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Interview mit Intel: Zukunftsplanung und Standort Deutschland

18:00 - Dienstag, 8. März 2005 von Frank Völkel
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1 - Interview

Welche Trends und Visionen zeichnen sich beim weltweit größten Chiphersteller ab? Wie können Probleme gelöst werden? Diese und andere Fragen im Gespräch mit Intel-Geschäftsführer Hannes Schwaderer.
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Der weltgrößte Chiphersteller hat sein Geschäft neu strukturiert und setzt mit anderen IT-Schwergewichten verstärkt auf Unterhaltungselektronik. Intel arbeitet an Konzepten, wie künftig der PC als Schaltzentrale der Filme, Bilder und Musik fungiert. Damit tritt Intel in offene Konkurrenz zur Branche der Unterhaltungselektronik, die seit Jahrzehnten von alteingesessenen Firmen wie Sony, Philips & Co dominiert wird. Deutschland ist für Intel der wichtigste Markt außerhalb der USA, prestigeträchtige Produkte wie Centrino und Itanium verkaufen sich hier weltweit am besten. Wir trafen uns in der Europazentrale von Intel mit dem Geschäftsführer des Unternehmens. Dabei stehen neben Trends und Visionen auch Unzulänglichkeiten zur Debatte.

THG: Wie sieht ihre Personalplanung mittelfristig aus?

Schwaderer: Es ist im Prinzip die gleiche Personalplanung wie weltweit. Das heißt, wir haben jetzt keine Einstellungswelle. Es gibt keinen neuen Produkt- oder Geschäftsbereich, wo wir sagen, wir brauchen jetzt 1000 neue Leute, sondern wir stellen bedarfsorientiert ein. Wenn wir neue Leute für einen bestimmten Job oder ein bestimmtes Gebiet brauchen, dann stellen wir ein. Im vergangenen Jahr haben wir die Personaldecke in Deutschland um 6 Prozent vergrößert. Aber wie schon gesagt läuft das sehr bedarfsorientiert.


Seit 2002 Geschäftsführer von Intel: Hannes Schwaderer, verantwortlich für Deutschland, Österreich und Schweiz.

THG: Wie viele Mitarbeiter haben Sie aktuell?

Schwaderer: Wir haben in Deutschland 500 Mitarbeiter. In Ulm sind es 60 Leute, in Brühl etwas über 30 Mitarbeiter, in Braunschweig 100 und der Hauptanteil entfällt auf München.

THG: In welchem Bereich planen sie den Ausbau von Mitarbeitern?

Schwaderer: Hier in Deutschland wächst der Markt. An erster Stelle ist der Vertrieb zu sehen, ich denke, dass wir da noch einige Positionen ausbauen. Insgesamt sind zwischen 15 und 20 Stellen offen. Davon ist ein Drittel Sales-orientiert und der verbleibende Anteil ist Marketing mit einem großen Anteil an Software-Engineering. Wir haben ja auch hier unser Solution-Center, dort haben wir erheblichen Bedarf an Leuten, die Spezialisten bei Portierungen von RISC- auf Intel-Architekturen sind. Für das Wachstum in Deutschland sehe ich für 2005 zwischen 5 bis 10 Prozent.

THG: Welche Jobs haben ihrer Meinung nach Zukunft in der deutschen IT-Landschaft?

Schwaderer: Unter diesem Aspekt muss man beachten, dass wir Geschäft immer zwischen Menschen machen und deshalb haben Vertriebsfunktionen die höchste Priorität. Vor allem in einem wachsenden Markt. Software-Engineering, Produktentwicklung und lösungsorientierte Produktentwicklung ist das, was an zweiter Stelle gefragt ist. Wimax und RFID sind Technologien, wo verschiedene Produktbereiche zusammen wachsen - Software, Hardware und Infrastruktur und dort brauchen wir Expertise. Also Leute mit technischem Breitenwissen, die lösungsorientiert mehrere Technologien zusammen bringen. Und wenn man es einmal generell betrachtet, dann ist gute Ausbildung die Basis für Jobs. In der Vergangenheit haben wir Sozialkompetenzen ein wenig vernachlässigt, heute sind die immer wichtiger. Ganz besonders, wenn sie am Arbeitsmarkt ein großes Potenzial von Menschen haben, die alle den gleichen Ausbildungsstand haben. Und wenn das Menschliche funktioniert, dann ist das ein Erfolgsmodell.

Wenn Sie heute von 4 Gigahertz ausgehen, dann haben wir 128 Gigahertz in fünf Jahren...

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