GData: Smartphones sind kein Malware-Ziel
Nächste NewsDie Gefahr für Smartphones, durch Malware verseucht zu werden, ist weitaus geringer als bislang propagiert. Der Angriff auf die Mobil-Gadgets lohnt sich laut GData für Cyber-Kriminelle nicht.
In der Regel trommeln die Hersteller von Sicherheitssoftware recht flink die Werbetrommel für eigene Produkte, wenn frische Malware auftaucht oder in einer weit verbreiteten Software ein Sicherheitsleck entdeckt wird. Im Fall von Smartphones winkt aber nun GData ab: Obwohl, wie der Sicherheitsdienstleister betont, »einige Security-Unternehmen eine Virenwelle apokalyptischen Ausmaßes heranrollen sehen«, ist die Gefahr, dass das eigene Handy in irgend einer Form verseucht wird oder Daten unbefugt in die Hände Dritte gelangen können, äußerst gering. GData könnte sich damit den Unmut seiner Branche zuziehen: »Den medialen Hype um Apples Handy nutzen einige Security-Anbieter offensichtlich für eine recht unfundierte Stimmungsmache«, so Dirk Hochstrate, »es ist offensichtlich, dass einzelne Hersteller Nischenmärkte frühzeitig besetzen wollen«, erklärt der GData-Vorstand.
Der Grund dafür, dass selbst übervorsichtige Smartphone-User durchatmen können: Für die Malware-Industrie sind Smartphones einfach keine lohnenden Ziele. So sollen für die am meisten verbreitete Smartphone-Plattform Symbian in den letzten 12 Monaten gerade mal 23 neue Malware-Varianten entdeckt worden sein. Um 23 nagelneue Windows-Schädlinge ausfindig zu machen, benötigt man gerade mal 2,5 Stunden. Gegen groß angelegte Malware-Angriffe auf Handys sprechen auch die technisch limitierten Verbreitungsmöglichkeiten: Bluetooth eignet sich für den Massenversand nicht, bei MMS -Nachrichten steht dem ein Installationsprozess mit der Erlaubnis des Anwenders entgegen.
Für iPhone-Besitzer besteht lediglich eine theoretische Gefahr durch Drive-by-Infektionen von infizierten Webseiten oder beim Surfen in schädlichen WLANs. Laut Ralf Benzmüller, dem Leiter der GData-Labore, wird die große Mobil-Virenwelle aber vorerst ausbleiben.
Quelle: Tom's Hardware DE
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