Fazit: Nicht ausreichend schnell

Seite zurück Seite vor
08:35 - 08/05/2006 von Felix Laufer

Für das erste Storage-Produkt im SMB-Markt schlägt sich das Intel SS4000-E erfreulich gut - sofern man die von Intel angepeilte Zielgruppe berücksichtigt: Es geht um Selbständige und kleine Unternehmen, die eine zuverlässige und einfach zu habehabende Speicherlösung benötigen, sich aber nicht die Kosten oder den Wartungsaufwand großkalibriger Server-Lösungen leisten können.

Somit stellen sich Erfolgserlebnisse dann auch schnell ein: Wer sich zutraut, eine Festplatte in die Hand zu nehmen und sich nicht vor neuen Begrifflichkeiten im NAS-Bereich scheut, kann das SS4000-E selbst mit Laufwerken bestücken und einrichten. Das Handbuch gibt hinreichend Hilfestellung und auch der von Intel gewohnte Web-Support ist vorhanden. Im Handel dürfte das SS4000-E vornehmlich als fertiges Produkt zu finden sein; rechnen Sie dabei mit knapp 1000 Euro für 1 Terabyte Speicherplatz.

Die Funktionsfülle mitsamt Backup-Software für ganze Rechnersicherungen ist für das Gros der Anwendungsfälle befriedigend. Der Netzwerkzugriff funktioniert einwandfrei und auf Basis von Rechtevergaben; auch ein FTP-Zugriff ist möglich. Intel besteht allerdings auf den Erwerb zusätzlicher Backup-Lizenzen, wenn mehr als ein Rechnerabbild komplett auf das SS4000-E gesichert werden soll. Aufgrund des hohen Zeitbedarfs zum Sichern bzw. Wiederherstellen eines großen System-Abbilds ist diese Option ohnehin nur für Server oder wirklich wichtige Systeme interessant - die Ausfallzeit eines Arbeitsrechners lässt sich meist einfach überbrücken. Sorgen Sie primär dafür, dass Ihre Mitarbeiter alle wichtigen Projektdaten automatisch auf dem SS4000-E speichern und Sie haben die halbe Miete.

A propos Zeitbedarf: Neben der unreifen Unterstützung zur Einbindung weiterer USB-Datenträger sind die Datentransferraten unser Hauptkritikpunkt. Auch wenn das SS4000-E zweifellos eines der schnellsten NAS-Geräte ist entsprechen maximal 14 MB/s der Leistungsfähigkeit einer zehn Jahre alten Festplatte. Vor allem in Anbetracht der Maximalkapazität bei vier 750-GB-Festplatten kann sich der Zeitbedarf bei großen Dateimengen zum Nachteil entwickeln. Nach unserer Ansicht sollte dem Faktor Zeit in Zukunft mehr Bedeutung eingeräumt werden.

Anzeige
Kommentare zum Beitrag
Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
Google Anzeigen
Anzeige
Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Festplatten & SSDs
Alle Festplatten & SSDs Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner