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IT-Branche fürchtet sich vor möglichen Internet-Gebühren

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17:07 - 4. April 2006 von Uwe Kauß

In den USA wird derzeit heftig diskutiert, ob Telekom- und Kabelnetz-Unternehmen für das Übermitteln von Inhalten zusätzliche Gebühren einfordern dürfen. Nun schwappt die Diskussion auch nach Europa.

In Washington wurde vergangene Woche ein Gesetzesentwurf eingebracht (Telecom Reform Bill). Netzbetreiber und Kabelunternehmen wollen damit die Grundlage für ein mehrstufiges Gebührensystem schaffen. Großkonzerne sollen in Zukunft für die Highspeed-Übertragung ihrer Daten entsprechend zur Kasse gebeten werden. Wer sich die Gebühren nicht leisten könne, müsste sich mit geringeren Übertragungsraten zufrieden geben. Die US-IT-Unternehmen wehren sich natürlich heftig gegen diese Initiative.

Gegner der Gebühr befürchten, dass diese zu einer Klassengesellschaft innerhalb des Internets führen und die Neutralität des Netzwerks verloren gehen könnte. Die Internet-Giganten Microsoft, Google, eBay, Amazon, Yahoo und Interactive verfassten ein gemeinsames Statement, in dem sie ihre Besorgnis über die geplante gesetzliche Regelung zum Ausdruck brachten.

Auf deutscher Seite griff Kai-Uwe Ricke, Chef der Deutschen Telekom, das Thema auf. Gegenüber der Financial Times fordert er, dass sich auch die hiesigen Unternehmen per Gebühr an den Milliarden-Investitionen in die Infrastruktur beteiligen sollten.

Quelle: Tom's Hardware

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