Sony HDR-HC1E: Filmen wie die Profis

Obwohl er nun schon seit über einem Jahr im Handel erhältlich ist, setzt Sonys erster HD-Camcorder für Privatanwender mit seiner einzigartigen Bildqualität immer noch den Standard auf diesem Gebiet.
Technische Daten
Preis: 1800 Euro Medien: mini DV Kassetten, Memory Stick Pro (Foto) Videoformat: HDV/DV Audioformat: MPEG-1 Audio Layer II Sensor: CMOS 2,9 Mpx Brennweite: 5,1 - 51 mm Blende: f/1,8 - f/2,1 Belichtungszeit: ½ - 1/10 000 Lichtempfindlichkeit: 7 Lux Optischer Zoom: 10x Auflösung Video: 1440 x 1080 px Auflösung Foto: 1920 x 1440, 1440x1080, 640x480 px Display: 2,7 Zoll 123.200 px Anschlüsse: i.Link (IEEE1394), S-video, USB Abmessungen / Gewicht: 94 x 71 x 188 mm / 680 gHandhabung und Ausstattung
Die HC1E ist größer und schwerer als die meisten DV-Videokameras. Immerhin passt sie noch in eine Handtasche. Wer allerdings auf der Suche nach einem kompakten Modell ist, kann schon zu den folgenden Videokameras übergehen. Trotz ihres Gewichts liegt die Kamera gut in der Hand, und ihre längliche Form sorgt für eine hervorragende Stabilität. Die Bedienelemente sind intelligent angeordnet, und die wichtigsten Befehle sind mit einem Tastendruck erreichbar.
Versierte Amateure werden sich über den äußerst leistungsstarken Fokussier-/Zoomring der Kamera freuen. Mit nur einem Knopfdruck wechselt man bequem von einem in den anderen Modus. Ein solches System, das man für gewöhnlich nur bei semi-professionellen Kameras findet, ist wirklich begrüßenswert. Von manueller Belichtungsregelung über Weißabgleich bis zur Verschlusszeit gibt es zahlreiche Einstellmöglichkeiten für das Bild. In das Menü gelangt man über einen 2,7 Zoll-Touchscreen im 16:9 Format, der eine Auflösung von 123200 Pixel hat. Verglichen mit den aktuellen Standards ist er etwas klein, aber die Qualität ist gut. Und die Anti-Reflex-Beschichtung sorgt für eine gute Lesbarkeit, selbst bei starkem Sonnenlicht. Ebenfalls erwähnenswert ist der Drehschalter für den Zoom und Start/Stopp. So kann man die Stabilität noch verbessern, wenn man die Kamera mit der einen und den Bildschirm mit der anderen Hand hält. Ein weiteres bemerkenswertes Detail ist ein kleiner Farbsucher im 16:9-Format. Seine hervorragende Auflösung von 252000 Pixel ermöglicht es, auf das Hauptdisplay zu verzichten und damit die Batterie zu schonen. Der Sucher kann um 70° nach oben gedreht werden, aber lässt sich nicht ausziehen. Ein Detail, das wichtig sein kann, wenn man die Batterie durch ein umfangreicheres Modell austauschen will.
Das Carl Zeiss Vario-Sonnar T-Objektiv mit einer Blendenöffnung von 1,8-2,1 verfügt über einen 10-fach Zoom (5,1 - 51) und einen digitalen Bildstabilisator. Doch die Verschlusskappe anstelle eines automatischen Verschlusses ist bei einem so hochwertigen Produkt eine Enttäuschung.
Abgesehen von einem -Anschluss, der bei den neuen Modellen des japanischen Herstellers erhältlich ist, sind alle wichtigen Anschlüsse vorhanden. Sie befinden sich an der linken Seite und werden durch zwei feste Abdeckungen geschützt. Es gibt einen i.Link (DV)-Anschluss für die Übertragung von HDV- und DV-Dateien, einen YUV-Ausgang (HD Components) für die HD-Wiedergabe auf HD-Ready-Geräten sowie einen Composite-Ausgang. Die HC1E-Kamera ist gut ausgestattet. Sie verfügt über Mikrophon- und Kopfhörerbuchsen und einen USB-Anschluss, um Fotos zu übertragen oder die Kamera als "Luxus-Webcam" zu nutzen.
In der Praxis
Trotz neuer HD-Modelle setzt die HC1E Standards in punkto Bildqualität. Auf unserem Full-HD-Referenzgerät (dem Philips 42PF9731D Full-HD) beeindrucken die 1080i-Videos mit einer Schärfe, die ihresgleichen sucht. Die Tage des DV-Formats sind gezählt. Die Farben sind lebendig, und das Rauschen hält sich, selbst bei schwachem Licht, in Grenzen. Wie bei den meisten HD-Videokameras ist auch bei der HC1E die Lichtempfindlichkeit der Schwachpunkt. Diese stagniert, wenn das Licht zu schwach wird, und darunter leiden die Farben.
Die Fotos werden auf einem Memory Stick Pro gespeichert, wie bei Sony üblich. Dank der Auflösung von 2,7 Megapixel kann man Fotos mit einer Auflösung von maximal 1920 x 1440 Pixel schießen. Das Ergebnis ist zufriedenstellend, auch wenn die HC1E eine richtige Digitalkamera nicht ersetzen kann. Die Farbtreue ist zwar ordentlich, aber die Photos sind pixelig und nicht klar genug. Über dem Objektiv ist ein leistungsstarker Blitz eingebaut, der selbst fast vollständige Dunkelheit bis zu zwei Meter weit erhellt. Durch Drücken der Blitztaste erreicht man die unterschiedlichen Einstellungen. So kann man den Blitz manuell auslösen oder den Anti-Rote-Augen-Effekt aktivieren.
Zusammenfassung
Die HDR-HC1E richtet sich an versierte Amateure, die auf eine exzellente HD-Bildqualität Wert legen, ohne dafür ihr gesamtes Konto plündern zu müssen. Sie ist bereits seit eineinhalb Jahren auf dem Markt und immer seltener erhältlich, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass sie bald von einem Nachfolgemodell abgelöst wird, das auf den folgenden Seiten noch vorgestellt werden soll.
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