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Eine weitere interessante Entwicklung beobachteten wir bei Siemens VDO: Der Spurwechselassistent, der von hinten sich nähernde oder im toten Winkel fahrende Verkehrsteilnehmer registriert und den Fahrer vor einem Spurwechsel warnt. Dieselben Radarsensoren liefern auch Informationen für eine Ausstiegsfunktion, die vor dem Öffnen der Türen vor rückwärtig sich annähernden Radfahrern oder anderen Autos warnt.
Per Head-up-Display werden wichtige Informationen in die Frontscheibe eingeblendet. Bei BMW in der 5er sowie 6er Reihe sind diese Systeme schon im Einsatz.
Dazu kommt eine CMOS-Kamera zum Einsatz, die im Zusammenspiel mit spezieller Software für verschiedene Zwecke eingesetzt wird. Erkennt die Software, dass das Auto unbeabsichtigt die Fahrspur zu verlassen droht, warnt sie den Fahrer durch deutliches Vibrieren im Lenkrad. Ebenfalls kamerabasiert arbeitet die Verkehrszeichenerkennung, die in einem ersten Schritt Geschwindigkeitsinformationen auswertet und den Fahrer vor zu hoher Geschwindigkeit warnt.

Der große Bildschirm ist neben der Instrumentenanzeige angeordnet und kann wahlweise verschiedene Infos (Assistenten) einblenden. Auch Digital-TV ist möglich.
Für den Abstandstempomat mit variabler Geschwindigkeit setzt Siemens auf einen Lidarsensor zum Messen des Abstands zum vorausfahrenden Fahrzeug. Der Lidarsensor lässt sich preisgünstig herstellen und ist für die Verbreitung in allen Fahrzeugklassen vorgesehen.
Selbst in der Dunkelheit ist der Fahrer besser im Bilde - dank zweier alternativer Nachtsichtsysteme. Das Nahbereichssystem sendet und empfängt Infrarotlicht und kann auf diese Weise bis zu 150 Meter weit Objekte registrieren. Für den Fernbereich - bis zu mehreren hundert Metern weit - setzt der Hersteller auf eine Wärmebildkamera. Die Ergebnisse der Techniken erscheinen als Schwarz-Weiß-Bild auf einem Bildschirm oder einem Head-up-Display.
Die Vernetzung spielt eine immer größere Rolle: Siemens VDO stellt sich so die Zukunft der verschiedenen Assistenzsysteme vor.
Zusätzlichen Nutzen schafft die Vernetzung sämtlicher Systeme. So kann beispielsweise das Navigationssystem auf Basis der Informationen des Spurwechselassistenten den Fahrer noch genauer führen. Das Wissen über die aktuell befahrene Fahrspur auf der Autobahn ermöglicht eine entsprechend angepasste Wechselempfehlung, wenn zum Beispiel die Autobahn an der nächsten Ausfahrt verlassen werden sollte. Ein weiterer Vorteil dieses Ansatzes ist die Mehrfach-Eignung von Sensoren.


