1 - iSCSI-Appliances: Muss es wirklich teuer sein?

Storage Area Networks (SANs), bei denen Speicher via Ethernet in die IT-Infrastruktur integriert werden, sind für kleinen und mittlere Unternehmen ideal. Adaptecs SnapServer sind leistungsfähig, doch EnhanceTechnology kontert mit höchst attraktivem Preis
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In den vergangenen Jahren zählten Business-Storage-Produkte nicht zu den spannendsten, wohl aber zu den wichtigsten Interessengebieten. Punkte wie Speicherkapazität, Performance, Zuverlässigkeit und einfache Bedienung rückten immer weiter in den Vordergrund. Somit wurden herkömmliche Ansätze, also die lokale Installation von Laufwerken, ineffizient und teuer. Die Installation von Festplatten bringt zudem eine Ausfallzeit (Downtime) mit sich und auch die Aufrüstmöglichkeiten sind begrenzt. Dagegen haben bestehende Netzwerk-Infrastrukturen wie Gigabit Ethernet bereits bewiesen, dass man sie für die Anbindung schneller und effizienter Storage-Lösungen an verschiede Server (SAN – Storage Area Network) hervorragend zweckentfremden kann. Diesen Vorteil kennen Adaptec und Enhance Technology nur zu gut und bieten für kleine und mittlere Unternehmen flexible SAN-Lösungen auf iSCSI-Basis an („i-scuzzy“ ausgesprochen).

iSCSI SnapServer EnhanceTech

Für den Transport der zugrundeliegenden SCSI-Pakete nutzt das iSCSI-Protokoll (Internet Small Computer System Interface) das TCP/IP-Netzwerkprotokoll. Zwar ist es dem herkömmlichen SCSI sehr ähnlich, kommt allerdings auch ohne einen leistungsstarken und teuren Controller aus. Für das iSCSI-Konzept benötigen Sie lediglich einen so genannten Initiator, das auf einen iSCSI-Speicher zugreift. Die eigentlichen Speichergeräte bezeichnet man als iSCSI-Target (Ziel), auf die auch mehrere Initiatoren zugreifen können. Bei Initiatoren handelt es sich üblicherweise um Storage-Server oder ähnliche Systeme; es kommen allerdings auch einfache Windows XP-Rechner wie Notebooks oder Desktop-PCs in Frage. Anders als SCSI-Hostadapter, die recht teuer sein können, reicht ein solider Netzwerk-Controller für den Anfang völlig aus.

Für die Verbindung von Host-Rechnern und Laufwerken brauchen Sie bei herkömmlichem Lösungen entweder SAS, SATA oder SCSI. Produkte des iSCSI-Segments bauen hingegen auf einer bestehenden Infrastruktur auf. Storage-Area-Networks (SANs) im Unternehmensbereich nutzen üblicherweise Fiber Channel; allerdings gewinnen Gigabit Ethernet zunehmend an Attraktivität, da sie kosteneffizienter und fast überall bereits vorhanden sind. Mit optionalen Mehrfach-Verbindungen können Sie den Durchsatz zwischen iSCSI-Initiator und dem Target erhöhen oder eine redundante Verbindung bereitstellen.

In der Vergangenheit haben lediglich große Storage-Unternehmen wie Adaptec oder LSI entsprechende iSCSI-Produkte angeboten. Mittlerweile haben auch andere Mitstreiter die Wichtigkeit und das große Potential des SAN-Marktes erkannt und sind auf den Zug aufgesprungen. Das deutsche Unternehmen Open-E, das gerade auf dem US-Amerikanischen Markt Fuß fassen will, bietet attraktive Software-Module, mit denen sich Server Ihrer Wahl mit NAS- oder iSCSI-Funktionen ausstatten lassen. Andere Unternehmen wie Enhance Technology versuchen derweil, ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten als die bekannteren Marken. Wir haben uns den Adaptec SnapServer 720i und das EnhanceRAID T8 IP von Enhance Technology angesehen. Beide dienen demselben Zweck – mit völlig unterschiedlichem Ansatz und in völlig verschiedenen Preissegmenten.


Kommentare zum Beitrag

kmueho 30/04/2008 10:29
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kmueho
Zitat :...können Sie alle drei Gigabit Ethernet-Anschlüsse für drei verschiedene iSCSI-Initiatoren einsetzen. Dabei kann jeder Initiator auf dieselben Festplatten zugreifen...


Also wenn das tatsächlich 3 Initiatoren gleichzeitig auf das gleich RAID (schreibend) zugreifen, müsste es eigentlich Müll geben, da das Filesystem von den jeweiligen Hosts verwaltet wird. Drei Köche dürften wohl den Volume-Bitmap-Brei verderben.


Zitat :Da ein herkömmlicher Rechner als Grundlage für den SnapServer dient, sind auch zwei USB 2.0-Anschlüsse problemlos verfügbar. Hier könnten Sie z.B. eine USV-Einheit (Uninterruptible Power Supply) anschließen und Ihr System so zusätzlich vor Stromausfällen zu schützen.


Lustig! Hört sich ja fast so an, als wolle man den fehlenden Strom zum USB-Port reinschieben. ;-)
Masamune 01/05/2008 16:32
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Masamune
Zitat :Also wenn das tatsächlich 3 Initiatoren gleichzeitig auf das gleich RAID (schreibend) zugreifen, müsste es eigentlich Müll geben, da das Filesystem von den jeweiligen Hosts verwaltet wird. Drei Köche dürften wohl den Volume-Bitmap-Brei verderben.

Nicht wenn das Dateisystem dafür ausgelegt ist, wie das zum Beispiel beim VMFS von VMware der Fall ist.

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