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Intels Nachzügler: Pentium 4 Prescott 3.4 GHz
1 - Letzte Runde: Intels Prescott mit 3.4 GHz

Nur wenige Tage nach der offiziellen Vorstellung von AMDs Athlon 64 FX-53 zieht nun Intel mit der Verfügbarkeitsmeldung des 3,4 GHz Prescott nach. Dies ist zwar nicht überraschend, denn eine spätere Auslieferung des Topmodells wurde bereits zum Prescott-Start im Februar angekündigt. Doch die zeitliche Nähe zum Start des FX-53 weckt Erinnerungen an September 2003, als Intel durch den Pentium 4 Extreme Edition ein Störfeuer gegen Athlon-64-Prozessoren entfachte.
Die Situation ist heute jedoch eine andere, da der 3,4 GHz Prescott auch keinen direkten Konkurrenten zum Athlon 64 FX darstellt (außer vielleicht hinsichtlich der Cache-Größe). Vergleiche müssen fairerweise mit dem Athlon 64 gemacht werden. Ohne gründliche Leistungsmessungen ist das jedoch nicht mehr möglich, denn die so genannte QuantiSpeed-Angabe zur Leistungsfähigkeit bezieht sich offiziell nicht auf die Taktraten in der Pentium-4-Familie.
Obwohl Intels Strategie der Jagd nach immer höheren Taktraten bislang immer von Erfolg gekrönt war, wird die Argumentation ab dem Prescott immer schwieriger, da dieser im Vergleich zum Athlon 64 mit integriertem Speichercontroller bei steigenden Taktraten deutlich magerer skaliert. Hinzu kommt ein einfacher physikalischer Zusammenhang: Taktfrequenzen lassen sich nicht ins Unendliche steigern, auch wenn die bisherige Entwicklung dies vermuten ließe. Jeder Physiker weiß, dass bald eine kritische Obergrenze für den Takt erreicht ist. Mehr Performance kann man danach nur noch mit optimiertem Design erreichen, besonders durch mehr Parallelität bei den Recheneinheiten. Letztendlich ist die Einführung der Modellnummern eine logische Konsequenz.
Ja, Intel braucht die neue Plattform, die durch Sockel LGA 775, PCI Express und DDR2-Speicher neue Leistungsbereiche erschließen soll. Aber letzten Endes dreht sich doch nicht mehr alles um reine Taktraten. Diese Lektion muss Intel momentan im Servermarkt über sich ergehen lassen, denn die Opteron-Familie von AMD erfreut sich wachsender Beliebtheit. Dazu kommt derzeit, dass der Pentium 4 Prescott mit seiner hohen Verlustleistung aufgrund von Leckströmen nicht gerade zu einer Imagesteigerung des Pentium 4 beitragen kann, denn der Vorgängerchip Northwood ist in der Mehrheit heutiger, typischer Anwendungen oft mindestens gleichwertig.
Intel ist sich dieser Dinge sicherlich bewusst und ist im Augenblick dabei, das aktualisierte D0-Stepping einzuführen. Dieses soll die thermischen Probleme reduzieren und schließlich den Weg ebnen, den die Roadmap bis Ende des Jahres vorsieht: Nämlich Prozessoren mit bis zu 4 GHz. Am Ende dieses Artikels finden Sie eine kleine Tabelle, die den neuen vom alten Prescott-Kern zu unterscheiden hilft.
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- 4 Enthüllung! Neue Prozessor-Nomenklatur steht bevor
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