Bereits im letzten Test von 21 Grafikkarten mit GeForce3-Ti-Chip (Sneak Preview: Erste Grafikkarten mit GeForce4 Ti 4600 Chip in Sicht ) kritisierten wir die schlechte Darstellung der TV-Ausgabe mit diesen Karten. Bei der neuen GeForce4-Serie hat sich seither leider nichts gebessert. Nach wie vor ist auf PAL-Fernsehern ein hässlicher schwarzer Rand um das Bild zu sehen, da sich die Größe des TV-Ausgabebildes nicht verändern lässt. Eine dafür notwendige Overscan Funktion ist im Treiber nicht vorgesehen, obwohl die verbauten TV-Encoder-Chips das durchaus beherrschen. Zudem kommt die Bildqualität auch nicht an das heran, was man von einigen Notebooks her kennt. Dank zweitem RAMDAC ist bei GeForce4 Ti nun wenigstens die gleichzeitige Ausgabe auf Monitor und TV möglich. Auch nView leistet in diesem Modus sehr praktische Dienste.

Die Aufnahmefähigkeiten der Karten mit Video-In Funktion ist brauchbar. Im Test gelang die Aufnahme eines vier Minuten Videos inklusive Ton in 640x480 ohne Bild- oder Tonausfälle.
Mager sieht es dagegen mit der Bildqualität einiger Karten aus. An unserem Iiyama VisionMaster-Pro511-Testmonitor lieferten einige Boards bei 1600x1200 mit 85Hz nur noch ein sehr unscharfes Bild. Manche produzierten sogar deutliche Schattenbilder. NVIDIA will diesen Problemen durch schärfere Referenz-Designvorgaben künftig einen Riegel vorschieben.
Anbei die subjektive Bewertung der Bildqualität am Testmonitor:
| Karte | Bildqualität 1600x1200/85Hz |
Bemerkung |
|---|---|---|
| ABIT Siluro GeForce4 Ti4400 | 2 | etwas unscharf |
| ASUS GeForce4 Ti4400 | 3 | unscharf |
| ASUS GeForce4 Ti4600 | 3 | unscharf |
| Chaintech GeForce4 Ti4600 SE | 4 | unscharf |
| Gainward GeForce4 PP! U 750XP | 2 | etwas unscharf |
| Leadtek WinFast A250 TD | 2 | etwas unscharf |
| MSI GeForce4 Ti4400 | 5 | unscharf, Geisterbilder |
| MSI GeForce4 Ti4600 | 2 | etwas unscharf |
| PNY GeForce4 Ti4600 | 4 | unscharf |
| VisionTek GeForce4 Ti4400 | 5 | unscharf, Geisterbilder |
| VisionTek GeForce4 Ti4600 | 2 | etwas unscharf |
