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Internet per Satellit: Hotspots vom Eutelsat
1 - Schneller Internet-Zugang per Satellit

STG realisiert mit einer 96-cm-Antenne und einem Sende- und Empfangs-LNB eine bidirektionale Datenverbindung zum Internet via bidirektionalen Satelliten-Links über den geostationären Satelliten Atlantic Bird 2 . (Foto: Eutelsat)
Weltkonzerne binden ihre Niederlassungen in strukturschwachen Ländern datentechnisch ja bereits seit Langem über Zwei-Wege-Satellitenanlagen in die Zentralen ein - gängige Praxis beispielsweise von (Autobahn-) Tankstellen. Jetzt hat die Zwei-Wege-Satellitenbranche den Markt der WLAN-Jumbo-Jets über den Wolken und der WLAN-Hot-Spots in ländlichen Gebieten mit fehlender DSL-Versorgung entdeckt. Auf den Münchener Medientagen war ein solcher Satelliten-WLAN-Hotspot für drei Tage installiert. Wir haben ihn vor Ort angetestet - "echte" Satelliten-Bezahl-Hotspots zwischen Kiel und Klagenfurt sind uns indes noch nicht bekannt. Diesen neuen Hotspot-Markt hat sich die SAT-Branche aber für 2004 ins Visier genommen.
"Zeitgleich zur SYSTEMS 2003 geht auf der Neuen Messe München ein neues WLAN in Betrieb", ließ die Messeleitung kurz vor Eröffnung verlauten. Es stehe in allen 15 Messehallen und in den beiden Haupteingängen West und Ost zur Verfügung und erstrecke sich damit über eine Gesamtfläche von mehr als 160.000 Quadratmetern. Insgesamt wurden laut Messegesellschaft mehr als 100 WLAN-Antennen installiert, über die mehrere 1.000 Verbindungen gleichzeitig möglich sein sollen. Damit soll der neue Hotspot der Messe München die derzeit größte WLAN-Installation im süddeutschen Raum darstellen. So weit, so schön.
Tatsächlich hatten wir mit dem eigenen Funk-Notebook auf dem Gelände der Systems 2003 sogar 500 aktive WLAN-Access-Points und auf den direkt angrenzenden Medientagen im ICM weitere 19 aktive Access Points finden können. Doch ausgerechnet im sonst sehr modernen Pressezentrum der Neuen Messe München gab es zur Systems 2003 null Wireless LAN - weder kostenlos noch kostenpflichtig. Da kam es uns recht gelegen, dass wir wenigstens in der Presse-Lounge des benachbarten Internationalen Congress Center München (ICM) ein superschnelles und dazu auch noch kostenloses Internet-Funknetz von STG vorfanden.

Des Öfteren surften über den Eutelsat-Satelliten Atlantic Bird 2 im ICM der Neuen Messe München bis zu fünf Journalisten mit ihren Funk-Notebooks im kostenlosen STG-WLAN. Unter der Galerie standen darüber hinaus an die zwanzig weitere Rechner mit exzellenten IBM-TFT-Displays und einer mindestens ebenso schnellen Internetanbindung für die Berichterstatter zur Verfügung. .
Dahinter folgte gleich die passende Pressemeldung der STG Kommunikations-und Nachrichtentechnik GmbH : "Betreibern von Hotspots und WLANs steht ab sofort eine kostengünstige Alternative zu teuren Festleitungen zur Verfügung... Auf den Münchener Medientagen stellt... STG... eine innovative Zugangslösung via Satellit vor. Diese eröffnet jetzt auch potentiellen Betreibern außerhalb der Ballungszentren und in Regionen mit ungenügenden DSL-Infrastrukturen selbst in abgelegenen Winkeln der Republik die Möglichkeit, Hotspots schnell und einfach einzurichten. Die neue Lösung verbindet WLAN-Technologie mit High-Speed Zwei-Wege-Internet via Satellit. Das System erreicht im Download bis zu 2 MBit/s und im Rückkanal bis zu 512 kBit/s".
Das wollten wir sofort nachmessen. Ein paar Zeilen weiter hieß es: "In Deutschland werden derzeit schon über 1200 Hotspots betrieben. [...] Dem weiteren Ausbau des hiesigen Hotspot-Marktes stehen allerdings hohe monatliche Festleitungskosten und in vielen Regionen fehlende Infrastrukturen entgegen, etwa in Urlaubsgebieten an der Küste und in den Bergen. Während die monatlichen Leitungskosten für den Anschluss von Hotspots leicht in die Tausende gehen können und zahlreiche Investoren abschrecken, liegen die laufenden Kosten für die Satellitenlösung von STG Kommunikation je nach Leistungspaket zwischen lediglich 150 und 600 €. Die einmaligen Kosten für die gesamte notwendige Satelliten-Hardware und Installation belaufen sich auf rund 3.000 €. Hinzu kommen die Kosten für den WLAN-Accesspoint sowie eine Abrechnungssoftware. Die STG-Lösung basiert auf dem 2-Wege Satellitensystem D-Star von Eutelsat . Das System besteht aus einer 96cm Satellitenantenne mit Sende-/Empfangskonverter sowie einem kleinen Terminal. Kombiniert mit einem WLAN-Access-Point und entsprechender Abrechnungssoftware lassen sich mit dem System in wenigen Stunden überall Hot Spots aufbauen. Mehr Infos können im Internet unter www.stgkom.de oder unter der Service-Hotline 01803 784 784, meldet STG.
- Seite vor Satelliten-Schüssel auf dem Dach