High-End-Talent: Die Siluro GeForce3 Vio von ABit

18:00 - 20/11/2001 von Patrick Schmid

Erst kürzlich hat es ATI mit dem neuen Radeon-8500-Chip geschafft, nVIDIAs Vormachtstellung im High-End-Grafiksektor in Frage zu stellen. Der Grafikgigant steht daher in der Defensive und handelt mit der Einführung des GeForce2 Ti, dem GeForce3 Ti200 und dem Ti500 ganz nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung". Das Rezept: Die Taktraten der Grafikchips und des jeweils verwendeten Grafikspeichers wurden den von ATi veränderten Bedingungen angepaßt und die Chips mit dem verheißungsvollen Suffix "Ti" (Titanium) versehen. Zusätzlich wurde gleichzeitig der Detonator-4-Treiber freigegeben - welcher jedoch auch alle bisherigen Chips der GeForce-Familie deutlich in ihrer Leistung steigert.

Mit technischem Fortschritt haben diese Maßnahmen wenig zu tun, denn am Design des GeForce3-Chips wurde nichts verändert. Immerhin profitiert der GeForce3 Ti500 von höheren Taktraten. So ist er auf 240 statt 200 MHz Chiptakt sowie 250 statt 230 MHz Speichertakt eingestellt. Der GeForce3 Ti200 ist dagegen langsamer als der bisherige GeForce3, da sein Chip nur noch mit 175 MHz getaktet ist; dem DDR-Speicher müssen sogar 200 MHz genügen. Klar, dass der Ti200 zu den das unattraktiven Modellen der GeForce3-Familie gehört. Wenn es nach nVIDIA geht, soll der "normale" GeForce3 nach nur wenigen Monaten vom Markt verschwinden. Ein spürbarer Preisverfall ist daher zu erwarten.

Wer auf den Beinamen "Titanium" verzichten kann, wird mit einer vielseitigen GeForce3-Grafikkarte wie der Siluro GeForce3 Vio sicherlich glücklich, denn sowohl Features als auch Leistung sind im Überfluß vorhanden. ABit wird dieses Modell noch einige Zeit lang anbieten - der GeForce3 ist daher in der Praxis noch lange nicht passé.

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