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Fazit: HDTV - Fantastische Bildqualität schon heute am PC
Seite zurückSeit einigen Wochen strahlt der belgische Sender "Euro1080" über Astra-Satellit die ersten HDTV-Sendungen in Europa aus. Gegenüber dem normalen Digital-Fernsehen mit maximal 720x576 Bildpunkten beträgt die Auflösung 1920x1080 Punkte. Derzeit gibt es noch kein Empfangsgerät, welches in der Lage ist, prinzipiell HDTV-Empfang sicherzustellen. Dennoch ist es möglich, im Zusammenspiel mit einem leistungsfähigen PC-System schon heute HDTV am hoch auflösenden Monitor in bester Kinoqualität zu genießen. Dazu haben wir im Labor die DVB-S-fähige TV-Karte Technisat Skystar 2 verwendet, die ausschließlich durch Einsatz der DVB Viewer -Software (ab Version 1.99) beste Ergebnisse liefert. Hinweis: Die Software V1.99 wurde THG vorab zur Verfügung gestellt. Sie soll noch vor Weihnachten zum Download angeboten werden. Hier haben die maßgeblichen Entwickler der Software - die Hackbart-Brüder - ganze Arbeit geleistet. Überragend ist vor allem die gebotene Bild- und Videoqualität, die selbst bestes Digital-TV in PAL-Auflösung á la Premiere alt aussehen lässt. Auch die Aufzeichnung und zeitversetzte Wiedergabe (Time Shifting) von HDTV-Sendungen ist einwandfrei möglich, ein potentes PC-System vorausgesetzt.

Trotz Digital-TV nur mäßige Bildqualität: Zu geringe Auflösung und Bandbreitenbegrenzung
Damit steht der Verbreitung von HDTV nach dem 1080i-Standard in Europa nichts mehr im Weg. In Kürze sollen entsprechende Set-Top-Boxen von Wela (Smart Imperator) und Panasonic im Handel erhältlich sein. Das interessante am Imperator von Wela: Er hat gleich zwei Empfangsteile - DVB-S und DVB-T - integriert und ist mit einer Festplatte für HDTV-Aufzeichnung ausgestattet. Die Ausgabe erfolgt per DVI-Schnittstelle. An dieser Stelle sei auf das Problem der Fernsehempfänger hingewiesen: Es gibt derzeit weltweit noch kein einziges Gerät, welches eine Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten unterstützt. Selbst die oft gelobten Pseudo-HDTV-Empfänger mit Plasmabildschirmen aus Nordamerika schaffen maximal 1280x1024 Punkte. Im Bereich der Projektoren ist auch bei der genannten Auflösung die Grenze erreicht, nur sehr teure Geräte für den stationären Einsatz (ab 20000 Euro) schaffen echte HDTV-Darstellung. Die preiswerteste Möglichkeit HDTV darzustellen bleibt ein klassischer CRT-Monitor mit mindestens 19 Zoll Bildschirmdiagonale. Wir verwendeten im Test den Iiyama A201HT, der bei einer Auflösung von 2048x1536 Punkten eine Wiederholrate von 75 Hertz schafft.
Auch die übrige Ausstattung des PCs entspricht nicht dem üblichen Standard: Prozessor mit mindestens 2.4 GHz (oder Athlon XP 2200+), 1 GB Speicher und ein Festplatten-RAID-0-Verbund mit 160 GB. Wichtig ist noch eine ATI-Grafikkarte mit Radeon-Chip und neuesten Catalyst-Treibern für die DXVA-Unterstützung. Zur optimalen Soundwiedergabe empfiehlt sich die Terratec Aureon 7.1 oder Creative Audigy 2.

Die Vorzüge von HDTV sind schnell aufgezählt: Bildwiederholrate von 30 Bildern pro Sekunde gegenüber 25 FPS bei PAL, skalierbares MPEG-2 Videoformat und Audio Dolby AC3 mit 48 kHz. Die hohe Auflösung im 16:9-Format sorgt für beste Bildqualität und Detailschärfe. Unsere Bilder im Rahmen dieses Artikels sprechen eine eigene Sprache. Hinzu kommt digitaler Surround-Sound und die zusätzliche Möglichkeit der Datenübertragung. Die Industrie plant mittelfristig, Filme über Satelliten und Netzwerke in die Kinos zu übermitteln, um noch mehr Auswahl zu bieten.
Spätesten zur Fußball-WM 2006 in Deutschland werden Pay-TV-Sender wie Premiere die Ereignisse in HDTV übertragen.
