Benchmark-Ergebnisse

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18:00 - 24/02/2005 von Patrick Schmid

Fazit: Goldene Zeiten für iSCSI

Das Grundkonzept von iSCSI, vorhandene Technologien für die Umsetzung kostengünstiger SANs zu nutzen, geht voll auf. In unserem Test zeigten beide Applikationsvarianten, der iSCSI-Server von DataCore und auch das Storage Array iSA 1500 von Adaptec ein bestechend einfaches Handling und gute Performance.

DataCore setzt mit dem SANMelody-Paket auf Unternehmen, die bestehende Server für iSCSI-Zwecke umrüsten oder grundsätzlich kostenschonend in die iSCSI-Welt einsteigen wollen. Die nach Umfang gestaffelten Preismodelle von 1.000 € bis 20.000 € erlauben es auch kleinen Unternehmen, flexible iSCSI-Speicherlösungen aufzusetzen. Eine 21-Tage-Probeversion sowie SANMelody Lite, das noch weiter abgespeckt ist und nur noch etwa 200 € kostet, machen die Entscheidung leicht.

Adaptec hingegen greift durch viel Hardware in die Vollen, was auch insofern abzusehen war, als dass dieser Hersteller die iSCSI-Technologie von Anfang an stark gefördert hat. Der iSCSI-zu-PCI-X-Adapter ASA-7211C dient der Anbindung von SANs bzw. Storage-Appliances an bestehende Server. Dazu bringt die Karte eine TCP/IP- sowie eine iSCSI-Offload-Einheit mit, so dass vorhandene Rechner teilweise mit noch geringeren Systemlasten umgehen müssen als bei direkt angeschlossenen Speicherlösungen (DAS - Direct Attached Storage) niederer Komplexität. Mit 752 € ist der ASA-7211C nicht gerade billig, aber derzeit einer von nur wenigen iSCSI-Adaptern mit Hand und Fuß.

Das Storage Array iSA 1500 von Adaptec ist letztlich nichts anderes als ein leistungsfähiger 1-HE-Server mit einem kompakten, zweckgebundenen Betriebssystem und der Funktionalität, um als iSCSI-Server im SAN zu arbeiten. Zwei Gigabit-Netzwerkanschlüsse sorgen für ausreichend schnelle Anbindung, ein dritter Port dient lediglich der Konfiguration. Zum Einsatz kommen dabei vier 3,5" Serial-ATA-Festplatten. Das macht Sinn und spart Kosten, denn alle großen Hersteller bieten heute ATA-Laufwerke, die für den Dauerbetrieb in so genannten Near-Line-Umgebunden gedacht sind. 400 GB pro Laufwerk sind heute erhältlich, womit sich bis zu 1,6 Terabyte Bruttokapazität in einer Höheneinheit flexibel unterbringen lassen. Mit dem stolzen Preis von 5451 € liegt ein solches Storage-Modul preislich weit über dem, was sich Otto Normalverbraucher leisten könnte, doch für mittlere Unternehmen ist diese Investition eine sichere Sache - zumal auch die Kapazitäten mit Verfügbarkeit größerer Laufwerke gesteigert werden können.

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