Um möglichst schnell eine breite Basis an Anwendungen für SIMD Extension zu schaffen hat sich Intel dazu entschlossen, ein entsprechendes c/C++ Toolkit zu entwickeln, das neben einfachen Librarys auch ein Programm zur Optimierung des Codes beinhaltet. Anwender, die dieses Toolkit verwenden, können ihre Applikationen auf Schwächen hin überprüfen und selbst ohne PIII die entsprechenden Optimierungen vornehmen.
Zu dem SDK gibt es dann noch weitere Module, die spezielle Libraries zu Sound, oder Graphik anbieten.
Weitere Informationen zu diesem Tool finden sich unter http://www.intel.com/vtune
Keynote von Pat Gelsinger
Für Verblüffung hat der wohl jüngste Vice President von Intel mit seiner Keynote gesorgt. In seiner Präsentation hat er einen Rechner vorgeführt, der in allen seinen Baugruppen bereits mindestens eine Generation weiter war, als alles, was bislang auf dem Markt erhältlich ist. Lediglich Maus, Tastatur und Monitor waren mit dem vergleichbar, was heute auf den Schreibtischen der modernsten Büros steht.
Bei dem Rechner handelte es sich um ein 500 MHz PIII System, daß über einen 133 MHz FSB herrschen durfte. Als Graphikkarte kam eine nVidia Karte zum Einsatz, die mit AGP 4X arbeitete. Der Hauptspeicher war eine 400 MHz Rambus Installation und die Festplatte wurde über ein ATA66 Interface gesteuert.
Diese fünf Technologien sind es, die nach dem Willen von Intel in der zweiten Hälfte des Jahres zur Verfügung stehen sollen. Daß es sich dabei nicht nur um eine Designstudie handelte, sondern um eine voll funktionsfähige Maschine, wollte man mit der Vorführung eines 3D Spiels verdeutlichen, dessen Name jedoch nicht genannt worden ist. Aus den 30 Frames pro Sekunde wurden nach Aktivierung der SIMD Extension etwa 60.
Verblüffend war die Unwissenheit von Ron Smith. Auf die einfachsten Fragen, die in seinem Zuständigkeitsbereich bearbeitet werden gab es keinerlei Antworten. Chipsets, Integration von Graphik und Teile aus dem Bereich embedded Systems wie zum Beispiel Strong Arm, konnten deshalb nur mit den jeweiligen Fachleuten diskutiert werden. Sollte Herr Smith die Antworten auf all die Fragen allerdings gewußt haben, dann stellt sich die Frage, weshalb man das Treffen mit ihm unter der Bezeichnung "Frage und Antwort Session" angekündigt hat.
