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Motherboards mit i965-Chipsatz II: Nächste Runde

23:09 - Dienstag, 10. April 2007 von Bert Töpelt
Kommentare

1 - Langlebigkeit zählt nicht mehr?

Boards mit 965er Chipsatz sind derzeit erste Wahl: Günstig, gut bestückt und schnell. Nach dem ersten Test treffen weitere 4 Kandidaten ein. Wer macht das Rennen im aufwändigen Testszenario?
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Alle Jahre das gleiche Spiel: Intel wechselt immer öfter die Chipsätze, um den Kunden zum Kauf einer neuen Platine zu zwingen. Zumindest die vorderste Front der Enthusiasten kann es sich nicht erlauben, mit einem veralteten System anzutreten. In letzter Zeit waren es aber nur kleine Änderungen, welche nicht einmal mit dem Chipsatz zu tun hatten. Ein Beweis hierfür ist darin zu sehen, dass einige Board-Hersteller dennoch alte und sehr günstige Chipsätze für aktuelle Prozessoren kompatibel machten. Die Motherboardhersteller spielen das Spiel von Intel mit, da sie Geld verdienen müssen. Den Kauf einer Superplatine zu tätigen, die sehr lange in einem Rechner verweilt, wird somit immer unwahrscheinlicher. Wollen wir hoffen, das Intel die Chipsatzzyklen nicht noch weiter verkürzt und somit den Herstellern die Entwicklungszeit für langlebige Motherboards genommen wird.

Ein recht fragwürdiger Trend zeigt sich bei Motherboards der aktuellen Generation: Auf den Platinen wird kurzerhand eine Heatpipe platziert. Doch dies hat in erster Linie den Zweck der optischen Aufwertung. Jedoch bedeutet eine Heatpipe nicht, dass die Chips auf den Platinen gekühlt werden. Eine Heatpipe leitet die entstehende Wärme nur weiter und zwar immer zum kühlsten Punkt in einem geschlossenen System. In den letzten Jahren ist die Produktion von Heatpips so billig geworden, dass diese mittlerweile auch auf sehr günstigen Platinen zu finden sind. Die Effektivität einer Heatpipe variiert und hängt von dem enthaltenen Gasgemisch ab. Durch eine Heatpipe wird die Kühlfläche vergrößert, sollte sich ein dritter Kühler auf der Platine befinden. Bei einigen Platinen ist es möglich, ohne einen vorhandenen Luftstrom ausreichend passiv zu kühlen, wenn beispielsweise eine Wasserkühlung zum Einsatz kommen soll.

Mit dem 965-Chipsatz und der einhergehenden ICH8-Southbrige wurde ein Chipsatz entwickelt, der zu allen aktuell verfügbaren Sockel-775-Prozessoren kompatibel ist und auch die kommenden niedrig getakteten 4-Kern-Prozessoren unterstützten wird. Auch wenn die kommende Generation mit einem Front-Side-Bus von 1333 MHz arbeitet, wird der 965-Chipsatz das (inoffiziell) unterstützen. Passende Bios-Versionen sind von einigen Motherboardherstellern schon längst verfügbar. Und was nicht zu vernachlässigen ist: Endlich ist ein Chipsatz auf dem Markt, der etwas länger in die Zukunft passt.

Im 1. Teil unseres Intel-965-Board-Vergleichs haben wir Platinen von Abit, ECS, Foxconn und Intel getestet.



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Kommentare zum Beitrag
noway 28/03/2007 21:58
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noway

Preise bei Alternate:
Asus e Plus 144€ (130€)
MSI 965 Neo2-FI 114€ (99€)
Biostar P965 775 99€ (89€)
Gigabyte 965 DS3 rev2 119€ (99€ bei rev.1)

Mit etwas Preisoptimierung mag man die Preise in Klammern erreichen. Nimmt man jedoch den Preis des Asus als Ausgangspunkt (soviel Geld sollte man wirklich in ein Board stecken, ansonsten kann man doch eh gleich zum Stangen PC greifen, der im Endeffekt bei gleicher Leistung weniger kostet (selbst nach Optimierung auf Lautstärke)), so landet man bei einer Reihe sehr interessanter Boards (wiederum Alternatepreise):
Asus E Plus 144€
GigaByte 965P-DS3P (Rev. 2.0) 144€
Intel® DG965WHMKR 132€
MSI G965MDH-FI 129€
Zumindest hätten diese Boards ihr Testfeld deutlich ausgewogener erscheinen lassen. Als Vergleich vielleicht noch die Ergebnisse der nforce Boardtests dazu, gewürzt mit ein bischen 975er-Test und es wäre ein soooooooo schöner Artikel, mit annehmbaren Mehraufwand aber deutlich höherem Informationsgrad. So vergleichen sie leider nur Äpfel mit Birnen ohne den Ausblick auf die gesamte Obsttheke zu gestatten (man verzeihe mit diesen Vergleich^^)


Den Preisunterschied von 30€ (!) merkt man schon an der Southbridge, das Asus is das Einzige im Test mit nem ICH8R, die Anderen haben den etwas schlechteren ICH8 (ohne R) verbaut.
Der Test des Gigabyte Boards ist auch etwas merkwürdig. Bei welchem halbwegs gutem Shop haben die es geschafft NICHT die Rev. 2 zu erhalten? Diese bügelt die Fehler, die sie feststellten zum größten Teil aus.
Was die Bewertung des Aufbaus angeht, so sollte es ihren Lesern vorbehalten beleiben, selbst zu wissen, was sie brauchen. Ich für meinen Teil freue mich über viele PCIe 1x Slots, weil ich sie einfach brauche.
In dem Satz kommt außerdem eine Formulierung vor, der das Lyout auf die Eignung einer Wakü oder eines Zalmannkühlers hin beschreibt. Ist es so bitter nötig, überall Namen von Herstellern hineinzuscheiben? Nicht zu vergessen, dass ein guter GPU-Wakühler deutlich kleiner ist, als ein Luftkühler mit guter Leistung!


PS: Mag man mier nunr ankreiden, Alternate als Referenz zu nennen, so mag man mir dies verzeien. Selbige haben einfach die größte Auswahl, was sie für schnelle Preis-/Produktorientierungen predestiniert.

rottenmail 29/03/2007 01:09
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rottenmail

@noway

muss dir zustimmen. Hatte mich schon zu früh über diesen Test gefreut. Die Boards kommen für mich alle nicht in Frage. Ich bin gerade auf der Suche nach einem guten 965er Board für einen E6300 zum OC (nicht über 3GHz wenn es geht). Mein jetziges Board ist denkbar schlecht fürs OC (ASROCK 775 Dual VSTA) und der Sound ist schlecht. Das heißt FSB 400. Und wenn ich mir ein gutes Board kaufe, dann solls auch laufen. Bei der von dir erwähnten Firma gibts gerade das MSI P6N SLI-FI, das spielt in der gleichen Preisliga wie die von THG getesteten Boards. Ansonsten käme noch das GigaByte 965P-DS4, Asus P5B deluxe oder das Asus Commando in Frage, da soll ja der Sound ganz gut sein. Schade, dass sie das Commando nicht getestet haben.

Die Preise die THG meist angibt sind oft sehr günstig, die Verfügbarkeit und die Beschaffungskosten bleiben dabei i.d.R. unberücksichtigt. Trotzdem Danke an das THG Team für diesen Test, man muss auch wissen was man besser nicht kauft ;-)