Adaptec gegen Enhance Tech: iSCSI-Storage im Härtetest

09:10 - Mittwoch, 30. April 2008 von Patrick Schmid, Achim Roos
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4 - Im Inneren des SnapServer 720i

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Als Herz des SnapServer 720i kommt ein Single Core 2,6 GHz-Opteron mit 1 MB L2-Cache und 1 GB DDR400-Memory zum Einsatz; die höher entwickelten Versionen sind dann mit 2 GB Speicher ausgestattet. Wie bereits erwähnt verbaut Adaptec seine eigenen RAID-Controller; in diesem Fall handelt es sich um einen ASR-4800SAS, mit dem Sie weitere externe Festplatten anbringen können. Mit dieser leistungsstarken Basis können Sie alle drei Gigabit Ethernet-Anschlüsse für drei verschiedene iSCSI-Initiatoren einsetzen. Dabei kann jeder Initiator auf dieselben Festplatten zugreifen – je nach RAID-Konfiguration und verfügbarem Speicher. Stellen Sie sich also den SnapServer 720i in Verbindung mit einem SANbloc S50 vor und Ihnen eröffnet sich der Zugriff auf genügend Festplatten, um alle drei GbE iSCSI-Verbindungen entsprechend zu sättigen.

iSCSI SnapServer EnhanceTech

Alle Lüfter – und auf Wunsch auch das Netzteil – sind redundant. Der ASR-488 SAS-Controller bestimmt die RAID-Unterstützung, die RAID 0, 1, 10, 5, 6, 50 und 60 sowie Hot Spares umfasst. Die Battery-Backup-Einheit hält den Status des Controller-Caches bis zu 72 Stunden aufrecht, wodurch gespeicherte Daten im Falle eines plötzlichen Stromverlusts weiterhin geschützt sind. Da ein herkömmlicher Rechner als Grundlage für den SnapServer dient, sind auch zwei USB 2.0-Anschlüsse problemlos verfügbar. Hier könnten Sie z.B. eine USV-Einheit (Uninterruptible Power Supply) anschließen und Ihr System so zusätzlich vor Stromausfällen zu schützen.

Der SnapServer 720i von Adaptec besticht vor allem durch seine Funktionsvielfalt, Leistung und Flexibilität; allerdings ist der Preis für dieses erstklassige Produkt entsprechend hochtrabend: Für die Version mit 2 TB müssen Sie zumindest 7000 Euro veranschlagen und erhalten dafür allerdings drei Jahre Garantie. Einen Rund-um-die-Uhr-Support und erweiterte Garantieoptionen bietet Adaptec– aber nur gegen Aufpreis. Das Adaptec-Paket ist gewiss eine der flexibelsten Lösungen, die es derzeit auf dem Markt gibt. Allerdings ist die Hardware, die hinter einem SnapServer 720i steckt, im Handel weit unter 2000 Euro wert – da scheint die Preisgestaltung schon etwas überzogen. Schließlich ist es für kleine Unternehmen nicht ganz so einfach, mal eben 7000 Euro für Storage-Geräte aus dem Ärmel zu schütteln. Sie können sich vorstellen, dass auch die SANbloc S50 Speichererweiterungsmodule nicht gerade ein Schnäppchen sind. 1,2 TB kosten nochmals knapp 3500 Euro. Adaptec ist iSCSI-Segment eindeutig der Mercedes unter den Herstellern.

iSCSI SnapServer EnhanceTech


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Kommentare zum Beitrag
kmueho 30/04/2008 10:29
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kmueho

Zitat :...können Sie alle drei Gigabit Ethernet-Anschlüsse für drei verschiedene iSCSI-Initiatoren einsetzen. Dabei kann jeder Initiator auf dieselben Festplatten zugreifen...


Also wenn das tatsächlich 3 Initiatoren gleichzeitig auf das gleich RAID (schreibend) zugreifen, müsste es eigentlich Müll geben, da das Filesystem von den jeweiligen Hosts verwaltet wird. Drei Köche dürften wohl den Volume-Bitmap-Brei verderben.


Zitat :Da ein herkömmlicher Rechner als Grundlage für den SnapServer dient, sind auch zwei USB 2.0-Anschlüsse problemlos verfügbar. Hier könnten Sie z.B. eine USV-Einheit (Uninterruptible Power Supply) anschließen und Ihr System so zusätzlich vor Stromausfällen zu schützen.


Lustig! Hört sich ja fast so an, als wolle man den fehlenden Strom zum USB-Port reinschieben. ;-)

Masamune 01/05/2008 16:32
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Masamune

Zitat :Also wenn das tatsächlich 3 Initiatoren gleichzeitig auf das gleich RAID (schreibend) zugreifen, müsste es eigentlich Müll geben, da das Filesystem von den jeweiligen Hosts verwaltet wird. Drei Köche dürften wohl den Volume-Bitmap-Brei verderben.

Nicht wenn das Dateisystem dafür ausgelegt ist, wie das zum Beispiel beim VMFS von VMware der Fall ist.

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