1 - 8-fach Workstation mit Quad-Xeon

Quad-Core Xeon mit 50 Watt Stromverbrauch, Dual-Core Itanium 2 und Chipsätze wie E7300 und E3200. 8-fach Xeon heute schon im Apple Mac Pro. Inklusive Preislisten und Referenztabellen.
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Der Markt bei Workstations und Servern verzeichnet im ersten Quartal 2007 einen Zuwachs von 16,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Glaubt man den Angaben der Marktforscher wie Jon Peddie Research oder IDC, so hat Intel in den vergangenen Monaten im Server-/Workstation-Bereich starke Marktanteile gewinnen können. Vor allem gegenüber dem Gegenspieler AMD, dessen Opteron-Prozessoren in Unternehmen Einzug gehalten hatten. Doch der Markt hat sich gewandelt : Bei den Mehr-Prozessor-Systemen kommt AMD noch auf 8 Prozent - das sind knapp 6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Im Single-CPU-Segment sank der Anteil von 3,6 auf 2 Prozent. Die Hauptursache für den starken Rückgang der AMD Opteron-Systeme ist der Intel Xeon mit neuer Core-Architektur, die auch bei den Desktop-Rechnern und Notebooks zum Einsatz kommt. Anders als in der Vergangenheit platziert Intel die höchst getakteten Prozessoren im Workstation-Segment zeitgleich wie im Desktop. Der gesteigerte Front-Side-Bus (FSB1333 statt FSB1066) kam zuerst den Xeon-CPUs auf Core-2-Basis zugute. Hier reagiert der Hersteller massiv auf den Druck, der bisher von den übermächtigen AMD-Opteron-Prozessoren ausging. Der wesentliche Unterschied zu den Desktop-Chips besteht in zusätzlichen Prozessschritten während der Fertigung. Damit sich eine Server-CPU mechanisch nicht auch im Desktop einsetzen lässt und findige Tüftler etwa auf Ideen kommen, hält Intel den neuen Xeon ausschließlich für den Sockel 771 (statt Sockel 775) bereit. Das künftige Topmodell der Reihe ist der Xeon X7350 mit viermal 2,93 GHz. Einen Sonderstatus scheint Apple zu genießen, denn schon heute gibt es den Mac Pro als 8-fach Workstation - basierend auf zwei Quad-Core Xeon (X5365) mit jeweils 3 GHz und FSB1333. Im RISC- und Mainframe-Bereich setzt Intel nach wie vor auf den Itanium 2 mit einfachem Kern. Ende 2007 wird es den Itanium 2 auch als Dual-Core-Variante in Form der 9100er Serie geben. Letztere arbeitet dann mit einem gesteigerten FSB667 statt FSB533. Über die Verkaufszahlen des Itanium gibt es allerdings keine genauen Angaben.

Strom kostet Geld : Auch beim Xeon setzt Intel endlich auf Stromsparvarianten - der Xeon X7350 mit 2,93 GHz ist vorerst das Spitzenmodell.

In Kürze steht bei Intel die Verkleinerung der Strukturen von 65 nm auf 45 nm ins Haus. Das betrifft sämtliche Marktsegmente - so auch den Server- und Workstation-Bereich. Der in 45 nm gefertigte Xeon (Codename Yorkfield) wird über 4 Kerne verfügen, die Dual-Core-Variante läuft unter dem Codenamen Wolfdale.

Vollkommen neu ist Intels Fokus auf die Verlustleistung, wobei jetzt in drei Klassen unterteilt wird : Die sparsamste Version des Xeon MP (Dual-Core) ist der L7345 mit maximal 50 Watt Leistungsaufnahme. Für den Massenmarkt gibt es die E-Serie mit Doppelkern und 80 Watt. Die Quad-Core Xeon MP der X-Serie sind mit maximal 130 Watt spezifiziert. Den größten Stromhunger verzeichnen die noch auf der alten Pentium 4/D-Architektur (Netburst) aufbauenden Xeon MP (Codename Tulsa) mit maximal 150 Watt. Allerdings verfügt das Spitzenmodell, der Xeon MP 7150N mit 3,5 GHz über zwei Kerne und einem angeflanschten L3-Cache mit 16 MB.

Und was steht bei den Kunden auf der Wunschliste ? Es sind vor allem die Lowend-x86-Server für Linux- und Windows-Systeme, die ältere Großrechner verdrängen. Auch das Thema Virtualisierung nehmen immer mehr Kunden in den Angriff.

Im ersten Teil des Artikels Exklusiv : Intel Roadmap bis 2008 - Desktop haben wir die Neuerungen im Bereich PC-Systeme analysiert. Darauf folgte die Analyse des Notebook-Marktes Frische Chips : Intel Roadmap 2008 - Mobile.


Kommentare zum Beitrag
dudi 25/06/2007 18:11
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dudi
was ist INTEL Technologies "INTEL®TXT" ?

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