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JVC DLA-HD1: das Beste von D-ILA

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01:11 - 05/06/2007 von Jean Darvy

JVC hat sein ganzes Know-how in dieses Verbrauchermodell investiert, das direkt aus der professionellen Produktreihe stammt. Sämtliche verwendeten Technologien sind lange gereift, um das Beste aus den D-ILA-Matrices zu holen, mit denen der HD1 ausgerüstet ist - und wirklich, man sieht es auf den ersten Blick. Doch zuerst einmal ein Blick auf das Gerät. Wie die Konkurrenzgeräte in diesem Vergleich ist auch dieses Modell recht imposant, es ist aber beispielhaft verarbeitet und sieht aus wie ein Sportwagen. Die Gitter auf der Vorderseite ermöglichen den Ausstoß der Luft, die vom Ventilator kommt. Dieser ist zwar sehr leise, aber immer noch etwas lauter als der des HC5000 oder des Sony Pearl. Wie häufig befinden sich die Videoeingänge auf der Rückseite des Geräts. Für den Fall, dass man den HD1 auf einem niedrigen Tisch oder auf einem Regal aufstellen möchte, stehen 4 höhenverstellbare Füße zur Verfügung. Das Objektiv ist in der Mitte, Zoom und Fokus werden manuell verstellt. Schade, bei diesem Preisniveau hätten sie auch motorbetrieben sein dürfen. Immerhin kann man das Bild vertikal und horizontal verschieben, um die Installation zu vereinfachen. Bis jetzt gibt es also bei diesem JVC-Gerät nichts Neues. Die Revolution hat jedoch im Inneren stattgefunden : Der HD1 kann einen nativen Kontrast von 15 000:1 liefern, ohne die dynamische Irisblende zu verwenden, wie seine Konkurrenten das tun. Dieses Wunder ist dank der neuartigen D-ILA-Technologie und des Optikblocks möglich. Die neue D-ILA-Full-HD-0,7-Zoll-Matrix ist in mehreren Hinsichten verbessert worden : Der Abstand zwischen den Pixeln wurde optimiert, wodurch der Lichtverlust der Flüssigkristallschicht verringert wurde. Die Unregelmäßigkeiten der Matrix-Oberfläche wurden korrigiert und die Schaltzeit von 8 ms auf 4 ms gesenkt. Hinzu kommt ein neuer Optikblock mit Drahtgitterpolarisator. Er arbeitet mit einer polarisierenden reflektiven anorganischen Platte aus Glassubstrat. Auf deren Oberfläche befinden sich Aluminiumrippen, die das Streulicht, das das Objektiv erreicht, reduzieren. Und für die Videobearbeitung schließlich hat JVC Gennums Videoprozessor GF9351 eingebaut, der auch in Mitsubishis HC5000 Verwendung findet. Mit diesem Chip, der mit 10 Bit arbeitet, wird das Bild von sämtlichen Fehlern bereinigt. Um diese Technologien zu optimieren, bietet der HD1 ein Menü, das leicht zugänglich und höchst vollständig ist - so bietet es mehrere Testbilder zum Einstellen sowie die Modi Kino, natürlich oder dynamisch. Wer feinere Einstellungen vornehmen möchte, kann das tun, denn es ist möglich, alles bis ins kleinste Detail zu modifizieren.

Und wofür das alles ...

Der HD1 liefert eines der besten Bilder, die man bislang bei einem Full-HD-Projektor gesehen hat. Die verwendeten Technologien leisten in jeder Hinsicht Beachtliches. Die Farben sind zugleich richtig und sehr intensiv. Die Schwarztöne sind die tiefsten, die man je gesehen hat. Es ist das gleiche Niveau wie bei den derzeit besten DLP-Modellen, die auf HD3-Chips basieren. Indem der HD1 keine dynamische Irisblende verwendet, kann er Bilder von blendender Helligkeit projizieren und dabei einen reellen Schwarzwert beibehalten. Wenn das Bild sehr dunkel ist, unterscheiden sich die einzelnen Bereiche gut voneinander und die Farben behalten dennoch ihre eigene Helligkeit. Was den Kontrastwert angeht, klebt man an der Leinwand, fragt sich, ob es ein DLP-Projektor ist, und hofft, dass ein traditioneller 3-LCD-Projektor so gut ist. Egal, welchen Film man sich anschaut, es ist kein Videorauschen vorhanden, sieht man von sehr außergewöhnlichen Fällen ab, und bei Kamerafahrten ist das Bild stets flüssig. Die Möglichkeit, DNR zu aktivieren, ist dagegen nicht immer so gern gesehen, denn wenn sie zu stark ist, gehen die Details schnell verloren. Bei DVD-Quellen in 576P wird das Bild wirklich verbessert, und so kann man das meiste aus den Standardsignalen herausholen. Pixel sind nicht zu sehen, selbst bei einer Basis von 2,5 m und bei 3 m Abstand. High Definition mit 720P und 1080P ist überwältigend, man erlebt dann das Beste, das in diesem Bereich gemacht wird. Das Bild ist praktisch perfekt. Mit der Xbox 360 in Kombination mit diesem Projektor zu spielen, ist eine außergewöhnliche Erfahrung, die Kulissen von Gears of War werden plastisch und die Aliens in Lost Planet machen einem Angst.

Fazit

Der HD1 ist technologisch einfach perfekt. Er ist stromlinienförmig wie ein Rennwagen, er macht nur sehr wenig Lärm, beflügelt alle Videosignale und lässt sich dank seines 2x-Zooms und seiner kurzen Brennweite in Räumen jeder Größe installieren. Allerdings bleibt er wegen seines Preises nur den Bessergestellten vorbehalten, denn mit 6500 Euro ist er einer der teuersten Projektoren in diesem Vergleichstest.

Daten
Technologie : Matrice D-ILA Full HD 0,7 pouces Kontrast : 15000 :1 Helligkeit : 700 Lumen Mindestentfernung für ein Bild mit 2 Meter Diagonale : 2,71 Meter Betriebsgeräusch : 25 dB Anschlüsse : HDMI x 2, YUV x 1, S-Video x 1, composite x 1 Gewicht : 11,7 kg Abmessungen (LxHxB) : 455 x 172,5 x 418,5 mm

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