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Formel-1-Lenkrad: Hohe Funktionsvielfalt, Fortsetzung

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19:00 - 01/07/2005 von Wolfgang Grüner

Es gibt einige sehr einfache Knöpfe wie zum Beispiel eine eher triviale Trinkfunktion, aber daneben gibt es noch Schaltwippen für Kupplung und Gangwechsel, Geschwindigkeits- und Drehzahlbegrenzung für die Boxengasse und Safety-Car-Phasen, ein Abschaltknopf für den Motor, Motorbremse, Einstellmöglichkeiten für Differential, Traktionskontrolle und Flügel sowie einen Durchdrehschutz für die Räder. Nur die Ferraris haben außerdem einen "Overboost"-Knopf für kurzfristige Zusatzumdrehungen beim Überholen. Eine Standardfunktion hingegen ist Drive-by-Wire, was bedeutet, dass das Lenkrad nicht direkt mit dem Lenksystem des Wagens verbunden ist, sondern dass der Computer das eigentliche Lenken übernimmt.

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Ferraris Lenkrad ist beinahe zu komplex für Erklärungen...>

... deshalb erklärt Michael Schumacher bei einer AMD-Veranstaltung die Details.

Wie fortschrittlich Formel-1-Wagen sind, zeigt sich besonders an der "Memory"-Funktion, die bei den meisten Formel-1-Teams zum Einsatz kommt. Willy Rampf von Sauber erklärte, dass der Fahrer darüber komplexe Fahrzeugeinstellungen wie Differential, Traktionskontrolle, Motorbremse sowie die Flügelstellungen für jede einzelne Kurve der Rennstrecke speichern kann. Sobald eine solche Einstellung gespeichert ist, können die Sensoren an Bord die Kurve in der nächsten Runde erkennen. Die Elektronik erkennt eine spezifische Kurve anhand von Daten wie der auftretenden Fliehkräfte und spielt daraufhin sofort die gespeicherten Einstellungen ab. Die Rennstrecke von Indianapolis hat 13 Kurven, so dass man theoretisch 13 verschiedene Kurveneinstellungen pro Rennwagen speichern kann. "Man könnte mitten in der Kurve das Gaspedal voll durchtreten und würde trotzdem nicht aus der Kurve fliegen, weil wir die Geschwindigkeit durch die Motorbremse automatisch begrenzen können", erklärte Rampf.

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