
Endlich die erste HD-Videokamera von Canon für Privatanwender. Sie ist sehr kompakt und relativ leicht, liefert jedoch Videos von hoher Qualität.
Technische Daten
Medien: mini DV Kassetten, SD (Foto) Videoformat: HDV/DV Audioformat: MPEG-1 Audio Layer II, PCM Sensor: CMOS 2,9 Mpx Brennweite: 6,1 - 61 mm Blende: f/1,8 - N.C. Belichtungszeit: 1/2000 Lichtempfindlichkeit: 1 Lux Optischer Zoom: 10x Auflösung Video: 1920 x 1080 px Auflösung Foto: 2048 x 1536, 1920 x 1080, 1440 x 1080, 640 x 480 px Display: 2,7 Zoll, 123 000 px Anschlüsse: DV (IEEE1394), S-video, USB 2.0 Abmessungen / Gewicht: 56 x 104 x 106 mm / 440 gHandhabung und Ausstattung
Auf den ersten Blick überrascht die HV10, denn Canon hat sich vom vertikalen Design, das den Großteil der quadratischen Videokameras charakterisierte, entfernt. Die Kamera liegt gut in der Hand, aber einige Tasten sind, besonders für dicke Finger, schwer zugänglich. Mit einem Gewicht von nur 440 g ist dieser HD-Camcorder momentan der leichteste und damit ein idealer Reisebegleiter.
Das Gehäuse verfügt über zahlreiche Bedienelemente, mit deren Hilfe man, ohne das Display zu öffnen, alle Einstellungen vornehmen kann. Über ein kleines Rädchen kann man die Fokussierung und die Belichtung einstellen. Das ist viel praktischer als die Bedienung über den Touchscreen, auch wenn das Menü stark vereinfacht wurde. Der 2,7 Zoll-Bildschirm im 16:9 Format hat eine Auflösung von 211000 Pixel. Die Anti-Reflex-Beschichtung ist sehr wirkungsvoll, so dass das Display selbst bei starkem Sonnenlicht gut lesbar bleibt. Ein Sucher ist ebenfalls eingebaut, aber man kann ihn nicht ausklappen. Somit erweist er sich als weniger praktisch, auch wenn er sicher seine Existenzberechtigung hat und weniger verbraucht als das Hauptdisplay.
Das Objektiv wird durch einen automatischen Verschluss geschützt. Das ist sinnvoller als eine einfache Schutzkappe, die man verlieren oder die vor das Objektiv geraten kann, wenn man sich beim Filmen bewegt. Im Gegensatz zu seinem direkten Konkurrenten, dem Sony HDR-HC3E, ist der HV10-Camcorder mit einem sehr wirkungsvollen optischen Bildstabilisator ausgestattet. Außerdem verfügt er über einen 10fach-Zoom (6,1- 61 mm) mit einer maximalen Blendenöffnung von f/1,8. Dagegen vermisst man den bei Profis beliebten Einstellring.
Bei den Anschlüssen fehlt lediglich der HDMI-Anschluss, der jedoch bei der HDR-HC3E zum gleichen Preis erhältlich ist. Ein Firewire-Anschluss ermöglicht die Übertragung von Dateien auf den Computer, um sie zu schneiden. Allerdings wird nicht einmal eine Basissoftware mitgeliefert.
In der Praxis
Auch hier ist die Bildqualität ausgezeichnet und die Schärfe beeindruckt selbst auf einem sehr großen Bildschirm. Die Farben sind wärmer und satter als bei den Modellen von Sony, was den Videos schmeichelt. Das ist aber Geschmackssache. Der optische Bildstabilisator, anstelle eines digitalen Systems, ist sehr leistungsfähig und die großen Bilder sind recht stabil. Dagegen ist der Autofokus gelegentlich etwas langsam. Aber beim Scharfstellen man muss ihn nutzen, da es keinen manuellen Einstellring gibt.
Der Fotomodus ist in Ordnung. Die Fotos sind detailreich und die Farben werden gut wiedergegeben. Sie werden auf einer SD-Card gespeichert, die man leider dazu kaufen muss. Der integrierte Blitz ist leistungsstark. Man kann in beinahe völliger Dunkelheit, ohne Verschlechterung der Farben und ohne störendes Rauschen, fotografieren.
Zusammenfassung
Die Canon HV10 ist eine kleine, sehr leichte HD-Videokamera, die besonders reisende Videofilmer interessieren wird. Die Bildqualität ist gut und der Fotomodus sehr leistungsfähig. Nur einige Schwächen, wie der fehlende HDMI-Anschluss, sollten noch behoben werden.
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