Interview mit Vistaport: Brand im Notebook und Nachrüstakkus

09:20 - Dienstag, 3. Oktober 2006 von Harald Thon
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THG: Sind Vistaport-Akkus schwerer als Originalakkus?

Fröse: Nein. Obwohl ein Akku von Vistaport tendenziell ein paar Komponenten mehr als der originäre Akku des Herstellers enthalten kann (Optimierungs-Komponenten), wiegt er nicht mehr. Eher weniger. Hauptgrund hierfür ist, dass die von unserer Produktion verwendeten Zellen sozusagen "per Definition" neuerer Machart sind.

THG: Können sie uns Hersteller nennen, deren Zellen in den Akkus verwendet werden??

Fröse: Da gibt es verschiedene. Speziell an Produkten von Vistaport ist, dass nur Zellen von 1st-Tier-Zellen-Herstellern zum Einsatz kommen, wie z. B. Panasonc und E-One.

THG: Worin liegen in Summe die Vorteile von Vistaport-Akkus?

Fröse: Zusammengefasst lässt sich das so sagen: Vistaport bietet mit seinen Notebook-Akkus ein ausgereiftes, Reverse-Engineering-optimiertes Produkt, mit oftmals höherer Reichweite und einer kapazitäts-unabhängigen Funktionsgarantie von 2 Jahren. Außerdem bekommt der Kunde bei uns sein Produkt schneller, das Preis-/Leistungsverhältnis ist sehr gut, und der Service vor und nach dem Kauf ist unserer Meinung nach optimal.

THG: Wie kann es sein, dass Vistaport nach eigenen Angaben ein leistungsfähigeres Produkt anbieten kann, welches über bessere Garantieleistungen verfügt und das zudem noch günstiger ist??

Fröse: Das liegt daran, dass die an der Entwicklung und Produktion unserer Akkus beteiligten Unternehmen von dem Leben müssen, was sie tun. Es ist schlicht und einfach seit vielen Jahren deren Kerngeschäft. Fast überall sonst ist der Akku "das fünfte Rad am Wagen". Wer dieses Thema aber professionell angeht, kann durchaus Erstaunliches erreichen.

Hexen können und wollen wir aber auch nicht. Vistaport setzt beispielsweise immer die aktuellste Zellentechnologie ein, während der Originalhersteller aus praktischen Gründen oft über längere Zeit an den ursprünglich festgelegten Spezifikationen festhält. Zudem verwenden wir nur frische Zellen. Originalhersteller fertigen bzw. lassen oft so grosse Stückzahlen am Beginn des Produktlebenszyklus eines Notebooks fertigen, dass diese über Jahre hinweg abverkauft werden. Das kann u. U. ein Leistungs-Nachteil sein. Hier kommt die Überschaubarkeit unseres Portfolios als Vorteil voll zum Tragen. Und da wir stets frisch produzieren, können wir die Komponenten zu den gerade gültigen Marktpreisen einkaufen. Diese sind wie in fast allen Bereichen der IT aber tendenziell fallend.

Alles zusammen trägt dazu bei, dass wir ein in unseren Augen sehr ausgereiftes Produkt zu einem attraktiven Preis anbieten können.

THG: Was beinhaltet die Garantie und unter welchen Umständen tauscht Vistaport einen Akku kostenlos aus?

Fröse: Wie bereits erwähnt gewähren wir für unsere Produkte eine kapazitäts-unabhängige Funktionsgarantie von 2 Jahren. Dies bedeutet, dass Vistaport ein Produkt ersetzen würde, welches z. B. nach 23 Monaten den Dienst völlig versagen würde.

Natürlich darf und wird auch ein Akku von Vistaport nach einem Zeitraum von 23 Monaten aufgrund des Gebrauchs und der Alterung der Zellen eine deutlich geringere Kapazität als beim Kauf aufweisen. Aber trotzdem muss die Batterie selbst nach zwei Jahren noch funktionieren

THG: Wie hoch ist die durchschnittliche Lebensdauer eines Lithium-Ionen-Akkus wenn er optimal genutzt wird, d.h. Akku Vollladen, vollständig Entladen ohne das Notebook dazwischen anzustecken und anschließend wieder Vollladen?

Fröse: Ein Vistaport LiIon Notebook-Akku Produkt wird - konsequent so behandelt wie in der Produktbeilage beschrieben und ohne Nutzung von Verschleiß-beschleunigenden Schnell-Ladetechniken - mindestens 750 Zyklen lang seine Dienste erweisen. Gehen Sie beispielsweise von einer Akkulaufzeit des Notebooks von zirka drei Stunden aus und legen sie einen Arbeitstag von durchschnittlich 8 Stunden zu Grunde, ist die Batterie nach rund 280 Arbeitstagen - am Stück versteht sich - am Ende.

THG: Durch welche Maßnahmen kann der Anwender die Lebensdauer seines Notebook-Akkus "verlängern"?

Fröse: Diesbezüglich empfehlen wir eine Grundregel und die folgenden vier Maßnahmen zu befolgen

Behandeln Sie Ihren Akku wie einen Leistungs-Sportler: Konsequent trainieren und "in Schuss" halten. Dann macht er Ihnen viel Freude. Während der ersten acht Ladezyklen sollte der Akku stets mindestens acht Stunden voll - und ohne dabei das Notebook zu nutzen - geladen werden. Nach jedem Ladevorgang soll dann das Notebook jeweils bis zur fast vollständigen Entladung betrieben werden um anschließend wieder mindestens acht Stunden NUR zu laden. Alle anderen Ladevorgänge sollten nicht unter fünf Stunden liegen, anschließend das Notebook wieder NUR über Akku betreiben, bis nur noch ca. 2-3% Restenergie vorhanden ist. Anschließend wieder VOLL laden, usw. Wenn das Notebook über längere Zeit über das Stromnetz betrieben werden soll, muss der Akku entfernt werden Steht eine längere Lagerung (ohne Nutzung) bevor, so Akku bitte mind. 70% laden, dann aus dem Notebook entfernen, bis er wieder benutzt wird.

Das Interview führte Harald Thon.


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