen sie kriegen ihren Q9550 selbst auf das Niveau des Q9550s, mag ja stimmen, aber sie durchlaufen niemals denselben Prozess und somit kann auch niemand mit absoluter Sicherheit sagen, ja die arbeitet fehlerfrei, oder auch sozusagen so, wie vom Hersteller vorgesehen. Es hat seinen Grund warum es ULV CPUs und normal CPUs gibt O.o.

PS: Bin schon am überlegen, ob ich mir den E8500 als Xeon zulege.. leider gitbs den 8600er nicht so :(.

Das übertakten an irgendeiner Servercpu würde ich aufgrund der zuverlässigkeit aber lieber lassen..

Antworten Levi88
- 0 +

Stimme Ghostriders Aussage en gros zu, allerdings sehe ich dies längst nicht so eindimensional:

. Halbleiterhersteller (Intel, AMD, nVidia, ...) legen nicht offen wie sie testen. Sie sagen: "Wenn Sie eine CPU von uns mit XY GHz kaufen u. sie verrechnet sich oder fällt innerhalb der Garantiezeit aus, so können Sie sie umtauschen." Ganz konkret: Ob eine 3,17GHz wirklich besser getestet ist als eine 3GHz CPU mag in Einzelfällen gerne zutreffen - die Regel ist's eher nicht. Solche Testmaschinen sind sehr teuer - selbst kleinere Halbleiter Tester kosten mehrstelle Millionenbeträge. Diese Tester sind voll ausgelastet (24/7). Es wird sehr viel Geld verwendet, um Testprogramme noch schneller durchlaufen zu lassen. Aus dieser Kosten- und Zeitstruktur (Testen dauert u. "überflüssige" Tester hat keiner) ergibt sich, dass Hersteller nicht so arbeiten können: CPU erst mit 3,17GHz testen u. bei Fehlfunktion mit 3GHz testen. Das gibt's nur in Einzelnfällen u. in größeren Sprüngen: Beispiel Feature Binning / Harvesting. Besteht die CPU den 3,17GHz Test nicht u. es liegt am Cache, dann werden ein paar e-fuses durchgebrannt u. das Ding mit halben Cache verkauft (u. getestet).

. Etwa 1x pro Jahr stellen die Hersteller neue Produkte vor (-> Beispiel tick/tock Intel). Sie müssen aber das gesamte Jahr CPUs verkaufen. Die schlussendlichen CPU Ratings richten sich natürlich auch nach der Nachfrage. Und wenn eine bestimmte GHz häufig nachgefragt wird, dann muss sie auch produziert werden. Ähnliches gilt für den Yield: Dieser verändert sich kontinuierlich - allerdings steigen die aktuellen GHz Grenzen nicht kontinuierlich, sondern in Sprüngen. Auch hieraus ergibt sich, dass eine CPU/GPU nicht ausschließlich mit einer bestimmeten GHz läuft.

Es gibt Selektion, aber nicht in dieser "perfekten" Reinform, wo eine CPU/GPU wirklich nur das kann was draufsteht (GHz).

Ich würde daher auch nicht unbedingt von "Overclocking" sprechen, wenn ich eine CPU die im gleichen Stepping auch mit einer höheren GHz verkauft wird. Der Hersteller kann lediglich testen, ob das Ding funktioniert (nachdem er einen Burn In durchgeführt hat). Was der Hersteller schlecht testen kann: Wie schnell altert die CPU denn nun wirklich mit welcher GHz Zahl? Das kann man nur statistisch für eine große Anzahl von CPUs im nachhinein bestimmen.

Zusammen mit der Tatsache, dass Overclocking noch nie so einfach wie heute war (Thema: kein Chipset FSB overclocking, kein RAM Overclocking etc. notwendig), ist dieses Overclocking nicht groß bedenklich oder verwerflich. Testen muss man natürlich selbst - das hat dann der Hersteller kaum für Dich gemacht.

Antworten 7oby

@7oby:

Nunja, gezielt selektiert wird vermutlich nur für die TOP-CPUs. Wenn eine erträgliche Yield-Rate für schnellere als die verkauften TOP-CPUs erreicht würde, dann würde es ein entsprechendes schnelleres Modell geben.

Das ist ja auch nur logisch: Kein Hersteller verschenkt etwas. Es gibt dann nach und nach nochmal leichte Erhöhungen im Takt, wenn das Produktionsverfahren besser kontrolliert wird und die Yield-Rate gestiegen ist. So ist es üblich und wird seit Jahren auch so praktiziert.

Natürlich wird nun in einer Prozessorfamilie, die z.B. bis 3,6GHz reicht, vermutlich kaum auf jede einzelne Geschwindigkeit hin getestet, WENN die Yield-Raten hoch genug sind.

Was passiert, wenn die Yield-Rate hinter den Erwartungen zurückbleibt, hat ATI zu Zeiten des X800XT PE gezeigt. Der war nur in so geringen Stückzahlen lieferbar, daß viele Hersteller gar keine Karten auf den Markt brachten, die vorher angekündigt waren, da AMD nicht liefern konnte. Selbst die X800Pro (das war das nächst kleinere Modell) konnte dem Ansturm nicht standhalten, da auch hierfür die Yield-Rate noch immer zu gering war.
In diesem Fall wird wohl jeder einzelne Wafer genauestens unter die Lupe genommen, da die Nachfrage nach den teuersten Chips nicht bedient werden kann und somit jeder gefunden werden muß.

Wenn natürlich die Nachfrage über den Preis reduziert wird (1300Euro für eine Top-CPU von Intel), dann kann man es sich schonmal erlauben einen Wafer komplett auf eine niedrigere Geschwindigkeit zu testen:
Beispiel i7 920, der wohl am häufigsten nachgefragt wird: Alle intakten Kerne des Wafers bestehen die Tests für 2,66GHz => Alle wandern so in den Verkauf.
Dann muß man nur bei jedem 10. Wafer mal genauer Testen, ob auch welche dabei sind, die die höheren Taktraten abkönnen.

Aber: Ersten garantiert natürlich niemand, daß ein 920er "nur" 200MHz mehr verträgt als angegeben und sich dabei nicht verrechnet und zweitens kann auch genau das der Fall sein.
Man kann natürlich Glück haben: Es werden kaum schnelle CPUs angefragt (und deswegen nicht alle ausgesondert, die diese Geschwindigkeiten in den Tests bestehen) UND man erhält genau einen von diesen, der bei einem Test auch als schnelleres Modell verkauft worden wäre.

Es bleibt aber immer offen, ob das der Fall ist. Auch ein paar Schnelltests würde ich nicht als Garantie auffassen, daß man eine CPU wirklich übertakten kann. Man hat danach immer die Ungewissheit, sobald ein Absturz auftritt, ob dieser Absturz nun gerade dadurch ausgelöst wurde, daß die übertaktete CPU eine ganz spezielle Laufzeitkombination erlebt hat, die eben bei diesem Takt nicht passt, ODER ob es ein Absturz aus irgendeinem anderen Grunde war.
Es kann halt so sein, daß jedes Testprogramm fehlerfrei absolviert wird, aber durch Zufall in der benutzten Software genau eine bestimmte Umgebung geschaffen wird, in der die CPU preisgibt, daß sie halt doch nicht für diesen Takt geeignet ist.
Soetwas herauszufinden ist extrem Zeitaufwändig.


Kurz: Ich vermute auch nicht, daß Jeder Kern auf seine maximale Taktrate hin getestet wird und solange getestet wird, bis alle verteilt sind. Soetwas passiert nur dann, wenn die Nachfrage nach den hochgetakteten Kernen außergewöhnlich hoch ist und die Yield-Rate es erfordert.
Damit das nicht geschieht, wird die Preisschraube angezogen. So erkennt man recht gut, ab welchen Taktraten die Prozessorhersteller einen hohen Ausschuß bekommen bzw. einen hohen Testaufwand auf sich nehmen müssen, um die Nachfrage zu befriedigen.

Nur ist es eben nicht so, daß jede "intakte" CPU auch automatisch gleichwertig ist.
Das nehmen nunmal viele irrtümlicher Weise an. "Die kleinste CPU aus der Baureihe ist absolut identisch mit der größten - nur viel billiger."
So ist das halt falsch und führt dann dazu, daß sich Leute in Foren beschweren, daß ihr 2.x GHz Prozessor auf 3.x GHz nicht richtig stabil läuft, was ja angeblich gehen müsste, da es irgendjemand anders auch so hat.

Für Softwarehersteller und Endbenutzer wäre es daher sogar teilweise besser, wenn das "kinderleichte Übertakten" oder besser jegliches Übertakten unmöglich gemacht würde.
Gründe: Die Softwarehersteller würden keine fälschlichen Beschwerden bekommen, daß ihre Software instabil läuft (nur da die Hardware am Limit übertaktet ist und gelegentlich stolpert) und die Endbenutzer würden vielleicht etwas besser (performanter) programmierte Software bekommen, da es nicht so selbstverständlich wäre "mehr" Leistung auch aus weit verbreiteten, günstigen Komponenten zu prügeln.

OK, letzteres wohl leider nicht, da die Entwickler zu oft das beste der verfügbaren Hardware bekommen und der Kunde gefälligst zuzusehen hat, daß sein PC schnell genug ist. :-/ ... das das nun doch zu OT.

Also: Es wird selektiert, aber vermutlich nicht für jede CPU-Stufe einzeln - vor allem dann nicht, wenn die Ausbeute bei höheren Frequenzen hoch genug ausfällt.

Antworten derGhostrider
- 0 +

Ich habe noch ein paar Praxiswerte zu bieten:

http://img110.imageshack.us/img110/9025/ocerfahrungensn1.png

Diese CPUs liefen mehrere Jahre. Der Pentium-III 933MHz OC läuft auch noch heute täglich (!). Einige andere auch - allerdings nicht mehr täglich. In den Zahlen stecken immerhin mehr als 15 Jahre OC Praxis-Erfahrung. Es sind keine fuschneuen Core CPUs enthalten, denn für diese kann wohl kaum jemand mehrjährige Alterungserscheinungen nachweisen.

Pi mal Daumen - ohne natürlich die statistische Masse zu haben u. auch ohne genau auf die Charakteristika einzelner CPU Typen u. Herstellungsprozesse einzugehen:

. OC ohne VCore zu erhöhen ist eine verdammt sichere Angelegenheit. Testen muss man natürlich trotzdem ob's stabil läuft (Prime95 etc. pp.) Diese OCs laufen um viele Jahre länger als der jeweilige Besitzer die CPU verwendet. Und allen Unkenrufen zum Trotz kann man hiermit auch hervorragende OC Ergebnisse in % erzielen.
. OC mit VCore Erhöhung ist dann relativ sicher, wenn es CPUs mit gleichem Die + Stepping gibt, die diese VCores tragen u. verkauft werden. Dieses habe ich "produktlinienkonformes" OC genannt.
. OC mit VCore jenseits sämtlicher Herstellerangaben verkürzt die Lebensdauer. Für einen Gamer, der die CPU oft nur 1 - 1,5 Jahre behält ist dies allerdings nicht weiter tragisch. Zusätzlich spart der Gamer eine Stange Geld. Testen muss er natürlich u. Abstürze können auch immer auf Alterung zurückzuführen sein. Das macht die Analyse von BSOD aufwändig. Übrigens: Kauft keine CPUs mit garantiertem OC bei e-Bay (es sei denn sie sind fuschneu). Die sind dann nämlich schon gealtert.

Und dass jede CPU individuell ist und unterschiedliches OC Potential hat ist doch kalter Kaffee, oder?

Antworten 7oby

@7oby:
Nunja, ich habe Rechner erlebt, die nach ein paar Monaten in übertakteten Bereichen einfach nicht mehr stabil liefen. Da fing ich dann an nach dem Fehler zu suchen und wurde irgendwann mit der Information beglückt, daß der PC "eine Zeit lang" übertaktet war, aber das ja nun wieder zurückgenommen wurde und es deshalb daran nicht liegen könne....
Fakt war aber, daß auch nach einer Neuinstallation und sonst anscheinend intakter Hardware das System nie mehr wirklich stabil wurde.

Das Risiko ist halt da. Selbst in Deiner Liste sieht man, daß spürbare Alterungen aufgetreten sind, und das selbst bei "relativ humanen" 33% OC und noch recht groben Strukturen (0,18µm, PIII).
Je feiner die Strukturbreiten, desto ehr behaupte ich nun einfach mal, werden sich Alterungserscheinungen bemerkbar machen.

Sicher ist da eigentlich gar nichts.

Natürlich sind Deine Ratschläge soweit richtig, ich persönlich möchte den Leuten nur lieber klar vor Augen halten, was für ein Risiko sie eingehen, damit sie darüber genau nachdenken. Sonst füllen sich die Foren so schnell mit:
"Ich kann nicht mehr auf x,yz GHz übertakten." und
"Warum kann ich nicht auf x,yz GHz übertakten, jemand anders aber schon" und natürlich
"Warum stürzt mein PC plötzlich ständig ab?" - Untertitel: "... an der Hardware liegt es nicht, ich habe eine 2,2GHz CPU auf 3,4GHz übertaktet."

;) Du verstehst schon, was ich meine.

Von mir aus soll jeder (außer mir) seinen PC kaputtspielen. Aber denk nur an den Speicherplatz der Forenbetreiber!

Antworten derGhostrider
- 0 +

derGhostrider schrieb :

übertaktet war, aber das ja nun wieder zurückgenommen wurde und es deshalb daran nicht liegen könne....


Ergänzend: CPUs ohne OC altern auch. Und erheblicher als man denkt. Das lässt sich auch sehr gut zeigen: Diejenigen, die CPUs undervolten suchen niedrigsten VCore mit dem eine CPU gerade noch bei einer bestimmten MHz/GHz läuft. Somit verbraucht sie am wenigsten Strom, erzeugt die geringste Hitze u. die Kühllösung kann entsprechend leise oder klein ausfallen.

 

Nach etwa 1/2 Jahr kann es durchaus passieren, dass die CPU dann nicht mehr mit dem ursprünglichen Undervolting läuft. Bei Bedarf hab' ich dafür auch Referenzen. Gerade auch bei den neuesten Core2 65nm/45nm CPUs. Und das obwohl ja mittels Undervolting die geringste Alterung auftreten sollte.

 

Für die CPU Hersteller ist das kein Problem. Deren VCore ist so ausgelegt, dass sie den Garantiezeitraum schon überstehen. Und damit sind wir natürlich wieder am Anfang: Bei OC keine Garantie.

 

Kann schon sein, dass je kleiner die Strukturbreite, desto schneller das Altern. Auf der anderen Seite hat man die VCore ja auch von 5V auf teilweise 0,9V gedrückt im Laufe der Zeit. Diese Effekte sind entgegengesetzt. Welcher stärker ist kann ich schlecht sagen. Ich gehe davon aus, dass es ausbalanciert ist.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 04.01.2009 um 12:55:31
Antworten 7oby

hallo zusammen

hab jetzt des öfteren gelesen, dass durch übertaktung die 'lebenserwartung' des prozessors etc. deutlich sinken würde. das mag zum einen sein, andererseits muss man sich klar machen, dass man vielleicht die CPU / gpu gar nicht so lange benutzt, um jemals den verfrühten tot mitzuerleben. selten wird ein pc länger als 3 jahre genutzt, dann wird meist neue hardware angeschafft - oftmals sogar noch eher. so gesehen braucht man sich deshalb keine gedanken machen, wenn man einigermaßen moderat übertaktet (+20-40%).

ich versteh nicht, wenn die möglichkeiten zum übertakten gegeben sind, warum man es dann auch nicht machen sollte. natürlich sollte man immer wissen, was man tut und es immer aus eigener verantwortung unternehmen - aber es ist wie so vieles andere auf der welt: ein durchaus lukratives risiko... aber eben stehts kalkulierbar! bei hardware-anschaffungen achte ich explizit darauf, dass ich übertakten kann, bzw. die voraussetzungen dafür sehr günstig sind. ich seh das einfach von der praktischen seite, denn so kann ich eine menge geld sparen.

mein pc: http://www.sysprofile.de/id92703

mich würde folgendes interessieren: mein E8400 läuft standartmäßig mit 3.0 GHz @ 1.225 Vcore
momentan läuft meiner mit 3.6 GHz @ 1.184 Vcore

lebenserwartung besser oder schlechter :)


Nachricht bearbeitet von defensoooor am 13.01.2009 um 22:27:17
Antworten defensoooor

@defensoooor:
Du weißt nie wie lange eine CPU übertaktet überlebt. Das kann 3 Jahre lang gut gehen, das kann aber auch nach wenigen Monaten oder gar Wochen ganz anders aussehen.

Du hast die Spannung um 50% erhöht! Rate mal, was da mit der CPU passiert... jünger wird sie auf jeden Fall nicht.

Antworten derGhostrider

@derGhostride

 

ich hab die Spannung um 50% erhöht??? wie kommst du denn bitte darauf?! :o ich hab sie von standardmäßig 1.225 Vcore auf 1.184 Vcore gesenkt (trotz übertaktung von 20%). bin grad nich an meinem Rechner aber reiche gerne eine CPU-z-screenshot nach. deshalb würde ich ja gerne wissen, ob dass dem potentiell früheren tot durch höhere taktraten entgegenwirkt.


Nachricht bearbeitet von defensoooor am 14.01.2009 um 21:27:30
Antworten defensoooor

Merkwürdig, Da habe ich mich wohl um eine 1 verlesen. (Habe 1,84 anstelle von 1,184 gelesen.)

Antworten derGhostrider

1,84 ist mit luft nichtmehr zu kühlen und bei der vid ist die CPU da einmal gut durch :p.
Mehr als 1,4V solltens unter miefquirl nicht sein.

Antworten Levi88
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Also ich finde übertakten recht praktisch, ich habe einen e6300 drin und den betreibe ich momentan mit moderaten 50% +
Vieleicht hält die CPU nicht mehr ganz so lange aus wie sie es auf Standardtakt würde.

Die CPU kommt doch wenn wir mal ehrlich sind eh bei einem Standardgamer nach allerspätestens 3 Jahren in die Tonne oder wird bei ebay verramscht.


Bei zweikerner- Anwendungsbenches von everest nähert sich mein kleiner e6300 dem Core 2quad extreme, der vor einem Jahr noch fast einen tausender kostete, recht nah ran.

Ich habe die CPU noch höher bekommen für den Dauerbetrieb wäre das im Moment aber nicht nötig.

Von daher finde ichs eine gute Sache das Silizium noch ein wenig zu fordern bis es eh gegen getauscht wird.


Ich glaube zudem das im allgemeinen die Hersteller Modelle oft beschneiden, um Engpässe zu vermeiden oder keine zu umständliche Produktion zu haben.
Wenn der Chip ein besseres Potenzial hat, kann man das ja ruhig nutzen.

Antworten ka0t

Also ich übertakte nur geringfügig und nur nachdem ich sicher bin, dass nichts beschädigt werden kann.

Wenn ich die Leistung nicht brauche läuft das System auch mit weniger Takt.
Als Beispiel die Grafikkarte läuft bei älteren Spielen mit 500/700 MHz bei neueren mit 800/1000.
Bei sehr alten mit 300/500 (cs 1.6)

Damit spar ich nicht nur Strom, sondern hab auch immer die Leistung die ich brauch.
Prozessor läuft mit Referenztakt.
Nur wenn ich die Leistung brauch übertakte ich.
Zum Beispiel wenn ich größere Mengen Videomaterial umwandeln muss.

Antworten Arhey

Also ich hallte übertakten durchaus für sinnvoll zumindest für Gamer da die benutzte Hardware sowieso nach 3-4 Jahren total veralltet ist und man sich neue Kaufen darf. Bei office Rechner halt ichs nicht ganz für Sinnvoll also wenn wir alle 4 Jahre die Pc´s von allen Büromitarbeitern erneuern dürften würd das schon ganz schön aufs Geld gehen. Übertakten für Gamer auf jeden Fall!!! Bei Office Rechner nicht ganz so sinnvoll

Antworten Cris-Cros
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Zitat :

Ebenfalls überarbeitet hat AMD das hauseigene Overclocking-Tool AMD Overdrive, das in der Version 3.0 auch anwendungsspezifische Profile kennt: Es stellt nun automatisch fest, wenn bestimmte Anwendungen starten und aktiviert das dazu hinterlegte Profil. Damit versucht AMD, etwas gegen den Turbo Mode von Intels Core i7 zu setzen. Dieser hebt den Multiplikator automatisch an, wenn das thermische Budget noch nicht erschöpft ist. AMD versucht das nun in Software.

http://www.heise.de/newsticker/AMD [...] ung/136590

 

Anwendungsspezifisches Profil bedeutet, dass er bei Spiel XY mit 3,6 GHz läuft bei Prime95 aber nur mit 3,2 GHz. Wenn man das in Hardware macht wie Intel, dann hab' ich da keine so großen Bedenken, denn man weiß, dass stabiles OC von der Temperatur abhängig ist u. solange ich innerhalb dieser Box bleibe passiert nichts.

 

Beim "konventionellen" Overclocking z.B. mit prime95 (oder auch im paranoid Modus mit linpack) versucht man den Worst-Case zu simulieren u. wenn der fehlerfrei läuft, dann kann man sich ziemlich sicher sein, dass die gesamte Geschichte schon so passt.

 

Wenn ich primestabil nur bis 3,2 GHz komme. Abe rein Spiel zunächst problemlso mit 3,6GHz läuft, dann kann ich das so als Anwendungsspezifisches Profil wohl in dem AMD Tool hinterlegen. Nun kann es aber in dem Spiel vorkommen, dass in Level Z das nicht mehr stabil läuft u. dann hab' ich ein Problem.

 

Ich find's sogar etwas unverantwortungsvoll wie AMD das Thema Overclocking angeht. Der User bestraft sich mit dem Feature nur selbst. Beim Core i7 bringt der TurboMode 3-4%:
http://www.anandtech.com/cpuchipse [...] =3448&p=10
Das ist nicht viel, aber bei 3,2GHz entspricht das in etwa einem Sprung auf 3,3GHz durchschnittlich. So hätte ich mir das auch von AMD gewünscht u. nicht anders.

 

Wenn man bestimmte Dinge versucht in Software zu machen, dann geht das schief. Und zwar genauso schief wie die ersten Versuche die CPU Leistung beim erreichen der kritischen TJunction Temperatur zurückzunehmen:
http://www.tomshardware.com/de/Ath [...] 342-6.html
In den Fällen war die Latenzzeit zu groß, die es gebraucht hat bis das BIOS regelnd eingegriffen hat. Die Latenzzeit wurde u.a. von den Temperaturdioden unterhalb des CPU Sockels erzeugt, die der Kerntemperatur immer etwas hinterher gehinkt haben. Intel's hardware basiertes Overclocking überwacht das Temperaturbudget. Ist es nicht erschöpft erlaubt es mehr Takt. Innerhalb von microsekunden kann es den Takt ändern. Mit einer Softwarelösung funktioniert genau das nicht: Wie lang ist ein time slice im Windows scheduler? Ich weiß es jetzt gar nicht auswendig - wurde auch mehrfach geändert. Sind aber sicher einige millisekunden. Das heißt bevor mein Überwachungsprogramm (so ich das überhaupt hätte - AMD hat das wohl auch nicht) überhaupt bemerkt, dass die CPU temp aus dem Ruder läuft ist es schon zu spät u. die CPU hängt/crashed.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 23.04.2009 um 08:52:42
Antworten 7oby

... wobei man anmerken sollte, daß selbst durch Throtteling gebremste P4s gelegentlich abgeraucht sind. Im Unternehmen habe ich beide Fälle erlebt: Kühler fällt ab, CPU überlebt und "Kühler verdreckt" => CPU (halb-)tot.
Manchmal helfen also selbst die integrierten Regelungsmechanismen nicht.

Das Problem einer Software-basierten Regelung sollte aber jedem bewußt sein: Wenn z.B. die CPU gerade blockiert wird, dann kann auch dieses tolle OC-Tool nicht mehr rechtzeitig eingreifen, wenn die Temperatur kritisch wird. Dann treten nicht nur die von 7Oby genannten Verzögerungen auf, sondern noch weitere, durch das Scheduling der Tasks (falls es nicht gerade so oder so komplett auf Eis gelegt wurde durch fehlerhafte Programme).

Nunja, ich bin eh sehr skeptisch, was den Nutzen von OC betrifft. Wer benötigt bei einem 3,2GHz Prozessor schon noch die 3% Mehrleistung?
Vor allem, wenn soviel Schrott im Hintergrund läuft, daß man auf einem aufgeräumten System auch ohne OC diese Leistungssteigerung erreichen oder gar übertreffen könnte. ;)

Antworten derGhostrider
- 0 +

Tomshardware hatte den Kühler während dem Betrieb des Pentium-4 damals abgenommen und es ist nichts weiter passiert:
http://www.tomshardware.com/de/Ath [...] 342-4.html
Das heißt natürlich nicht, dass dies immer funktionieren täte. Intel hat den Thermal Monitor auch weiterentwickelt in den TM2:
http://www.tomshardware.com/de/CPU [...] 862-3.html
dieser hat noch kürzere Latenzzeiten und ist noch effizienter (durch Voltage drop). Inzwischen ist es sogar so, dass wer (= BIOS) diese Mechanismen in der CPU nicht aktiviert, der betreibt die CPU außerhalb der Spezifikation u. hat keinerlei Garantieansprüche gegenüber Intel. Das aber nur am Rande. Dieses Thermal Management über die Jahre zu verfeinern ist eben die Grundlage für das was heute der "Turbo Modus" beim i7 ist.

 

AMD hat das noch nicht. Was AMD mit ihrem Overclocking Tool an die Hand gibt ist für sich genommen schon eine Frechheit:

Zitat :

AMD refers to as the Advanced Clock Calibration (ACC) value. Typically this value has a range of -2 to 0, on motherboards with the SB750 that support ACC the value can be set from -12 to +12. Higher numbers should allow for higher clock speeds, while lower values should allow for lower voltages/lower power operation.

 

Even after further pressuring, AMD wouldn't tell us what this value actually adjusts [...]


http://www.anandtech.com/cpuchipse [...] i=3360&p=2

 

Lächerlich! Ein Feature, von dem AMD weder verrät was es tut noch wie man es sinnvollerweise zu benutzen hat. Dieses gesamte Tool ist ein Witz, wenn man sich das anschaut:
http://www.anandtech.com/cpuchipse [...] 0&p=3&cp=2

 

AMD hat also keine Hardware für diesen Zweck will aber irgendwie mit Voodoo doch in den Benchmarks ganz oben stehen. Mir ist klar warum sie solche Tools herausgeben insbesondere warum sie unbedingt dieses per Application Overclocking haben wollen:

Zitat :

AMD will add new profiles as time goes on.

http://www.anandtech.com/cpuchipse [...] i=3551&p=4

 

Da werden jetzt Profile für 3DMark Vantage, Sisoft Sandra, Crysis etc. hinterlegt. Für die ganze Benchmarksuite der Online Redaktionen. Keines dieser sinnvollen Applikationen läuft bei mir.

 

Vielleicht nützt das Feature ja tatsächlich einem großteil der User. Kann schon sein. Aber wenn man bedenkt, dass AMD Plattformen sich in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben wenn es um nicht funktionale Anforderungen wie "läuft einfach out of the Box", Stabilität etc. ging, dann ist dieses Feature dem sicherlich nicht förderlich.


Nachricht bearbeitet von 7oby am 23.04.2009 um 16:11:57
Antworten 7oby

Nunja, AMD sitzt "ein bisschen" in der Klemme. Schau Dir nur die Benchmarks an.
Nachvollziehen, warum sie es auf diese Weise versuchen, kann ich zwar, aber den Weg kann ich trotzdem nicht gut heißen.
Andererseits kocht auch Intel nur mit Wasser und nachdem sie beim P4 Jahrelang hinter AMD hinterherhinkten, liegen sie nun seit längerer Zeit wieder vorn.
Das wird nun aber ein wenig off-Topic.

Antworten derGhostrider

PaddyBomb schrieb :

Ist es eig. sinnvoll seinen Pozessor (Duo Core E8600 2x3.33 GHz) zu übertakten, wenn man ihn noch lange lange haben will?

Weil übertakten verringert ja die "Lebendsdauer", weil der Prozessor ja dann eine Leistung erreicht, für die er nicht ausgelegt ist oder?.. oder sehe ich das falsch?????

Bitte um Rat ...mfG: PaddyBomb



Das Stichwort lautet hier Elektromigration:

http://de.wikipedia.org/wiki/Elektromigration

:hello:

Antworten drogii

Also ich finde sowas in Ordnung, wenn ich mir vorstelle... ich habe mir damals gesagt (vor etwa 2 Jahren) ich lasse meinen E6300 1.86 Ghz aufm Standart takt bis es nicht mehr geht... Nunja... dann habe ich mir ma eben neue Hardware in Form von Mainboard: MSI P45 FIR und neuen RAM 4GB DDR2PC800 OCZ XTC geleistet.
Nun habe ich meine CPU ma eben von 1.86 auf 3.0Ghz hochgeschraubt und siehe da, knappe 80%Mehr Leistung im System für läppische 150€ ... Wenn man es richtig macht ist es Super... was aber Quatsch ist wenn man sich ne Nagelneue CPU holt und die direkt mal Hochdreht...

------------------------------ E6300 1.86Ghz@ 3.0Ghz OC Rockt die hütte^^
Antworten Kyrox

Kyrox schrieb :

Also ich finde sowas in Ordnung, wenn ich mir vorstelle... ich habe mir damals gesagt (vor etwa 2 Jahren) ich lasse meinen E6300 1.86 Ghz aufm Standart takt bis es nicht mehr geht... Nunja... dann habe ich mir ma eben neue Hardware in Form von Mainboard: MSI P45 FIR und neuen RAM 4GB DDR2PC800 OCZ XTC geleistet.
Nun habe ich meine CPU ma eben von 1.86 auf 3.0Ghz hochgeschraubt und siehe da, knappe 80%Mehr Leistung im System für läppische 150€ ... Wenn man es richtig macht ist es Super... was aber Quatsch ist wenn man sich ne Nagelneue CPU holt und die direkt mal Hochdreht...



naja so sinnfrei ist das garnicht. für leute die nicht viel geld haben ist dies eine gute alternative sein system zu pimpen. btw wechselt man eh nach 3-4 jahren die hardware wenn man zocker ist denn wenn man nur programme nutzt brauch man nix übertakten.

Antworten drogii

Ok sorry hast mich falsch verstanden, hab mich auch falsch ausgedrückt. Meinte eher solche Leute wo sich ne dicke CPU für 200-300 € kaufen und die direkt hoch schrauben. Weil in der Preisklasse haben die Cpu´s meisten schon genug Dampf

------------------------------ E6300 1.86Ghz@ 3.0Ghz OC Rockt die hütte^^
Antworten Kyrox

michimi2007 schrieb :

also da video is doch mal extrem genial


Jo! Hau deinen E7400 auch auf 5V VCore und 10 GhZ und machs nach -.-

Trotzdem schön das du es noch kommentierst nach fast 2 Monaten.

Zum Thema: Ich hatte den Plan, mir mit sehr knappen Budget einen gebrauchten (einigermaßen) spieletauglichen Rechner zusammenzubasteln. Also hab ich gegoogelt, welche älteren CPUs das beste Overclocking-Potential haben (hatten), dies bei moderatem Stromverbrauch und günstigem Secondhand-Preis. Herausgekommen ist dieser hier

Etwas unvernünftig fand ich im Test, den VCore auf 1,5V anzuheben. Für den Dauerbetrieb ist das absoluter Mist, selbst für Benchmarks würd ich meinen kleinen Rechenkollegen nicht so quälen. Ich hatte mir als Ziel gesetzt, rund 3 GhZ zu erreichen und den VCore nicht anzuheben (wg. E-Migration und Stromverbrauch)

Ich habe dann den E2160 eines Kumpels bekommen: 2 Jahre alt, Freundschaftspreis, ohne Rechnung, jedoch erwiesenermaßen noch nie übertaktet (lief auf einem AsRock-Board :D). Dieser rennt jetzt auf FSB333x9=3000MhZ und Standard VCore. Dank Speedstep nur 2 GhZ und noch weniger VCore im Idle. Primestable isser und die Temps sind dank Arctic Freezer absolut in Ordnung.

Übertakten, sinnvoll oder unprofessionell?

Meiner Meinung nach sinnvoll in einem gewissen Rahmen. Es bringt nichts einen P4 zu nehmen und ihn auf 4 GhZ zu prügeln, genausowenig wie einen C²D, der als "Montagsmodell" 1,49V braucht um stabil auf 4 GhZ zu laufen - unprofessionell. Wenn man weiß was man tut und dabei etwas seine HW im Hinterkopf behält: absolut sinnvoll

Gruß

Antworten peter321

Für mich geht es beim Übertakten schlicht und einfach darum herauszufinden was möglich ist.
Solange man weiß, was man tut, sehe ich darin auch keinerler Nachteile.
Im Gegenteil, was spricht gegen mehr Leistung? Für mich ist es eindeutig keine Unprofessionalität zu schauen, was mit einem Günstigen Prozessor machbar ist.
Natürlich könnte ich mir gleich einen i7 965 kaufen und den übertakten, aber darum geht es nicht. Es geht darum, das Maximale aus seinen Möglichkeiten herauszuholen und Spaß dabei zu haben.
So ist und war es zumindest bei mir immer.

@PaddyBomb

Dazu kann ich dir nur sagen, dass es grundsätzlich richtig ist, dass Übertakten die Lebensdauer deines Prozessors verkürzt.
Um wieviel, kann dir allerdings niemand genau sagen. Das kommt auf deinen Prozessor und den Grad der Übertaktung an.
Es kann sein, dass deine CPU auch übertaktet noch 10 Jahre hält, es können aber auch nur zwei oder weniger sein.
Die Leistung deines Prozessors sollte doch im Moment völlig ausreichend sein, deshalb würde ich dir nicht empfehlen ihn zu Übertakten, wenn du noch lange Freude daran haben möchtest, da immer ein Restrisiko bleibt.
Letztendlich musst du es aber selber wissen und falls du dich doch entscheiden solltest mehr Leistung aus deinem Prozessor rauszuholen, ließ dich vorher in die Materie ein.

Antworten Lyrixx

Hallo Leute,

ich habe mir vor kurzer Zeit einen Produkt entfernt Plus bei Link entfernt gekauft und bin rundum zufrieden. Die CPU ist von 3,6Ghz auf 4,0Ghz übertaktet und läuft einwandfrei.
Die Kundenberatung ist einsame Spitze, da sie über hohe Fachkompetenz verfügt und jede Frage auf Anhieb sofort beantworten kann.
Die Kaufabwicklung ging ziemlich schnell voran und das System stand auch nach wenigen Tagen vor meiner Tür.

Deshalb rate ich euch, dass ihr am besten professionelle Hilfe in Anspruch nehmt und einfach mal auf deren Homepage schaut und euch von den PCs inspirieren lasst. Vielleicht ist auch etwas für euch dabei. :)

Fazit: Nicht selbst übertakten, sondern übertakten lassen!! :D

Lieben Gruß Toni1234


http://i57.photobucket.com/albums/g232/wallossek/schleichwerbung.gif

Ich weise an dieser Stelle noch einmal EXPLIZIT auf die Nutzungsbedingungen für dieses Forum hin! Der Missbrauch des Forums für virales Eigenmarketing ist untersagt und wird in Einzelfällen auch verfolgt. Schleichwerbung war und bleibt untersagt - wer sich nicht daran hält, wird mit den Konsequenzen leben müssen!

Falls es zu den Geschäftsgepflogenheiten eines gewissen Herrn Erkan Simsek samt seiner Firma SilentPro gehört, auf lau und durch bewussten Verstoß gegen geltende Regeln von großen Foren als kleiner billiger Parasit zu partizipieren, so darf man jedem Leser hier die logischen Schlussfolgerungen zur Seriösität des jeweiligen Unternehmens selbst überlassen.

So nicht!


Zitat :

Die Kaufabwicklung ging ziemlich schnell voran und das System stand auch nach wenigen Tagen vor meiner Tür.

http://www.shabby-shirt-shop.de/images/product_images/popup_images/16_0.jpg
Warum nimmst Du das System nicht gleich aus dem Geschäft mit.
Oder warum bestellst Du bei Dir selbst? Schizophren?
Immer wieder die gleiche dumme Masche noch dümmerer Firmen.


Nachricht bearbeitet von FormatC am 28.10.2009 um 16:34:51
Antworten Toni1234

Vielen Dank für die Werbung !!

------------------------------ Pup
Wenn es mal hackt oder flackert, gibt es hier Extrem geile Treiber : www.tweakforce.com Ob ATI oder Nvidia - Egal ;)
Falls jemand noch System Shock II in Deutsch hat und es los werden möcht
Antworten dochurt

Netter kleiner Pausenfüller. Solche Noname-Shops kommen und gehen. Naja, meist gehen sie... :p

Antworten FormatC
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