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Intel P35-Chipsatz im Test: DDR3 enttäuscht
Quelle: Tom's Hardware – Mehr über: intel, chipsatz, p35, ddr3
1 - Was bringt DDR3?

So richtig vertraut nicht einmal der Hersteller selbst auf sein neues Produkt. Wenn es um schiere Leistung geht, vor allem dann, wenn die Performance der neuen Core-2-CPUs mit Penryn-Kern hervorgehoben werden soll, setzt Intel auf altbewährtes mit dem Namen 975X: Der Chipsatz, der seit zwei Jahren als die unangefochtene Highend-Basis gilt. Daran gibt es nichts zu rütteln, die Benchmarktests von THG beweisen die Spitzenstellung. Beinahe öffentlich demonstrierte Intel diese Einstellung, die einem Glaubensbekenntnis zumindest aus Technikerreihen gleichzusetzen ist, auf dem kürzlich abgehaltenen IDF in Peking. Die Details dazu liefert der Artikel IDF 2007 Peking: Erste Penryn-Benchmarks mit 3,33 GHz. Anstatt ausgewählten Presseleuten erste Benchmarks mit dem neuen Core-2-Prozessor (Penryn) auf P35-Basis zu präsentieren, setzte man bei allen Systemen den betagten 975X-Chipsatz ein. Somit wird das Hauptargument der Marketing-Leute - nur der neue P35-Chipsatz unterstützt den neuen Penryn-Core-2 - ad absurdum geführt. Doch das wesentliche Argument für die neue Chipsatzgeneration lautet DDR3-Speicher. Damit werden sukzessive die alten Chipsätze mit DDR2-Support ersetzt und durch DDR3-Bausteine ersetzt. Mehr Informationen zu Intels Plänen liefert der Artikel Exklusiv: Intel Roadmap bis 2008 - Desktop.
Wie lange Intel noch an der bisherigen Architektur festhält, indem der Speichercontroller im Chipsatz - und nicht wie bei AMD im Prozessor - integriert ist, bleibt abzuwarten. Doch das wichtigste aus diesem umfangreichen Testprozedere vorab: Derzeit gibt es keinen besseren Chipsatz für sämtliche Core-2-Prozessoren, unabhängig davon ob der Kauf eines „Penryn" auf der Wunschliste steht oder nicht. Gegenüber allen übrigen Bausteinen, ob 965/975 aus den eigenen Reihen oder den Produkten von ATI und Nvidia, liegt der Intel P35 in punkto USB-, SATA- und RAID-Geschwindigkeit klar in Führung. Recht fragwürdig bleibt das Thema DDR3-Speicher, doch dazu gibt unser Artikel Aufschluss.
Es ist gar kein so großes Ereignis mehr, denn darüber wurde schon oftmals gesprochen: Intel verkleinert den Kern der Core-2-Prozessoren von 65 nm auf 45 nm Strukturbreite. Zusätzlich wird die Bus-Anbindung von 266 MHz (1066QDR) auf 333 MHz (1333QDR) angehoben. Hierfür reicht aber - aus der Sicht von Intel - die alte 965- und 975-Plattform nicht mehr aus. Daher stellt der Hersteller jetzt den neuen P35-Chipsatz (Codename: Bearlake) samt neuer Southbridge ICH9 vor. Das Besondere an dieser Plattform ist die Einführung von DDR3-Speicher, dem Nachfolger von DDR2. Dieser bringt eine Reihe technischer Verbesserungen mit sich, womit klar festzustellen ist, dass durch die DDR3-Technologie ein weiterer Schritt in Richtung digitaler Zukunft unternommen wird.
Erinnern wir uns an den Artikel Die Pins sind ab: Pentium 4 Prescott für den Sockel 775 vor fast zwei Jahren. Hier wurde der Käufer quasi gezwungen, auf die neue Speichertechnologie umzusteigen, wenn er den neuen Prozessor einsetzen wollte. Das ist bei der P35-Plattform nicht der Fall: Hier steht der Anwender vor der Wahl zwischen DDR2 und DDR3. Es ist allerdings auch klar auszumachen, dass der Fokus der tendenziell konservativ gestimmten Motherboardhersteller aktuell noch bei DDR2-Support liegt. Der neue Intel Core 2 Prozessor kann also problemlos mit DDR2 zusammenarbeiten.

DDR3-Speicher hat jedoch auch seine Schattenseiten. Die Preise sind exorbitant hoch und es wird noch eine ganze Weile dauern, bis DDR3 einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil erzielt. Das Übertaktungspotenzial der aktuellen Conroe-Mikroarchitektur ist populär, so dass schon an den ersten DDR3-Overclocking-Modulen für ambitionierte Endkunden gebastelt wird. Die neue Intel-P35-Plattform hat gegenüber dem Vorgänger P965 positive Testergebnisse erzielt, so dass eine Ablösung denkbar wäre. Aus diesem Anlass haben wir im Münchner THG-Labor bereits fünf verschiedene Platinen mit P35-Chipsatz untersucht.

- Seite vor Alle Details zu DDR3-Speicher
Ich denke eher das wird nie passieren, egal welchen Speicher man einsetzt. Intel hat auf der IDF nicht umsonst CPUs mit 8 und 12MB Cache gezeigt. Sie werden wohl ausprobiert haben wie der Conroe mit schnellerem Takt, FSB und Speicher skaliert und daraus ihre Schlüsse gezogen haben. Wenn es absehbar gewesen wäre, dass man mit schnellerem Speicher das System beschleunigen kann hätte man den Mehrcache nicht gebraucht. Zumal ich echt gespannt bin ob die Ausbeute bei der Chipherstellung dann noch profitabel ist.
Grüße
p.s. Der Text hier oben im Artikel stimmt noch net
Danke, wurde geändert.
Sackzement, jetzt wo ihr für was weiß ich wie viele Millionen Euro gekauft wurdet, könntet ihr doch mal einen Lektor einstellen, oder?
MfG,
Merder
negativ
ansonsten sind chipsätze eh mehr glaubenskrieg heutzutage. und DDR3 wird kommen, ob wir wollen oder nicht
Nö, auch ich widerspreche. Es gab ein Asus-Board mit DDR1-RAM und 865er Chipsatz. Welches bei einigen Leuten auch reißenden Absatz fand.
Ansonsten wird DDR3 irgendwann noch seinen Sinn und Zweck haben.
Die höheren Latenzen haben auch schon DDR2 ausgebremst.
Ich denke auch, daß die Hersteller an einer Senkung der Latenzen arbeiten sollten, statt den Takt in die Höhe zu treiben und damit eben die Latenzen.
Ansonsten wird im Artikel erwähnt, daß der Speichercontroller bei Intel immer noch auf dem Mainboard ist. Und das soll auch so bleiben!
Ich erinnere nur an AMDs Probleme der ersten Sockel 939 CPUs mit voller Bestückung der RAM-Slots. Stichwort Command Rate. Dieser Wert ist mir bei Intel noch nie untergekommen.
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