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Geprellte iPhone-User wollen Apple vor Gericht zerren

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18:10 - 2. Oktober 2007 von Thomas Kretschmann

Es köchelt in diversen Apple-Foren: Aufrufe von Usern, sich zusammenzuschließen, um die Apfel-Marke zu verklagen, sollen von Apple gelöscht worden sein.

Apple hat es sich mit seiner iPhone-Sperr-Aktion mit vielen ehemals treuen Anwendern sauber verscherzt. Das letzte Firmware-Update machte etliche der nicht gerade günstigen Geräte unbrauchbar (siehe »iPhone Firmware-Update: Cracks momentan unwirksam«). Zwar ist das Update keine Zwangsmaßnahme und rein funktionell besteht kein Grund, die unter Umständen schädliche Firmware aufzuspielen. Selbst wer auf das Update Wert legt, bekommt mittlerweile Tipps an die Hand, upzugraden und zugleich die vorgenommenen, von Apple unerwünschten Modifikationen zu erhalten (siehe »iPhone-Cracks laufen wieder«). Doch die Geräte vieler Apple-User in den USA sind durch das Update geschrottet — zum »iBrick« geworden, wie man dort sagt — und lassen sich gerade mal noch als Briefbeschwerer nutzen.

Was liegt näher, als sich zusammen zu tun und im Rahmen Gleichgesinnter oder auch: gleichartig Wütender nach einer Möglichkeit zu suchen, Apple für die Aktion in irgendeiner Form dranzukriegen? Hinzu kommt, dass man sich in Cupertino recht arrogant benimmt (siehe auch »Apple bleibt hart ...«). Immerhin sind Sammelklagen in den USA ein probates Mittel für Davids, es einem Goliath mal so richtig zu zeigen. Es müssen sich nur genug Geprellte finden, um am gleichen Strang zu ziehen.

Doch dagegen hat Apple was: Wie Wolfe Den vom US-Infodienst Informationweek berichtet, wurden im Apple-Forum einige Einträge gelöscht, in denen nach Gleichgesinnten zum Zwecke einer Sammelklage gesucht wurde. Aufgerufen waren diejenigen, die so genannte »3rd Party Software« installiert hatten oder das Mobiltelefon geknackt haben.

Wolfe berichtet von diversen Forums-Teilnehmern. Auch zititert er die New York Times, die von Joel Robisons iPhone-Erlebnis berichtet: Er soll die Installation einer (von ihm dringend benötigten) Fremdsoftware auf das iPhone abgebrochen haben. Trotzdem versagte das Gerät nach dem Update seinen Dienst. Im Apple-Store hätte man ihn dann beschuldigt, ein geknacktes Handy benutzt zu haben.

Quelle: tom's hardware DE

Kommentare zum Beitrag
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Login 02/10/2007 22:24
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muhaha..*händereib und appleuser auslachen*

powerhawk 03/10/2007 08:53
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OK, fassen wir zusammen:

1.) Sie kaufen ein Handy, daß definitiv mit SIM-Lock und ohne Möglichkeit zu Dritt-SW verkauft wird.

2.) Sie knacken den SIM-Lock oder spielen doch Dritt-SW auf - gegen jede Vertragsbestimmung.

3.) Sie machen ein Update, von dem JEDER schon 1 Woche VOR Erscheinen weiss, daß es entsprechend "geöffnete" Geräte unbrauchbar macht.

4.) Sie wollen jetzt den Hersteller verklagen.

Auch wenn ich das Vorgehen von Apple lächerlich finde, ganz ehrlich: Wer SO dumm ist wie diese User, dem gebührt es nicht anders...

Rach78 03/10/2007 12:43
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Dummheit gehört bestraft.

Manche Leute gehen aber bewusst Verträge ein und meinen sich dann im Nachhinein nicht an diese halten zu müssen und dann ist plötzlich der Hersteller, der Anbieter Schuld und nicht etwa man selbst.

Kayzah 03/10/2007 13:52
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Du bist der dumme, Rach78.
Die Hardware ist vollständig bezahlt, welche Software installiert wird, sollte dem Besitzer überlassen werden.

Rach78 03/10/2007 15:38
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-0+

was fürn schwachsinn du schreibst.

Wenn du installieren willst, was dir in den Sinn kommt dann haste auch die Konsequenzen zu tragen.
Wenn Apple dir sagt, das Gerät kann durch bestimmte software beschädigt werden und du ignorierst es, handelst du grob fahrlässig.

Spricht hier etwa ein iphone käufer, der apple verantwortlich machen will für seine eigene Dummheit??

Fio1979 03/10/2007 16:53
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Ich finde, wenn man sich bindet, hat man sich daran zu halten! Ich gebe Rach78 zu 100% recht!!
Wass solls, man zahlt vieleicht ein paar € mehr, aber dafür hat man echt ein schönes Gerät.
Was soll der geiz mit... "oh jeden cent sparen!" und dann hat man den Salat!
Also auch meine statement...

Selber schuld!!!

aime2code 03/10/2007 19:29
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@Kayzah
Es gibt bestimme Bedingungen, an die man sich halten muss, um die Hardware nutzen zu dürfen.
Wenn du dir zum Beispiel eine Office Lizens kaufst, dann heißt es, dass du die Software nur auf einem Rechner benutzen darfst, obwohl die CD eigentlich dir gehört. Kannst also nicht alles damit machen was du möchtest.

Dass man schon bei der Hardware solche Sachen macht find ich ein bisschen einschränkend, aber sind halt Vertragsbedingungen, an die man sich zu halten hat. Wer was gegen hat, soll das Ding eben nicht kaufen.

thermal-detonator 04/10/2007 09:59
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-0+

Das ist mal wieder das Problem des ach so stylischen
neuen Apple-Produkts.

Der User wird mit Kauf an einen ganz schön knackigen
Vertrag gebunden. Nein, ich denke "geknebelt" trifft
es besser. Der Funktionsumfang ist niedrig, wenn man
den Preis des iPhones berücksichtigt, gar lächerlich.
Aber es sieht halt toll aus - das muss man dem
iPhone lassen - und Style kommt in dem Fall
anscheinend vor Funktionalität. Ich glaube, man
würde das iPhone auch kaufen, wenn man damit nicht
telefonieren könnte ;-)

Aber es ist halt so, wie meine Vorredner es schon
richtigerweise dargestellt haben: Wer gerade solch
ein teures Produkt kauft, sollte sich an die
Vertragsbedingungen halten. Wer hiergegen verstößt
und das iPhone unbrauchbar macht, ist halt selbst
schuld. Ich verklage auch keinen Hersteller von
Küchenmessern, wenn die Dinger so scharf sind,
dass ich mich schneide...

Aber auch ich bin der Meinung, dass Apple
übertreibt und den Kunden mehr oder minder am
ausgestreckten Arm verhungern lässt. Plugins
bzw. zusätzliche Programme möchte man ja am
liebsten selbst vertreiben. Dritthersteller
sollen natürlich nicht verdienen.....

Ich hab meine Konsequenzen daraus schon gezogen
und mir den T-Mobile MDA Touch geholt. Der PDA
ist nicht wirklich so komfortabel wie das iPhone,
aber vom Funktionsumfang wesentlich besser
ausgestattet. Und da kann man noch aus einer
breiten Masse an Software wählen und diese
sogar gefahrlos installieren :-)

Grüsse,

T.

FormatC 04/10/2007 10:50
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Vielleicht sollte man das Ganze mal wieder vom Kopf auf die Füsse stellen:

Das Update hat eigentlich nichts am System geupdatet, was hätte geupdatet werden müssen. Das Update war also gewissermaßen lediglich eine bewußte "Strafaktion" mit dem Ziel, gepimpte Handys im Nachhinein heimlich DAUERHAFT unbrauchbar zu machen.

Und genau an dieser Stelle greift die Klage dann wohl doch. Dass man die Garantie/Gewährleistung verliert und beim Aufspielen von Drittsoftware vielleicht als Risiko auch die Funktionalität verlieren KÖNNTE, ist die eine Seite, welche die betreffenden Benutzer locker in Kauf genommen haben. Einen gekauften Sachwert bewußt und heimtückisch IM NACHHINEIN so zu beschädigen, dass er die beim Kauf vorhandenen Eigenschaften nicht mehr besitzt, ist wohl mehr als zweifelhaft.

Und das vor allem auch deshalb, weil auch alle, die den SIM-Lock gar nicht umgangen, sondern das Handy nur um eigentlich primäre Funktionen ergänzt haben, jetzt auch lahmgelegt wurden, ist das Ganze mehr als fragwürdig.

Vegleichen wir das mal mit Druckerpatronen:
Ich lasse mir meine Patrone nachfüllen (z.B. mit Chip-Reset) bzw. nehme einen Nachbau, anstelle eine neue zu kaufen (billiger). Der Hersteller ändert nun bewußt die Treiber, empfiehlt mir neue als ultimatives Update und zerstört damit die Steuerelekronik aller Drucker, die nicht mit einer nicht neu befüllten Originalpatrone laufen. Was wäre dieses dann? Ich kann doch mit meinem Drucker tun, was ich will...

Knackpunkt ist die Art des Lahmlegens. In dieser Form dürften die Kläger sicher gute Chancen haben.

powerhawk 04/10/2007 12:53
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@FormatC

Is nicht ganz richtig. Das Update enthielt einige Erweiterungen - es war also kein reines "Strafdate".

Weiters wurden auch bei vielen die Geräte nicht unbrauchbar (TROTZ Hacking), sondern lediglich der SIM-Lock wieder aktiviert bzw. die Dritt-SW unbrauchbar. Bei einigen ging es eben ganz in die Hose.

Es ist allerdings auch so, daß nach dem Entsperren eines SIM-Lock bei praktisch JEDEM Handy von Updates klar und deutlich abgeraten wird. Hab ich selbst schon bei SE, Nokia und Motorola erlebt. Wer es dennoch macht, kann schon mal Pech haben.

Und zu den Druckerpatronen: Glaubst du, daß genau der von dir beschriebene Fall noch nicht eingetreten ist? Im Normalfall läßt man zwar nur die Tinte auslaufen (absichtlich) und lehnt die Garantie wg. der falschen Patrone ab, aber es ging auch schon weiter...sowohl bei Druckern als auch Fax und Multis.

Anonymer Nutzer 27/05/2008 15:02
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also ich habe mir mit einem fremdprogramm mein nokia N93 zerstört. laut garantiebestimmung von nokia hätte ich ja die garantie verloren. aus kulanz wurde mein Handy dann kostenlos hergerichtet! meiner meinung nach ein verhalten wie man es sich erwartet (habe für das teil immerhin 870? hingelegt). Da die Aplesoftware ja ähndlich einfach zu erweitern geht wie die symbian software des nokia müsste man eigentlich damit rechnen das user andere Programme draufspielen um sich den Altag zu vereinfachen. damit wirbt ja apple auch schließlich den altag mit deren lösungen so angenehm wie möglich zu gestallten. Das mit dem Simlock ist wieder etwas anderes, aber da hat meiner meinung nach auch apple einen fehler gemacht das gerät nur an bestimmte provider zu verkaufen.
Wenn ich ein iphone mir zulege, was nciht mal so unwahrscheindlich ist, dann werde ich es mit turbosim oder mit einer ähndlichen hardwaremäßigen alternative entsperren, da hier diese Apllesperre anscheinend nicht greift.
Und das mit den Druckerpatronen finde ich schon ein sehr gutes und auch brauchbares beispiel, weil is ja eigentlich nix anderes, nur das da halt um für den benutzer benötigte software geht.

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