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Die VID bei Intel-CPUs - Mythos oder Stunde der Wahrheit? - Page 2

Forum Übertakten von CPUs, Grafikchips & Speicher : Die VID bei Intel-CPUs - Mythos oder Stunde der Wahrheit?

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Die CPU läuft mit dem Standardtakt von 2.60 GHz (13 x 200 MHz). Ich habe bei besagtem VCore von 1,285 Volt mal 45 Minuten Prime95 und anschließend 2x 3DMark06 laufen lassen und das hat ohne Probleme funktioniert (1,5 Stunden Prime95 bei 1,26 Volt ging auch). Ich hab es jetzt wieder auf 1,285 eingestellt, da die 1,26 keinen Temperaturvorteil gebracht haben. Mal sehen wie sich das in Zukunft verhält, vielleicht lasse ich Prime auch nochmal länger laufen.

Oder ist 1,285 V schon zuviel unter der VID (1,35 V), bzgl. diesem VPeak-Gefüge?

Antworten Viator
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Nein. Die VID ist kein Dogma, sondern der Hersteller garantiert damit die volle Funktion der CPU. Wenn Deine CPU aus der Mitte des Wafers kommt, kannst Du auch mit weniger auskommen. Solange Du unter last nicht unter 1 Volt rutscht, passt das schon. Die 45nm CPUs brauchen eh weniger.

Wichtig ist, dass die CPU unter Last stabil läuft.

Antworten FormatC
- 0 +

Im CPU-Z Screenshot, den FormatC im 1. Posting auf der ersten Seite abgebildet hat, ist die Core Voltage 1,264V. Mir ist soeben aufgefallen, dass CPU-Z abhängig vom Board dort völlig unterschiedliche Spannungen angibt u. das wollte ihr kurz dokumentieren. Mal steht dort nämlich Core Voltage wie im Fall von FormatC u. andere Male steht dort Core VID. Laut den Programmierern von CPU-Z ist der Unterschied (CPU-Z Vokabular) wie folgt:

Core Voltage : Die mit einem Spannungssensor auf dem Mainboard gemesse Spannung. Dies setzt voraus, dass CPU-Z den entsprechenden Sensor überhaupt kennt.

Core VID: die Spannung die die CPU über ihre 5-7 Bit VID Leitungen sich wünscht. Bevor der VRM diese Spannung überhaupt anlegt hat aber auch das BIOS noch ein Wörtchen mitzureden mit den Anpassungen bzgl. Corespannung, die ihr dort hinterlegt habt.

Screenshots und genaueres hier:
http://forum.canardpc.com/showthread.php?t=29020

Core Voltage ist eigentlich der interessantere Wert, aber er wird eben nicht auf jedem Board angezeigt. Core VID anzeigen lassen geht auch indem man "Sensors=0" in der cpuz.ini angibt.

Antworten 7oby

Hi all, hi FormatC,

ich komme nicht umhin, wenigstens ein paar kleine Fehler in deinen ansonsten guten Ausführungen aufzudecken :) Passt vielleicht nicht ganz zum Topic - allerdings soll es zur Vollständigkeit und Richtigkeit dienen!

Zitat :

Neben der Wirkleistung ist deshalb auch eine Blindleistung vorhanden, die nicht in Wärme umgewandelt wird. Die Blindleistung wird nicht verbraucht, also auch nicht als Stromverbrauch berechnet. muß aber trotz allem bereitgestellt werden. Und genau das stört unsere Freunde von den Stadtwerken ungemein



1. Strom wird nicht verbraucht! Die elektrische Energie wird nur in andere Energieformen umgewandelt... Im Fall des PC's in Wärme. Allerdings hat sich 'verbrauchen' leider ziemlich in das Unterbewusstsein der Bevölkerung eingebrannt, das selbst Experten des öfteren von 'Stromverbrauch' sprechen.

2. Tatsächlich wird die aufgenommene Blindleistung nicht von den üblichen Zählern registriert und auch nicht gezählt. Allerdings gilt das nur für Haushalts-Energiezähler. Unter anderem werden in Industrieanlagen Zähler eingesetzt, die auch die Blindleistung registrieren und auch schlussendlich berechen. Der Grund dafür ist folgender: keineswegs ist Blindleistung 'schlecht' oder ein ungewollter Nebeneffekt! Sie wird sogar dringend benötigt, denn ohne sie würde kein Elektro-Motor funktionieren! Was das bedeutet, muss ich wohl nicht genauer ausführen :) Da nun in Industrieanlagen z.B. E-Motoren betrieben werden, die über deutlich mehr Leistung verfügen als alle E-Geräte im normalen Haushalt zusammen, ist entsprechend der Blindleistungsanteil deutlich größer, als in den Haushalten. Da die EVU's (Energieversorgungsunternehmen) nun auch Geld vedienen wollen, berechnen sie den Großabnehmern auch die Blindleistung. Neben den genannten E-Motoren sind vor allem Leuchtstofflampen mit Vorschaltgerät und auch Schaltnetzteile die größten 'Produzenten' von Blindleistung. Außerdem verseuchen diese auch unser schönes 50Hz-Netz mit Oberschwingungen.


Antworten defensoooor

Lol... erst denken, dann zum Idioten machen...

Antworten momo2k

Dass sich elektrische Energie in diesem Falle größtenteils in Wärme umwandelt (über 90%) und nicht "aufgebraucht" wird, dass weiss ich auch. Nur ist es eher müßig, einen ohnehin schon schwer verdaulichen Inhalt noch weiter mit professoralen Oberschwingungen (Disharmonische) zu garnieren. Dann liest das nämlich gar keiner mehr ;)

Ich hatte vor Längerem mal eine Diskussion, wo es um eben diesen Begriff ging und wo letztendlich selbst der Tenor der Fachleute dahin ging, durchaus vom Verbrauch der elektrischen Energie zu sprechen. Erstens, weil aus elektrischer Energie letztendlich Wärme wird und damit erstere aufhört, in ihrer ursprünglichen Form zu existieren und Zweitens ist es ein ökonomisch korrekt geprägter Begriff. Beide Interpretationen sind also im normalen Umgang völlig akzeptabel.

Außerdem müsste man, wäre man konsequent genug, dann auch bei Fahrzeugen nicht vom Bezinverbrauch sprechen. Schwer vermittelbar, oder?

Antworten FormatC

Zitat :

Dass sich elektrische Energie in diesem Falle größtenteils in Wärme umwandelt (über 90%) und nicht "aufgebraucht" wird, dass weiss ich auch



Nur 90%??? Nahezu 99,5%!!! Es wird noch nicht mal 1% der eingesetzten elektrischen Engerie effektiv in Rechenleistung umgesetzt! PC's oder Computer im allgemeinen sind vom Wirkungsgrad aus gesehen mit die schlechtesten Maschinen überhaupt. So bitter das auch klingt, aber eine Glühlampe ist energieeffizienter als der PC unterm Schreibtisch :)

Antworten defensoooor

Rechenleistung?
Ist "Rechenleistung" nicht nur eine imaginäre Größe, die _nichts_ mit einer Leistung im Sinne von elektrischer Energie zu tun hat?
Letztendlich ist doch das einzige, was wir am PC nutzen, die Steuersignale der Output-Geräte, vornehmlich des Bildschirmes.
Ich wüsste nicht, wo aus der Kiste sonst etwas nützliches herauskommt. LEDs und Motoren mal außen vor gelassen, das ist eher "klassische" Physik.
Wir jagen eine Menge Saft durch ein Stück Halbleiter, wo so gut wie alles durch Widerstand, Leckströme und Schaltvorgänge in Wärme aufgeht und hinten nur ein paar "winzige" Signale herauskommen.

Du scheinst mir hier aber von "Rechenleistung" als wahre physikalische
Größe zu sprechen, und dies ist schlichtweg total behämmert.

Dass nach dieser Vernichtungsodyssee hinten etwas nützliches herauskommt, ist nur reiner Zufall - oder gute Konstrunktion.
Und dies ist auch keine "Rechenleistung".

Antworten momo2k

Nein, Rechenleistung war nicht das richtige wort - bzw. du hast es falsch verstanden. Rechenleistung hat natürlich nichts mit der physikalischen Leistung im Sinne der Leistung von Motoren etc. zu tun! Es wird tatsächlich davon ausgegangen, dass wie du so schön beschrieben hast, sehr viel elektrische Energie verwendet wird, nur um Transitoren zu schalten. Und diese Schaltvorgänge - bei denen am Ende eben für uns nützliche Sachen herauskommen - entsprechen der tatsächlich genutzen Energie. Sprich: der abgegeben Leistung (zugeführte Energie abzüglich den Verlusten). Da aber wie bereits erwähnt rund 99,5% der zugeführten Energie in Wärme umgewandelt wird und nur der Rest dazu dient, die Transistoren zu schalten, ist der PC eine äußerst ineffiziente Maschine. Was gibt es daran nicht zu verstehen?

Antworten defensoooor

Ich schrieb eindeutig

Zitat :

über 90%

Ein reiner Fileserver mit zig Festplatten erzeugt weniger als 99,5% Wärme. Das nur mal am Rande. Für sowas gibts sogar Erhebungen für die Berechnung von klimatisierten Räumen. Aber das gehört alles nicht zum Thema und ist für diesen Thread absolut irrelevant.

@defensoooor:
Ich finde es geradezu unverschämt, wenn krümelkackende Oberlehrer anfangen einen Sticky-Thread zu versauen, nur um sich durch Wortverdrehungen und Begriffskastrationen den Tag zu retten. Du hast jetzt eine Woche Zeit um darüber nachzudenken, was wichtiger ist: ein paar Unbedachte vom Grillen der CPU abzuhalten und in einem als wichtig angepinnten Thread strikt zum Thema zu schreiben oder ob es besser ist, lediglich sein Ego durch Spitzfindigkeiten aufzuwärmen. Dann sehen wir weiter.


Nachricht bearbeitet von FormatC am 17.01.2009 um 17:28:05
Antworten FormatC

Hallo FormatC

 

Ich habe mich heute den Tag über, so aufmerksam wie es mir möglich war, mit deinen Threads beschäftigt, da ich plane meine CPU zu übertakten.
Mein Verständnisproblem liegt, auch nachdem ich deinen Thread über die "CPU-Vid" gelesen habe, in der passenden VCore Spannung.

 

Ich betreibe derzeit einen Core2 Duo E8500 mit E0 und einer VID von 1.25, auf einem Asus P5Q-E.

 

Mit einer "automatischen VCore BIOS Einstellung " ohne jegliche Übertaktung, liesst mir das BIOS einen VCore von 1,20 V aus.
Im Windows Betrieb unter CPU-Z schwankt die Spannung Idle/Last zwischen 1,07-1,19, je nach EIST/C1 Einstellung (x6/x9,5)

 

So wie ich es verstanden habe völlig normal durch das notwendige VDroop und VOffSet.

 

Soweit so gut, hoffe habe das bisher richtig verstanden =)

 

Da mein Board schon bei einer geringen Übertaktung des FSB von 333 auf 400 auf 1,30+ V overvolted (zur Erinnerung VIP= 1,25),
habe ich mich entschieden die VCore im BIOS auf 1,20 V zu begrenzen.

 

Das BIOS liesst mir nach dieser Änderung einen Wert von 1,176 V beim VCore aus, dieser wird mir auch mit CPU-Z bestätigt,
allerdings und hier kommen wir zu meinem Problem, bleiben die 1,176 V konstant angelegt, egal ob EIST/C1 gerade aktiv/inaktiv (x6/x9,5) ist,
bzw. das System im Idle/Full Load Zustand befindet.

 

Soweit ich deinen Thread über CPU-VID richtig verstanden habe, fehlen dann doch diese 2 wichtigen Eigenschaften des VOffset/VDroop.
Falls es korrekt ist was ich denke, wo könnte der Fehler liegen ? Bzw. welche Einstellung (evt. im BIOS) ist von Nöten.

 

Desweiteren würde mich deine Meinung zum "nach dem übertakten, noch stabilen VCore - im Vergleich zum CPU VID" des oben beschriebenen CPU`s interessieren.

 

1,07-1,19 V (nicht übertaktet) bei einer VID von 1,25 V ist ein großer Unterschied.
Wie Du erklärt hast, sollte man aber nicht mit einer zu großen Abweichung in diesem Bereich arbeiten.
Welche Bereiche wären deiner Meinung nach als VCore ( im Hintergrund: den CPU durch Spannungssenkung, so kühl wie möglich zu halten) angemessen ?

 

Ich bedanke mich schonmal im Voraus für deine etwaige Antwort

 

Gruß:

 

-Bayardt-


Nachricht bearbeitet von Anonyme am 14.02.2009 um 18:14:32
Antworten Anonyme

Du hast es ja auch als PN geschrieben und dort bereits eine Antwort :)

Antworten FormatC

FormatC schrieb :

Du hast es ja auch als PN geschrieben und dort bereits eine Antwort :)

 

Jau, wusste nicht ob du Regelmässig in den Thread hier siehst sorry für redundante PM =)

 

Könntest Du hierzu vll. noch etwas spezieller werden, wäre mein Hauptinteresse - Büdde
Da ich Anfänger in diesem Bereich bin, weiss ich nicht ob es vielleicht völlig unwichtig ist, aber dafür gibt euch Profis ja

 

[VCore Auto]

Zitat :

Mit einer "automatischen VCore BIOS Einstellung " ohne jegliche Übertaktung, liesst mir das BIOS einen VCore von 1,20 V aus.
Im Windows Betrieb unter CPU-Z schwankt die Spannung Idle/Last zwischen 1,07-1,19, je nach EIST/C1 Einstellung (x6/x9,5)

 

[VCore Manual]

Zitat :

Das BIOS liesst mir nach dieser Änderung einen Wert von 1,176 V beim VCore aus, dieser wird mir auch mit CPU-Z bestätigt,
allerdings und hier kommen wir zu meinem Problem, bleiben die 1,176 V konstant angelegt, egal ob EIST/C1 gerade aktiv/inaktiv (x6/x9,5) ist, bzw. das System im Idle/Full Load Zustand befindet.
Soweit ich deinen Thread über CPU-VID richtig verstanden habe, fehlen dann doch diese 2 wichtigen Eigenschaften des VOffset/VDroop.
Falls es korrekt ist was ich denke, wo könnte der Fehler liegen ? Bzw. welche Einstellung (evt. im BIOS) ist von Nöten.

 

Gruß:

 

-Baya-


Nachricht bearbeitet von Anonyme am 14.02.2009 um 22:30:25
Antworten Anonyme

Viele Boards senken nach manueller Vorgabe der CPU-Spannung unterhalb eines bestimmten Wertes nichts mehr ab. Würdest Du das Verhältnis von Idle/Load beibehalten, kämst Du wohl unter ein Volt. Und genau das geht nun mal nicht. Die Boardhersteller schieben oft genug eine Bremse ein - verständlich eigentlich.

Falls Dein Board noch mehr Spannungen bei verschiedenen Zuständen in den Settings anzeigt, hast Du Glück. Bei manchen lässt sich auch der Offset anpassen. Falls nicht, dann bist Du am unteren Spannungsende angekommen. Beim Rest ist das Board vor.

Antworten FormatC

FormatC schrieb :

Viele Boards senken nach manueller Vorgabe der CPU-Spannung unterhalb eines bestimmten Wertes nichts mehr ab. Würdest Du das Verhältnis von Idle/Load beibehalten, kämst Du wohl unter ein Volt. Und genau das geht nun mal nicht. Die Boardhersteller schieben oft genug eine Bremse ein - verständlich eigentlich.

Falls Dein Board noch mehr Spannungen bei verschiedenen Zuständen in den Settings anzeigt, hast Du Glück. Bei manchen lässt sich auch der Offset anpassen. Falls nicht, dann bist Du am unteren Spannungsende angekommen. Beim Rest ist das Board vor.



Nun ist es viel klarer, Danke ! =)

MfG:

-Baya-


Antworten Anonyme

habe ich es überlesen oder steht davon noch nichts hier:

Wo/Wer legt VDrop und VOffset fest? VOffset ist durch die Spannungsregelung selbst und dem Board Layout vorgegeben. Ich vermute, Intel gibt dafür eine Spezifikation vor - also nicht änderbar. Aber welchen Kriterien genügt VDrop? Es muss doch eine bekannte untere Grenze geben, wenn VID i.A. gedeckelt ist und VDrop (vermutlich) ebenfalls fix ist.

Grüße
Olaf


Nachricht bearbeitet von opelx69 am 02.03.2009 um 08:41:33
Antworten opelx69

Dafür setzt Intel klare Richtlininien, welche die Boardhersteller im jeweiligen BIOS (mehr oder weniger) umsetzen.

Komplette Definition:
http://download.Intel.com/design/p [...] 321402.pdf

Gute Erklärung:
http://www.thetechrepository.com/showthread.php?t=126

Danke für die Frage, ich werde die Links mal im Eingangspost verlinken.


Nachricht bearbeitet von FormatC am 02.03.2009 um 09:00:29
Antworten FormatC
- 0 +

FormatC, wäre es vieleicht besser dem Thread noch eine zusätzliche Unterschrift zu geben wie Übertaktungs FAQ oder ähnliches ?
Ich denke, das die meisten, die übertakten wollen mit diesem Sticky nichts anfangen können, da ihnen VID kein Begriff ist.

Man kann es den Neulingen nicht unbedingt übel nehmen, denke ich.

------------------------------ Du hast Rechenleistung dicke und findest es schade, dass die CPU meist nur vor sich hundümpelt ?
Mach mit bei boinc und lass die cpu für einen guten Zweck wekeln
http://boinc.bakerlab.org/rosetta/ [...] eamid=7866
Antworten ka0t

Und selbst wenn Du das Wort Übertakten in Knallrot anpinnst und dazu die russische Nationalhymne spielst - auch dann liest keiner diese Threads und macht lieber zum tausendsten Mal einen neuen Thread zum ausgelutschten Thema aus.


Nachricht bearbeitet von FormatC am 29.03.2009 um 09:38:54
Antworten FormatC

Danke auch interessant für berufskollegen des Kommunikationsel.zweiges :)
Schöne Erklärung !

Antworten Meneldor

Erstmal Danke für diese Erläuterungen :).

Eine Frage hätte ich dann doch zu EIST / C1E ;).

Warum will man occen? Ich für meinen Teil um Spiele zu spielen, die ich dann in einer höheren Qualität genießen kann. Lasse ich die beiden Sachen eingeschaltet, so passiert es doch recht häufig, dass bei Spiele diese Funktionen wirksam werden, weil momentan nicht die ganze Rechenleistung benötigt wird, um dann im nächsten Augenblick wieder auf Volllast zu gehen.

Ist dieses ständige hin und her nicht auf Dauer etwas schädlich? Kommt es nicht zu Rucklern, weil es ja eine Verzögerung gibt?

Antworten Caana

Nein. Es kommt weder zu Rucklern, noch ist es schädlich. Im Gegenteil. Es spart Strom, lässt die CPU kühler werden und trägt somit sogar zur Haltbarkeit bei. Das Hin und her stört nicht, es ist ja schließlich keine mechanische Belastung ;)

Antworten FormatC

Hi FormatC,

schöner Artikel und auch sehr ausführlich. Dennoch habe ich da ein Problem mit dem Verständnis bzgl. des Untervoltens.

Zitat :

Die Versorgungsspannung, die im BIOS eingestellt wird, stellt also nur den absoluten Spitzenwert (Peak) dar und spiegelt deswegen nur bedingt die eigentlichen Spannungsverhältnisse im laufenden Betrieb wieder.


Warum wird dann beim Untervolten nun nur die Offsetspannung geändert (ich dachte Vcore alias Vpeak)?

Zitat :

Zwangsweises Undervolten durch zu niedrige VCore
Jetzt wollen wir mal überprüfen, wie das System reagiert, wenn wir VOffset durch manuelle Falscheingabe quasi entfernen...


Nach meinen Verständnis von Strom und Spannung gibt es jetzt 2 möglichkeiten:

  • Voffset ist Konstant und ich kann es nicht beeinflussen. Daraus folgt, wenn ich Vcore (Vpeak) ändere verschiebe ich den gesamten Spannungsverlauf um deltaV zu kleineren Spannungen. Wie irgendwo im Beiträgen beschrieben geht die Spannung Quadratisch in elektrische Leistung ein und ich habe den gewünschten Effekt der Leitstungs und folglich Temperaturreduktion.
  • Peak Voltage-Voffset (Ideal Voltage) ist ist konstant. Es folgt wenn ich Vcore ändere, dass sich in den Diagramm nichts ändert außer der gestrichelten Linie von Vpeak und ich aber auch kein überschreiten von der spezifizierten Vid habe. Dadurch habe ich auch kein Einspareffekt an elektischer Leistung. Was das untervolten ja ad absurdum führen würde.

Wenn das von dir beschriebene Richtig ist (ich es aber anhand des Text nicht nachvollziehen kann) folgt ja, dass Untervolten keinen Sinn macht, ja sogar zu möglichen Zerstörung der Hardware führt. Dann frage ich mich, warum setzt solch ein System weniger Leitung um und ist folglich auch deutlich kühler?

Gruß
Frank

Antworten sirboss

Es kommt immer darauf an, was Du für ein Board hast und welche Spannungen Du im Detail wirklich einstellen kannst. Außerdem ist dann auch noch nicht gesagt, dass das Brett wirklich macht, was es soll. Das Thema ist ziemlich komplex und im konkreten Fall kann es bei unterschiedlicher Hardware auch unterschiedlich ausgehen. Die vom Hersteller festgelegte VID ist so gewählt, dass der stabile Betrieb der Charge in jedem Falle gewährleistet ist. Der Aufwand, sowas für jede CPU auszumessen, wäre immens und deshalb kann man durch Zurücknehmen der Spannung die für sein eigenes Exemplar minimale Spannung gefahrlos herausfinden, da sie oft niedriger liegt. In diesem Falle wird das System natürlich auch weniger Leistung ziehen.

Aber es gibt zwei Bremsen: die Schwellspannung des Halbleitermaterials und die verbauten Spannungswandler. Für eine bestimmte Rechenleistung wird nun mal eine bestimmte elektrische Leistung benötigt. Ist die Spannung niedriger, steigt die Stromstärke, denn die Leistung als Produkt bleibt ja ungefähr gleich. Die Hinrichtung der Spannungswandler erfolgt fast immer durch zu höhe Stöme und nicht durch eine zu große abgeforderte Leistung. Man kann auch bei weniger Leistung größere Ströme fließen lassen. Billige Boards mögen so etwas auf die Dauer eher weniger.

------------------------------ Wenn das einzige Werkzeug, das du hast, ein Hammer ist, dann neigst du dazu, jedes Problem für einen Nagel zu halten.
KonfigurationHomepage
Antworten FormatC

Aha,

den ersten Teil deiner Aussage stimme ich zu. Das mit der Schwellspannung ist mir auch klar. Nun aber zu der Aussage:

Zitat :

Für eine bestimmte Rechenleistung wird nun mal eine bestimmte elektrische Leistung benötigt. Ist die Spannung niedriger, steigt die Stromstärke, denn die Leistung als Produkt bleibt ja ungefähr gleich.

Das heißt ja im Endeffekt das die Temperatur am Kühlkörper konstant bleibt (wird ja fast alles in Wärme umgewandelt) egal wie ich mein Vcore einstelle. In meinen Fall ergibt sich aber eine Temperaturdifferenz von ca. 11°C (60°C auf 49°C) unter Volllast bei gleichzeitiger Spannungsreduktion von 1.200V auf 0,992V und ich denke schon, dass das auf eine deutliche Leistungsreduktion zurückzuführen ist. Im Idle-Zustand könnte das Zutreffen, das die Leistung nahezu Konstant (ähnliche Temperatur) ist und wenn ich die Spannung senke das der Strom steigen muß. Ich vermute mal das der Strom dennoch unterdem des Lastfalles liegt.

Noch ein paar Daten zu meinen System:
Board: Asus P5QL-Pro
Prozessor: E8400 @ 3GHz, VCore 1,03125V
Kühler: Xigmatek Achilles S1284
Coretemp .99.4: Vid 1.250V

Antworten sirboss

Nicht ganz korrekt. Bitte lies den Satz noch einmal. Die zu erbringende elektrische Leistung ist bei den einzelnen CPUs unterschiedlich. Solange die Spannung über dem notwendigen Level liegt wird die CPU heißer als nötig, da mehr Leistung als tatsächlich benötigt (auch und vor allem in Wärme) umgesetzt wird. Da erreichst Du durch gezieltes Absenkung der Spannung natürlich einen messbaren Temperaturunterschied. Ab dem Punkt, an dem das Ganze dann keine Minderung der aufgenommenen Leistung mehr bringt, wird es erst interessant. Dann wird das System bei Lastwechseln instabil und freezt bei Dauerlast.

Bitte beachte dabei, dass sich dieser Artikel ausschließlich auf den Fall bezieht, dass die LLC (load line calibration) aktiviert ist. Und die Regelung, die das Board dann in den verschiedenen Lastszenarien vornimmt, kann bei unzweckmäßig eingestellten Spannungen durchaus zum Exitus der Spawas (nicht der CPU!) führen. Das Problem der fließenden Ströme bezieht sich auf die Spannungsversorgung, nicht die CPU.

------------------------------ Wenn das einzige Werkzeug, das du hast, ein Hammer ist, dann neigst du dazu, jedes Problem für einen Nagel zu halten.
KonfigurationHomepage
Antworten FormatC

Gut,

irgendwie kam das mit der aktivierten LLC nicht rüber. Dann ist der Rest auch klar. Vielleicht solltest du das mit der aktiven LLC in den Artikel erwähnen. Ich hatte mal hier http://62.109.81.232/cgi-bin/sbb/s [...] &start=0#1 ein schöne Bilder dazu gesehen.

Antworten sirboss

Das mit der LLC ist eigentlich in den zwei großen Diagrammen recht eindrucksvoll dargestellt. Ich war eigentlich der Meinung, das Drooping beschrieben zu haben aber vielleicht war ich mit der allgemeinen Formulierung doch etwas zu oberflächlich. Danke für den Hinweis, wenn ich mal Zeit habe, werde ich das noch mal etwas umpusseln :)

Antworten FormatC

Endlich...nach langem Suchen finde ich doch per Zufall die Antworten auf mein Unwissen :)
Schon in X anderen OC-Foren habe ich genau nach dieser Erklärungen gesucht und keiner konnte mir eine kompetente Antwort geben nur irgendwelche Glossars, doch nichts technisches damit ich OC mathematisch angehen kann...

Besten Dank für die Arbeit!!!
Mario

Antworten marioziv
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