Wie schon beim Vorgänger 855GME nutzt der 915GM einen Teil des Arbeitspeichers als Videospeicher. Im Falle des 915GM werden je nach Anforderung der Applikation, d.h. dynamisch, bis zu 224 MB des System-Speichers zur Aufbereitung der Bilddaten genutzt. Intel nennt dieses Verfahren Digital Video Memory Technology oder kurz DVMT . Stark vereinfacht erklärt, erscheint der Treiber des GMA900 gegenüber dem Betriebsystem als eine Applikation, die stellvertretend für die eigentliche 3D-Applikation, z.B. ein Spiel, dynamisch Speicher von Windows anfordert und wieder freigibt, wenn "sie" ihn nicht mehr benötigt. Da sich System und Grafik ein und denselben Speicher teilen, ist schon auf Grund des höheren Verwaltungsaufwandes ein Shared-Memory-Grafiksubsystem wie das des 915GM immer langsamer als eines aus dediziertem Grafikchip und zusätzlichem Grafikspeicher. Es stellt also immer einen Kompromiss zwischen Performance und möglichst niedrigen System-Kosten da.
| Bandbreite FSB vs Speicherbus | |||
|---|---|---|---|
| Prozessor | Chipsatz | Front Side Bus | Speicher |
| Pentium M 770
2 MB L2-Cache |
I915M | 533 MHz (133 MHz QDR)
4,2 GB/s |
Dual DDRII-533
8,5 GB/sec Single DDRII-533 4,2 GB/sec |
| Pentium M 765
2 MB L2-Cache |
I855M | 400 MHz (100 MHz QDR)
3.2 GB/sec |
Single DDR333
2.6 GB/sec Single DDR266 2.1 GB/sec |
Im Gegensatz zum Vorgänger 855GME unterstützt der 915GM jedoch schnellen DDR2-Speicher - sofern der Notebook-Hersteller dies vorsieht. Des Weiteren ergibt sich durch den optionalen Zweikanalbetrieb in Verbindung mit den höheren Taktraten von DDR2-Speicher eine rein rechnerische Zunahme der Bandbreite um den Faktor 3,3 gegenüber dem Vorgänger. Dieser ist lediglich für Single-Channel-Betrieb und DDR333-Speicher ausgelegt.
| Vergleich der Grafikkerne | ||
|---|---|---|
| Chipsatz | 855GME | 915MG |
| DirectX Hardware-Beschleunigung | 7.1 | 9 |
| OpenGL Hardware-Beschleunigung | 1.3 | 1.4 |
| GPU-Takt | 250 MHz
200 MHz 166 MHz 133 MHz |
333/320 MHz
200 MHz 166/160 MHz 133 MHz |
| Pixel Pipes | 1 | 4 |
| Bildschirm-Ansteuerung | dual, unabhängig voneinander | dual, unabhängig voneinander |
| Videospeicher | DVMT 2.0 | DVMT 3.0 |
| Speicherbandbreite | 2,6 GB/s | 8,5 GB/s |
| Bildschirmausgänge | RGB (QXGA)
Via DVO TV out |
RGB (QXGA)
Via SDVO TV out |
| HDTV | nein | ja |
| Max. Auflösung | QXGA 60 Hz
2048x1535 |
QXGA 75 Hz
2048x1535 |
All diese Faktoren sollten also zu einem deutlichen Zuwachs der 3D-Performance führen. Vorausgesetzt das Notebook unterstützt - wie im Falle unseres Testgerätes Dell Latitude D610 - alle Optionen, die der 915GM-Chipsatz bietet.
