Anzeige
Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Desktop-PCs
Alle Desktop-PCs Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner

Interview mit AMD: Geht die Strategie auf?

18:00 - 19/03/2005 von Frank Völkel
Seite vor
Inhaltsverzeichnis
AMD ist der weltweit zweitgrößte Produzent von PC-Prozessoren. Der Hersteller beschäftigt in der Chipfabrik in Dresden knapp 2000 Mitarbeiter. Dort ist auch die modernste Fertigung von AMD. Derzeit wird als zweites Werk die Fab36 in Dresden aufgebaut, welches zusätzlich zirka 1000 Arbeitsplätze schaffen soll. Das Ziel ist es, Wafer-Scheiben mit 300 Millimeter Durchmesser zu produzieren und somit die Ausbeute bei den Chips deutlich zu erhöhen. Das Werk von AMD ist ein Aushängeschild für den Standort Deutschland - zumal es die einzige Fertigungsstätte für Prozessoren ist. Doch ohne Fördermittel vom Staat und Subventionen des Landes Sachsen wären diese Hightech-Fabriken nicht möglich. THG spricht mit dem Geschäftsführer von AMD, Jochen Polster, über Ausrichtung der Firma, neue Produkte wie Turion 64 und die Motivation der eigenen Mitarbeiter.

THG: Wie sieht das aktuelle Produktportfolio aus?

Polster: Wir haben im Moment Produkte für vier Segmente. Sehr wichtig ist der Servermarkt mit dem AMD Opteron Prozessor. So haben wir kürzlich die neuen Opteron Modelle 252 und 852 mit SSE3-Befehlssatzerweiterung und der höheren Busfrequenz bei der HyperTransport Technology von 1 GHz vorgestellt. Mitte des Jahres kommen Dual-Core-Produkte für den Server-, Workstationbereich, in der zweiten Jahreshälfte für den Desktopbereich. Mit dem AMD Athlon 64 haben wir Prozessoren für Mainstream und Highend im Desktop-Segment, und den AMD Sempron Prozessor für den Value-Markt. Schließlich haben wir drei Prozessorreihen für den Notebookbereich: den Mobile AMD Athlon 64 Prozessor, den Mobile AMD Sempron Prozessor und demnächst die AMD Turion64 Mobiltechnologie. Wir decken also die komplette Palette für die Bereiche Desktop, Server-/Workstation und Notebooks ab.


Geschäftsführer von AMD: Jochen Polster.
THG: Wie sehen sie ihre Aufstellung am Markt gegenüber dem Mitbewerb?

Polster: In drei Bereichen sehr gut, in einem Bereich haben wir gewiss Nachholbedarf. Im Serversegment lässt der Markt keine revolutionären Brüche zu. Wenn möglich will man die vorhandene Software weiter einsetzen, möchte aber trotzdem nicht auf die zukünftigen Leistungsentwicklungen der Produkte verzichten. Diesbezüglich ist der AMD Opteron Prozessor mit der 64-Bit Technologie das beste Beispiel. So sind wir über die große Akzeptanz der AMD Opteron Prozessoren höchst erfreut. Bei den Desktop-Produkten AMD Athlon 64 und AMD Sempron ist es ähnlich. Mittlerweile erzielen wir über 50 Prozent unseres Umsatzes mit 64 Bit-Produkten. Das beweist, wie gut der Markt mittlerweile 64-Bit-Produkte annimmt. Sempron ist ebenfalls ein sehr erfolgreiches Produkt im Value-Markt. Im Mobile-Bereich haben wir uns entsprechend viel vorgenommen. Und ich denke, mit AMD Turion64 Mobiltechnologie haben wir das geeignete Produkt entwickelt, um noch stärker präsent zu sein.

THG: Wie werden die Mitarbeiter im Unternehmen motiviert? Gibt es eine Erfolgsbeteiligung auch außerhalb der Vertrieb- und Managementpositionen?

Polster: Ja, die gibt es durchaus. Wir haben zum einen das Profit-Sharing-Programm. Damit ist gemeint, alle Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen. So wird ein gewisser Prozentsatz des Gewinns gleichmäßig auf alle Mitarbeiter verteilt. Es sind also auch jene Mitarbeiter beteiligt, die normalerweise nicht an Bonusprogrammen teilnehmen, weil sie keinen Außenkontakt haben. Zudem gibt es für Mitarbeiter ein Stock-Purchase-Programm und ein Stock-Option-Programm. Hierbei wird ein bestimmter Teil des Einkommens zu bestimmten Konditionen für AMD-Aktien aufgewendet. Doch die Motivation der Mitarbeiter erfolgt ja nicht ausschließlich über die so genannten geldwerten Vorteile. Ebenso wichtig ist ein sehr gutes Betriebsklima. Bei AMD haben wir es geschafft, die Fluktuation an beiden Standorten, München und Dresden, sehr gering zu halten.

THG im Gespräch mit AMD: Jochen Polster (mitte) freut sich über die gute Resonanz des Athlon 64 am Markt.

THG: Der Anteil "mobile" ist derzeit noch gering, welche Aktionen sind für die Steigerung geplant?

Polster: Mit der AMD Turion64 Mobiltechnologie ermöglichen wir den OEMs mehr Flexibilität. Wir zwingen sie nicht alle in den gleichen Rahmen, wie es beim Mitbewerb geschieht und aufgrund dessen letztendlich alle das gleiche System bauen - sieht man einmal vom Design ab. Hier hat die AMD Turion64 Mobiltechnologie einen klaren Vorteil. Unsere Kunden können in ihren Geräten verschiedene Wireless-Standards anbieten. Auch hinsichtlich des Chipsatzes und der Grafik darf variabel geplant werden. Damit unterscheidet sich Turion 64 grundlegend von den proprietären Lösungen des Mitbewerbs.

Die Höhe der Steuern entscheidet nicht allein über einen Standort. Was nicht heißen soll, dass sie zu vernachlässigen sei...
Anzeige
Kommentare zum Beitrag
Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
Google Anzeigen