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Interview: Transcat nach Dassault-Übernahme
1 - Interview mit Gerhard Keller von Transcat PLM
Welche Auswirkungen hat das auf die Firma und den Markt? Wie wird sich Transcat als Dassault-Tochter in Zukunft aufstellen? Wie ist das Verhältnis zu IBM?
Diese und andere Fragen beantwortet Gerhard Keller, Managing Director der Transcat GmbH & Co. KG im folgenden Interview.

Gerhard Keller, Managing Director bei Transcat PLM.
Redaktion: Herr Keller, wie ist der Werdegang von Transcat gewesen, bevor Dassault das Unternehmen übernommen hat?
Gerhard Keller:
Transcat PLM hat seine Wurzeln in der Steinbeis Stiftung des Landes Baden-Württemberg. Die späteren Transcat-Gründer haben sich dort intensiv um das Thema CAD gekümmert und vor allem für den Transfer des Knowhows an die Wirtschaft gesorgt.
Eine, aus heutiger Sicht, nette Begebenheit ist die Tatsache, dass wir diejenigen waren, die den IBM-Mitarbeitern ihre ersten Kenntnisse in Sachen Catia beigebracht haben, als sie von CADAM kommend umsteigen wollten. Das war Mitte der 80er Jahre und bei Catia war gerade die Version 2.1 relevant.
Als IBM dann 1987 einen Business-Partner für die Vermarktung von CAD-Software suchte, sahen wir die Chance der Ausgründung einer eigenen Firma. So entstand Transcat aus: Transferzentrum für Computerangewandte Technologien. Firmengründer waren zwei Professoren, sowie ein Studienkollege und ich.

Der Hauptsitz von Transcat PLM in Karlsruhe.
Redaktion: Womit haben Sie dann begonnen?
Gerhard Keller: Wir haben mit dem klassischen Systemgeschäft angefangen: Software, Hardware, Presales und Catia-Verkauf. Das war dann schon die Version 3 von Catia, die auf kleineren Mainframes, IBM 9370, lief, falls sich noch jemand daran erinnert.
Redaktion: Danach kam die Wachstumsphase?
Gerhard Keller:
Richtig, wir sind kräftig gewachsen und hatten bald auch Zweigniederlassungen in Dortmund, in Friedrichshafen und auch in der Schweiz. Das ging in etwa bis 1994. Zu der Zeit haben sich die Niederlassungen selbständig gemacht, zudem wurde die noch bestehende enge Verflechtung mit der Steinbeis Stiftung beendet und es gab, wenn man das so sagen kann, nur noch Transcat.
Danach kam die Phase der Catia V4, die sehr erfolgreich war. In bestimmten Bereichen unserer Kunden wurden allerdings Entscheidungen in Richtung Pro/Engineer getroffen.
Wir haben uns überlegt, wie wir auch hier unsere Kunden unterstützen könnten, z.B. als Schulungspartner für Pro/E. Auf diese Weise sind wir mit Rand in Kontakt gekommen.
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