Designstudien

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18:00 - 10/03/2000 von Thomas Pabst

Wer sich für das Aussehen der neuen Rechner interessiert, findet hier eine kleine Auswahl, die unter dem Namen Concept PC als Anregung für Hersteller in aller Welt gedacht sind. Im Inneren arbeitet ein FlexATX Motherboard, wie es oben beschrieben wurde.

Der Pentium III

Neben den absoluten Neuerungen im Produktportfolio von Intel findet sich auch der Standard Prozessor, der während des Forums erneut in die Schlagzeilen geriet, obwohl er noch nicht einmal offiziell vorgestellt worden war. Die Rede ist von der Veröffentlichung von Andreas Stiller, der einen Weg entdeckt hat, die Seriennummer vom Anwender unbemerkt auszulesen. In der Zwischenzeit hat sich gezeigt, daß dies nicht nur auf unsicheren Windows-Rechnern möglich ist, sondern auch auf Standard Linux PCs. Die erste Reaktion von Pat Gelsinger Vice President bei Intel war aber dennoch verblüffend. "Wir haben erwartet, daß so etwas früher oder später passieren würde" bemerkte er mit ungerührter Stimme. Er bezog sich aber gleichzeitig auf ein anderes Statement, das er am Tag zuvor gemacht hatte. Intel sieht die Seriennummer nicht als das Sicherheitsfeature sondern als einen Bestandteil einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die den Rechner des Einzelnen sicherer machen sollen. Dabei wurde eine Dreistufigkeit angesprochen, die im Moment allerdings noch nicht gegeben ist.

Was ich weiß = Passwort Was ich habe = PIII Seriennummer Was ich bin = Biometrische Daten, wie der Fingerabdruck

Um die Seriennummer herum finden sich noch zwei weitere Mechanismen, die man laut Aussage Intel, knacken müßte um Schaden anzurichten. Der Eintrag ins BIOS und der entsprechende Aufruf in der Registry. Selbst dann, so Pat Gelsinger hat man nur eine einzige Verbindung geknackt.

Wie dünn die Behauptung ist, fällt bei einem zweiten Blick auf die Angelegenheit auf.

Für einen Hacker ist es relativ schwierig, das persönliche Wissen eines Anwenders zu erkunden. Der Automatismus hilft hier nur, beim probieren. Anders bei einem Rechenvorgang. Der Algorithmus ist immer gleich und vor allem die Nummer kann nicht verändert werden, schließlich dient sie ja der eindeutigen Identifizierung eines Anwenders. Wer also einmal gehackt worden ist, kann den Fehler nicht durch einfaches Ändern des Paßwortes ausbügeln. Dazu wäre schon ein neuer Prozessor notwendig. Ist die PIII Seriennummer also nichts anderes als eine Verkaufsgarantie?? Nein sicherlich nicht. Auf dem IDF wurde eine ganz andere Gefahr diskutiert: Administratoren und Operatoren arbeiten häufig an verschiedenen Rechnern. Paßwort und Seriennummer zu koppeln wäre für diese Menschen aber fatal. Damit kommen die Menschen, mit dem größten Sicherheitsbedürfniss nicht in den Genuß der Vorteile dieser Entwicklung.

Die Sicherheitsdisskussion fand auf dem offiziellen IDF allerdings nicht statt. Hier war SIMD Extension, der offizielle Name für KNI oder MMX2, das Thema.

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