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ISC 2007 Dresden: Die schnellsten Computer der Welt

23:48 - Freitag, 29. Juni 2007 von Frank Völkel
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1 - Höchstleistung auf kleinem Raum

Rechner mit 1000 CPUs, vier Playstation 3 im Cluster, Supercomputer von IBM, SGI und Sun. Intel zeigt optische Kabel mit 20 GBit/s. AMD-Server für Phenom, 16-CPU-Maschine im kompakten Gehäuse.
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Dagegen wirkt die Hardware eines Standard-PCs wie verkapptes Spielzeug vergangener Tage : Die HPCs (High Performance Computer) oder auch Supercomputer genannt, dienen in Forschungseinrichtungen und Universitäten sowie Firmen zur Lösung komplexer mathematischer Probleme. Bis zu 100.000 Prozessoren arbeiten in einem Supercomputer parallel zusammen und greifen auf mehrere Terabyte Arbeitsspeicher zu. Dabei liegt die Verschaltung herkömmlicher Rechentechnik zu einem Cluster voll im Trend und spezielle Vektorrechner wie sie beispielsweise die Firmen Cray und NEC in der Vergangenheit gebaut haben, sind am Markt nicht mehr gefragt. In den USA, wo besonders das Verteidigungsministerium und staatliche Behörden sündteure Aufträge für Mega-Rechenanlagen vergeben, sieht die Welt etwas anders aus. Somit liegt auch die Erklärung recht nahe, warum die Vereinigten Staaten in der gerade aktualisierten Top-500-Liste die ersten acht Plätze belegen. Der derzeit schnellste Rechner der Welt, ein IBM eServer Blue Gene mit 131.072 Prozessoren, wurde von der amerikanischen Regierung bezahlt. Deutschlands potentester Rechner steht im Leibnitz Rechenzentrum in München und rangiert aktuell auf dem zehnten Rang - mit einer SGI Altix 4700, ausgestattet mit 9728 Intanium-2-Prozessoren.

Das neu an der Elbe errichtete Tagungsgebäude war Austragungsort der ISC 2007 in Dresden. Die in der Regel hoch qualifizierten Besucher kamen ausschließlich aus Fachkreisen.

Allerdings machen im Markt der Hochleistungsrechner die Superboliden einen verschwindet geringen Anteil aus. Vielmehr sind kleine Cluster mit maximal 100 Prozessoren gefragt, die derzeit auf 80 Prozent Marktanteil kommen. THG war auf der ISC 2007 in Dresden im Gespräch mit den wichtigsten Firmen, die den aktuellen Trend mit - mehr Performance bei gleichem Volumen - beschrieben. In diesem Segment sind die Firmen AMD und Intel aktiv, da die aus dem Desktop-Bereich bekannten Prozessoren ein besonders günstiges Preis-/Leistungsverhältnis als Basis für Supercomputer bieten. Auch zeichnet sich der Trend ab, dass kleinere Unternehmen, wie beispielsweise Ingenieurbüros, mit Hilfe von 8- bis 32-CPU-Systemen als Auftragnehmer von großen Firmen Rechenaufgaben übernehmen. Derartige Server kommen mit einer Leistungsaufnahme zwischen 1000 Watt und 30 KW aus. Denn gerade das Thema Energieeffizienz steht besonders bei den stromfressenden Supercomputern im Fokus : Wieviel Platz nimmt etwa ein Petaflop-Rechner ein und welche Stromkosten sind zu erwarten ? Intel wirbt für seine Quad-Core-Xeons, die es auch als teure aber energiesparende 50-Watt-Versionen gibt. Von AMD war zu hören, dass der Quad-Core-Prozessor Phenom Ende August zumindest der Presse zur Verfügung stehen wird.

Tendenziell geht es darum, immer umfangreichere Simulationen durchzuführen, um Entwicklungskosten in der Praxis zu sparen. Auch die Wettervorhersage oder Berechnung von Szenarien in der Finanzwelt, Bio-Informatik - beispielsweise dem Verhalten bestimmter Zellstrukturen - ein reales Bild zu geben.


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