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Gefahr für Microsoft: Kostenloses Office
1 - Im Visier: Marktmacht Microsoft Office

Neben Microsoft Office als kostenpflichtige Standardlösung und OpenOffice als Geheimtipp für Nonkonformisten fristen Corels WordPerfect und IBMs Lotus SmartSuite ein unscheinbares Dasein außerhalb des Fokus der Anwender - mit vernachlässigbaren Marktanteilen. Microsofts marktbeherrschende Stellung bei Betriebssystemen für Personal Computern setzt sich auch im Bereich der Office-Software fort.
Quo Vadis Microsoft Office?
Microsofts Office 2007 merkt man die Bestrebungen an, sich die Möglichkeiten des Internets zunutze zu machen. Outlook bietet die Möglichkeit, Kalender zu erstellen und zu veröffentlichen, und diese mit anderen Nutzern über das Internet zu teilen. Außerdem ist das Abonnieren dynamischer Kalender möglich. Word bietet in der Version 2007 die Funktionalität, Blog-Beiträge zu erstellen und durch Übergabe an die jeweilige Schnittstelle des Blogs zu veröffentlichen. Man darf gespannt sein, welche Funktionen, die Office und Internet verschmelzen, Microsoft in Zukunft in seine Office-Programme integriert. Die Medienkonvergenz scheint unaufhaltsam.
Seit November 2006 bietet Microsoft Deutschland das so genannte Office Live an. Ziel von Office Live soll es sein, kleinen und mittelständischen Betrieben die Büroarbeit dadurch zu vereinfachen, dass Daten überall und jederzeit auch von Unterwegs abrufbar sind. Office Live wird in drei Paketen angeboten: Office Live Basics, Office Live Essentials und Office Live Premium. Alle drei Pakete sind offizielle Betaversionen und während der Betaphase noch kostenlos. Office Live Basics soll auch über die Betaphase hinaus kostenfrei sein. Ein genauer Preis für Office Live Essentials und Office Live Premium nach der Betaphase ist noch nicht bekannt.
Microsoft bietet in allen drei Paketen eine eigene Internet-Domäne und 2 GB Speicherplatz pro E-Mail-Konto. Geschäftsanwendungen sind in Office Live Basic nicht enthalten. Erst ab Office Live Essentials erhält man Zugriff auf den Microsoft Office Live Business Contact Manager. Eine Synchronisation zwischen Office Live und Outlook ist über den Microsoft Office Outlook Connector möglich. Nach Installation des Connectors lassen sich zwischen Outlook und Office Live E-Mails, Kontakte, Kalender, Aufgaben und Notizen synchronisieren. Zum weiteren Funktionsumfang ab Office Live Essentials gehört auch eine Dokumentenverwaltung, die den Austausch von Dokumenten im Team sowie mit Kunden erleichtern soll.
- Seite vor Konkurrenz aus dem Netz
- 1 Im Visier: Marktmacht Microsoft Office
- 2 Konkurrenz aus dem Netz
- 3 Googles Officeanwendungen unter der Lupe
- 4 Google Mail, Fortsetzung
- 5 Instant Messaging als E-Mail-Alternative?
- 6 Google Kalender
Naja, sowas ist eigentlich nicht so mein Ding. Ich mag es nicht, wenn meine Sachen irgendwo auf einem Server gespeichert werden.
Ich bevorzuge auch sonst nur Desktop-Programme, weil sie einfach bequemer sind.
Zu der Office Geschichte kann ich nur sagen, dass ich die Lösung von Microsoft am besten finde. OpenOffice ist zwar gut, weil es kostenlos ist, aber die Bedienung und der Funktionsumpfang ist auch dementsprechend. Nachdem ich einige Jahre mit Powerpoint gearbeitet habe, kann ich mich einfach nicht mit Impress anfreunden.
Ich bezweifle mal sehr stark, dass das Google Angebot bereits eine ernsthafte Gefahr darstellt, denn
1, wollen viele nicht ihre Dokumente online speichern
2, warum ausgerechnet online Texte schreiben? Es gibt doch auch kostenlose Office Software (z.B. OpenOffice)
3, der Funktionsumfang ist lächerlich (ok, das wird sich sicherlich noch ändern)
4, So teuer sind kommerzielle Office Produkte auch nicht. Sind 130 Euro für Office 2007 zu viel? Für das was es bietet, finde ich, ist der Preis gerechtfertigt.
1. wollen viele nicht ihre Dokumente online speichern
Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als Leute sagten: "Ich mache meine Überweisung nicht online. Ich geh lieber zur Bank und gebe den Überweisungsschein bei der freundlichen Bankkauffrau ab."
Das waren Zeiten, als es Phishing-Emails zum Ausspionieren von persönlichen Daten noch nicht gab.
Heute mangelt es an kompetenten Bankkaufleuten für Otto Normalkunde (ich bin leider kein Privatier), schriftliche Überweisungen sind unerwünscht und die Masse arbeitet mittlerweile mit dem Online-Banking. Nur noch meine Oma trägt den Ü-Schein zur Bank und muss dafür 1 Euro für die 13,65 €-Überweisung latzen. Trotz häufiger Phishing-Attacken setzen Menschen auf Online, weil Argumente wie "gläserner Kunde" oder "Bank sieht viel genauer was ich mache" mangels Missbrauchbeweisen keinen Bestand mehr haben. Das ist überhaupt ein komischer Trend: Es gibt häufiger Phishing-Attacken, aber trotzdem nutzen immer mehr Leute Online-Banking. Übrigens: Missbrauch gab es schon immer: Früher hat man Unterschriften auf den Überweisungsschein gefälscht oder mit Schecks betrogen, heute versucht man es mit Phishing. Betrogene gab es schon immer, nur die Anzahl ist aber nicht in bemerkenswerte Größenordnungen gestiegen.
Zurück zum Thema: Sobald sich herumspricht, dass Online-Speicherung sicherer als ständig crash ende Festplatten ist, sie durch Systempflege und höhere Datensicherheit länger als verwesende CDs hält, umständliche Turnschuh-Netzwerke mit USB-Sticks oder gar Disketten eigentlich auch nicht der Hit sind und persönliche Daten nicht missbraucht werden, dann steht der Online-Speicherung nichts mehr im Wege. Ist doch einfach praktisch, wenn man in Rio, Tokio und Berlin einfach Zugriff auf seine Daten hat und sie mit wenigen Mausklicks verschicken kann - von jedem Internet-Cafe der Welt.
Genau hier liegt die Gefahr für Platzhirsch Microsoft. Googles Ansatz steckt zwar technisch noch in den Kinderschuhen, aber er ist dennoch bemerkenswert im Vergleich zu web-basierenden Anwendungen von vor 2-3 Jahren. Das Tempo der Innovation von Word, Excel und Powerpoint über die letzten 10 Jahre ist im Vergleich dazu eher schneckenlahm.
Huch, schon spät. Da ist noch jemand, der meine Aufmerksamkeit einfordert.
Kennt Ihr den zum Schluss:
"Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung." Kaiser Wilhelm II, der 1918 unhaltbar war und gestürzt wurde.
Gruß
Uwe Scheffel
www.thgweb.de
online banking ist immer noch die ausnahme - nicht die regel.
ausserdem hinkt der vergleich gewaltig, da die bank meine
kontodaten zwangslaeufig kennt, kennen muss.
fuer eine schriftliche ueberweisung brauche ich keinen kompetenten bankkaufman,
die wird in den briefkasten der bank geworfen, das wars.
"staendig crashende harddisks" - was soll diese polemik.
es gibt einfache und zuverlaessige sicherungsmethoden,
die jeder n00b bedienen kann.
demnaechst sind solidstatedisks stand der technik.
die gefahr fuer ms liegt eher in der opensource-landschaft,
openoffice und co sind gleich leistungsfaehig und deutlich
kompatibler als ms-office.
stabiler sind sie auch noch, das als unbedeutende dreingabe.
kosten? 0,75 terabyte kosten 230 euro.
internet kostet auch und ich habe keine kontrolle ueber die verfuegbarkeit,
schon mal daran gedacht?
man muss nicht jeden trend mitmachen nur weil es ihn gibt
(ps - ich fahre auto, reiten tue ich schon lange nicht mehr)
solong
Schließe mich meinem Vorredner an.
ZUmal es ein Unteschied ist, ob man online Banking macht, das vielleicht 5 Minuten dauert oder ob man z.B. stundenlang an einem Aufsatz rumschreibt. Zumal im Vergleich zu online Banking das schreiben von Texten online nicht notwendig ist. (Was passiert, wenn das Internet mal nicht geht? - diese Art von unnötiger Abhängigkeit würde ich auf jeden FAll vermeiden.)
Das mit der Sicherung ist ein Argument, aber wie der vorherige Post schon sagt, man kann mittlerweile sehr gut seine Daten sichern. Ich benutze z.B. IDrive. Da kann man bis zu 2GB kostenlos incrementel online und verschlüsselt sichern. Was soll da noch passieren?
Aus diesen Gründen sehe ich nicht die Notwendigkeit die Risiken und Unannehmlichkeiten des online Schreibangebotes anzunehmen.
Klar, mit der Zeit werden mehr Menschen auf solche online Dienste zurückgreifen, aber eine Mega-Revolution ist dieses online Schreibangebot nicht.
[...]
Aus diesen Gründen sehe ich nicht die Notwendigkeit die Risiken und Unannehmlichkeiten des online Schreibangebotes anzunehmen.
ACK, aber wie steht das in Einklang mit:
Hmmm, Online-Office ist nichts, weil das Internet ja nicht tun könnte, aber Online-Backup ist toll? Nunja, der Sichtweise muss man nicht unbedingt folgen. Datensicherungen gehören - ob verschlüsselt oder nicht - niemals ins Web.
btw...
Erstmal abwarten, ob der Mann in ein paar Jahren nicht als Visionär dasteht, sobald die letzten Ölreserven aufgebraucht sind ;-)
Hmmm, Online-Office ist nichts, weil das Internet ja nicht tun könnte, aber Online-Backup ist toll? Nunja, der Sichtweise muss man nicht unbedingt folgen. Datensicherungen gehören - ob verschlüsselt oder nicht - niemals ins Web.
Zunächst einmal ist es kein Untergang, wenn die Onlinesicherung an einem Tag nicht gemacht wird, weil das Internet nicht geht. Wenn ich aber unbedingt etwas schreiben will/muss, aber nicht kann, weil ich keinen Zugriff auf das Onlineangebot bekomme, dann ist das sehr, sehr ärgerlich. Außerdem werden meine Daten lokal gesichert und sind zusätzlich verschlüsselt. Daher halte ich es für extrem unwahrscheinlich, dass jmd. es schafft eine doppelte oder dreifache Verschlüsselung (zumal mir nicht bekannt ist, dass PGP 2048bit oder EFS [ohne bestimmte Teile des privaten Schlüssels zu besitzen] innerhalb der nächsten Jahrzehnte zu knacken ist ) zu dechiffrieren...
Daher 8)
zum vergleich mit online-banking:
der mehrwert sollte auf der hand liegen. ich muss nicht zu einer filiale laufen/fahren. ich habe das gefuehl rund um die uhr "herr" ueber mein konto zu sein.
ich glaube google wird dieses online-angebot nutzen, um den bekanntheitsgrad in diesem bereich zu erhoehen bzw. diese umgebung ausgibig zu testen. irgendwann sollen da sicherlicherlich ausgereifte unternehmens-workplaces zu gewinnbringenden preisen daraus werden.
Der Privatnutzer kann ja meinetwegen seine Dokumente bei Google reinstellen, aber als Unternehmen die paar Euro (die i.d.R. eh abgesetzt werden) nicht für Office auszugeben und dafür dieses kastrierte Online-Office zu nutzen? Totaler Unsinn.
Verfügbarkeit der Dokumente weltweit? Dank SDSL, VPN-Konnektoren etc. kein Problem mehr.
Ob man OpenOffice oder MS-Office nutzt ist mehr oder weniger egal, solange man nicht wechselt! Es gibt keinen dämlichere Aktion als im normalen Betrieb zu wechseln (egal von wo nach wo).
Egal was immer wieder gesagt wird, es ist ein Unterschied mit welchem Office ein Dokument erstellt wurde. Wenn ich ein Dokument in OpenOffice erstelle, ist es ziemlich mies später mit MS Office weiterzuarbeiten. Bei simplen Briefen gehts evtl. noch, wer aber mal komplexe Pivot-Tabellen o.ä. übertragen hat, sieht was das für ein Käse ist.
Argumente für Google-Office sehe ich überhaupt keine... Das Argument der Datensicherheit anzuführen wenn man online arbeitet ist doch ziemlich merkwürdig.
Im Prinzip hat die Konkurrenz geschlafen. Weltmarktführer bei Tabellenkalkulation war 1-2-3, bei Text WordPerfect, bei Datenbanken DBASE. Gut waren auch die Produkte OpenAccess von SPI oder Lotus AMI Pro.
Nun ist MS Marktführer und die Produkte sind gut.
Trotzdem gab es in unserem Unternhemen ein OpenOffice Rollout, denn MS Office kostet mehr als der PC und OO2.2 kann fast alles was MS-Office kann.
Eine Onlinelösung käme für Unternehmenskritische Daten bei uns nie in Betracht.
"Eine Onlinelösung käme für Unternehmenskritische Daten bei uns nie in Betracht." - so sehe ich es auch. Wir haben letztens intern ein Szenario durchgespielt, wo Microsoft an Boden verlieren könnte und wo nicht. Doch solange die OpenSource-Lösungen eine Reihe Inkompatibilitäten gegenüber der weit verbreiteten installierten Basis aufweisen, gibt es keine Gefahr.
Frank Völkel
www.thgweb.de
die frage nach dem bedarf muss anders gestellt werden! was mittlerweile alles auf viren zu scannen ist, da sind bei uns ganze server mit beschaeftigt. im schlimmsten fall kommt eine pp-praesentation oder eine statistik 1-2h spaeter an... untragbar!!
zum thema sicherheit.. steht denn irgendwo in stein gemeisselt, dass solche loesungen nicht samt server vermietet werden koennten?
das "intranet" unserer firma z.b. wird von mehreren tausend angestellten in der ganzen welt genutzt. wenn ich bedenke wie hier lotus notes / domino "missbraucht" wird... unser ICS freut sich jetzt schon auf den workshop am 1.juni. ich glaube dass mit notes / domino 8, microsoft office bei uns sehr viel boden verlieren wird, um nicht zu sagen es wird abgeschafft. aber das entscheiden andere..
die intention zu meiner vorherigen aussagen: google will wohl eher in dieses segment stossen. dass bisschen online briefe schreiben ist doch nur werbung..