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Aber auch wenn wir diese Zahlen hätten, könnte man daraus keine Schlussfolgerungen ziehen, da wir die Größe von Microsofts Sensoren nicht kennen. Dennoch mussten wir uns einfach einigen Spekulationen hingeben, das liegt in unserer Art.
Da Logitech nichts über die Geschwindigkeit sagt, darf man annehmen, dass sie nicht höher ist als die bisherige Höchstgeschwindigkeit: die von Microsoft mit 6000 Bildern pro Sekunde. Nehmen wir an, dass sie bei 5500 für den optischen MX-Wandler liegt. Man muss also Logitechs Angabe durch diese Zahl teilen, um die Zahl der Pixel zu erhalten, die der Sensor besitzt. Der hätte dann 854 Pixel, was einer Oberfläche von etwa 29x29 Pixel entspricht.
Natürlich handelt es sich hier nur um ein Ratespiel, um so etwas wie eine Erklärung für die fragliche Technologie zu finden. Als ich ein wenig auf der Site von Agilent Technologies herumstöberte, meine ich bemerkt zu haben, dass es sich um CMOS-Sensoren wie bei Einstiegsdigitalkameras handelt, und dass der bislang größte Sensor 22x22 Pixel maß und eine Geschwindigkeit von 2300 Bildern pro Sekunde hatte. Man rechne noch einmal in umgekehrter Richtung: Der Sensor hat 484 Pixel multipliziert mit 2300, was nach Logitechs eigener Berechnungsweise 1,1 MPixel/s ergibt. Man kann also von dem Prinzip ausgehen, dass der MX-Sensor deutlich genauer ist als alles, was man bis heute hatte.
Nach diesen klugen Berechnungen entdecke ich beim Wiederlesen der Informationen, die Logitech geliefert hatte, dass der Sensor 80% größer sein soll als der größte Sensor auf dem Markt. Wenn man von unserem 22x22-Sensor von Agilent ausgeht, kommt man also auf 30x30: die Sensoren sind immer quadratisch. Und schwups, rechnen wir noch einmal in umgekehrter Richtung. Bei 30x30 haben wir einen Sensor mit 900 Pixeln. Wir dividieren also die 4,7 MPixel/s durch 900 und kommen auf eine Geschwindigkeit von 5222 Bildern pro Sekunde. Jetzt bin ich mit meinen Fähigkeiten zur Ableitung am Ende, aber ein 30x30-Sensor mit einer Geschwindigkeit von 5200 Bildern pro Sekunde scheint plausibel.
Man hätte nur fragen müssen
Dann geht mir eine Idee durch den Kopf: Wenn ich nun den Zuständigen für Mäuse bei Logitech anriefe, um es zu erfahren? Ich spreche zwei Minuten mit ihm, teile ihm mein Zahlenproblem mit, und er antwortet gleich darauf: 30x30-Sensor, Geschwindigkeit 5250 Bilder pro Sekunde. Jetzt weiß ich nicht genau, ob ich zufrieden sein soll, weil ich das in etwa herausbekommen habe, oder ob ich mir etwas lächerlich vorkommen soll, weil ich nicht früher gefragt habe. Die haben mich bei Logitech schön angeschmiert. Man gibt dort übrigens eine weitere interessante Zahl an, die maximale Tracking-Geschwindigkeit, die bei 40 Zoll pro Sekunde liegt. Auch hier ist der MX überlegen, denn die früheren Sensoren lagen unter 20.
