Gigabyte W511A: Multimedia-Notebook als Schnäppchen
Inhaltsverzeichnis
- 1 – Motherboard-Hersteller setzen plötzlich auf Notebooks
- 2 – Gehäuse und Anschlüsse
- 3 – DOWNLOAD VIDEOS
- 4 – Akku hinten, Anschlüsse rechts und vorne
- 5 – Audio: Line-In-Eingang und digitaler Audio-Ausgang an der Front
- 6 – Tasche und Maus inklusive
- 7 – Grafik, Display & Sound
- 8 – Lautsprecher und Mikrofon
- 9 – OSD: Email für Dich!
- 10 – Sonderfunktionen: IR-Fernbedienung und Instant-On-AV-Player
- 11 – Lauter Sound? Gerne, aber bitte aus den Lautsprechern!
- 12 – Ausstattungstabelle
- 13 – Benchmarks und Einstellungen
- 14 – Hohe Praxisrelevanz: Ladezeiten der Batterie unter Last
- 15 – DirectX 8
- 16 – DirectX 9, Fortsetzung
- 17 – Video
- 18 – Audio
- 19 – Systemperformance Sysmark2004: Schnell trotz "altem" DDR333-Memory
- 20 – Akkutests: Gigabyte gegen Gateway, Acer, Dell und HP
- 21 – Ladezeiten
- 22 – Fazit: Schnell, super Ausstattung aber Schwächen im Detail
- 23 – Mehr zum Thema

Gigabyte W511A: Wieso eigentlich Notebooks von Motherboard-Herstellern?
Bevor wir uns im Detail das Gigabyte W511A und damit eines der ersten Notebooks vom "Neuling" Gigabyte Technologies anschauen werden, lohnt es sich darüber nachzudenken, wieso inzwischen alle First-Tier-Motherboardhersteller Ihr Portfolio um Notebooks erweitert haben. Nun die Zeiten sind auch für die Hersteller von Motherboards nicht gerade rosig. Abgesehen von Asus, die im Vergleich zum Vorjahr in der ersten Jahreshälfte fast siebenundzwanzig Prozent mehr Motherboards verschiffen konnten (Quelle: Digitimes), müssen sich die drei anderen First-Tier-Anbieter ECS, Gigabyte und MSI, mit weit geringeren Steigerungsraten zufrieden geben. ECS vermochte ein Plus von elf Prozent zu verbuchen, Gigabyte und MSI konnten sogar nur ein bzw. zwei Prozent mehr Platinen an den Mann bringen. Dies mag zum einen daran liegen, dass die Nachfrage nach Desktop-PC unter einer gewissen Marktsättigung leidet. Außerdem entscheiden sich immer mehr Privatanwender und Firmen für ein Notebook an Stelle eines Desktop-PC. Entsprechend hoch sind die Zuwachsraten in diesem Segment. Ob "mobile Computing" eher ein marketinggesteuertes Zeitgeist-Phänomen ist oder dem Anwender wirklich nützt, sei bei dieser Betrachtung dahin gestellt. Einen erheblichen Schub hat die Nachfrage nach Notebooks aber zweifelsohne durch Intels umfangreiche Werbemaßnahmen im Zusammenhang mit der Inkarnation der Intel-Centrino-Mobiltechnologie im Jahr 2003 erhalten. Seit deren Markteinführung hat Intel auch dem letzten Kleinkind unmissverständlich klar gemacht, dass ohne Notebook und WLAN gar nix mehr läuft. Und weil Intel nichts dem Zufall überlässt und um die Werbebotschaft zu untermauern, werden und wurden die taiwanesischen Anbieter durch "reichhaltige Marketingunterstützungen" sanft aber nachdrücklich dazu animiert, Geräte anzubieten, die das zweifarbige, herzförmige Logo tragen. Gemäß dem Motto, was massiv beworben wird und was es überall und relativ günstig zu kaufen gibt, muss ja gut sein.
Als logische Konsequenz versuchen sich immer mehr der klassischen Motherboard-Hersteller ein Stück vom stetig wachsenden, gewinnträchtigen Notebook-Kuchen zu sichern. Asus hat die Zeichen der Zeit schon früh erkannt und kann sich daher rühmen inzwischen zu Taiwans fünf größten Notebook-Herstellern aufgestiegen zu sein (Quelle: Digitimes). Während die dominierende Brand im Mobo-Markt seit nunmehr zehn Jahren Notebooks entwickelt und fertigt, schicken sich Firmen wie Gigabyte und MSI erst in jüngerer Zeit an, Notebooks anzubieten. Die Fertigung derselbigen überlassen diese beiden aber anderen Firmen.
Ob und wie erfolgreich sich die Neulinge am "neuen Markt" schlagen werden, bleibt abzuwarten.
Wir haben uns jedenfalls eines der ersten Geräte des Notebook-Neulings Gigabyte Technology angeschaut. Mit dem W511A zielt man auf Kunden, die ein Highperformance-Entertainment Notebook zu einem günstigen Preis suchen. Das Widescreen-Gerät basiert auf Intels Sonoma-Plattform. Neben dem sehr agilen Grafikchip ATi MRX700 und einem kontraststarken 15.4"-Glare-Display verfügt das Notebook, zudem noch über eine IR-Fernbedienung. Damit lassen sich die Audio- und Videofunktionen bequem aus der Ferne steuern. Es sollte sich also sehr gut zum Spielen, Arbeiten und auch als AV-Abspielgerät eignen. Ob diese Annahmen zutreffen und inwieweit mit dem Gerät auch mobiles Arbeiten möglich ist, wird der folgende Artikel zeigen.
