Intel-Erfindung bringt Prozessortakt auf über 10 GHz

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20:08 - 23. April 2002 von Stephan Lex

In den Labors von Prozessor-Gigant Intel ist zur Zeit ein neues Herstellungsverfahren für integrierte Schaltungen in der Endphase der Testverfahren. Bisher war ein Ende der Prozessorentwicklung in wenigen Jahren abzusehen, da die Breite der Leiterbahnen mittlerweile an physikalische Grenzen stößt: sie kann die Wellenlänge des zur Lithografie verwendeten Lichts nicht unterschreiten, das sonst Interferenzen die Schaltung unbrauchbar machen würden.

In der Theorie war die Lösung schon seit längerem klar: die Verwendung von kurzwelligeren Strahlen könnte zu Prozessoren mit noch schmalerer Leiterbahntechnologie führen. Schon der Schritt zu relativ kurzwelligem blau-violettem Licht brachte kurzzeitige Fortschritte.

Jetzt stehen erste Fertigungsmaschinen mit extrem ultravioletter Lithografie vor dem Einsatz - zumindest in der Beta-Prüfphase. Kommerzielle Herstellungsverfahren für Chips über 10 GHz Arbeitstakt sehen die Experten aber erst in spätestens fünf Jahren.

Andere Prozessorhersteller wie AMD, Motorola oder IBM sind ebenfalls wie Marktführer Intel Mitglieder der Industrievereinigung für Extreme-Ultra-Violett-(EUV)-Entwicklung, haben also Zugang zu der neuen Technik. Moore's Gesetz, dass die Anzahl der Transistoren auf einem Chip alle 18 bis 24 Monate verdoppelt würde, kann also noch einige Jahre länger gelten.

Quelle: Tom's Hardware

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