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19:00 - 19/10/1999 von Patrick Schmid

Cache dürfte Ihnen bereits vom Prozessor oder Motherboard ein Begriff sein. Auch bei Festplatten handelt es sich um einen Zwischenspeicher, der der Lese- und Schreibgeschwindigkeit der Festplatte haushoch überlegen ist. Durch komplexe, intelligente Algorithmen werden bestimmte Daten im voraus gelesen und im Cache zwischengespeichert, um sie gegebenenfalls wieder zu verwenden. Über diese Daten kann das System dann sehr viel schneller verfügen, als wenn es sie erst noch von der Festplatte lesen müsste. Um die Effizienz eines Cache-Speichers nicht zunichte zu machen ist es außerdem wichtig, dass die Schnittstelle (Interface) der Festplatte eine möglichst hohe Bandbreite bietet. Im nächsten Teil mehr dazu.

Bei SCSI-Festplatten ist die Voreinstellung des Schreibcaches manchmal aus Sicherheitsgründen deaktiviert. Den Status kann man mit SCSI-Tools (z.B. EZSCSI) leicht nachprüfen und gegebenenfalls ändern, um so die Performance erheblich zu verbessern.

Die Caches moderner Festplatten unterscheiden sich in Größe und Organisation, wobei letztere den größten Einfluss auf dessen Leistung hat.

Die meisten Festplatten laden beim Einschalten ihre Firmware (quasi das BIOS der Festplatte) in den Cache der Festplatte und reduzieren so die tatsächlich angegebene Cache-Größe. Damit spart sich der Hersteller ROM-Bausteine und macht gleichzeitig die Aktualisierung der Firmware sehr unproblematisch (ROMs lassen sich bekanntlich nicht überschreiben). In der Vergangenheit war das zum Beispiel bei einigen älteren Modellen von Western Digital leider sogar unbedingt notwendig.

Der nächste Teil des Festplatten-Guides geht auf Aufzeichnungsverfahren und Schnittstellen ein. Außerdem wird die Leistung eine Rolle spielen.

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