Anzeige
Mehr aus dem Bereich
 Testberichte über Weitere...
Alle Weitere... Tests

Newsletters


  • Ihre Probleme und Fragen zu Computer-Technik
  • Abschicken

Partner

Opteron-Cluster: 540 CPUs berechnen Aerodynamik

Seite zurück Seite vor
19:00 - 01/07/2005 von Wolfgang Grüner

Während bei den IRL-Teams Chancengleichheit herrscht, weil alle das gleiche Fahrwerk (derzeit von Dallara und Panoz geliefert) und Standardmotoren (von Chevrolet, Honda und Toyota) verwenden müssen, sind den Formel-1-Teams bei den Eigenentwicklungen im Aerodynamik- und Motorbereich kaum Grenzen gesetzt, so dass hier jedes Jahr Millionen von Dollar ausgegeben werden. Das erklärt die unterschiedlichen PS-Zahlen, unterschiedliche Fahrwerke und sehr unterschiedliche Technologien zur Leistungssteigerung, Wartung und Kommunikation.

Jedes Formel-1-Team arbeitet ständig an der weiteren Verbesserung von Aerodynamik und Motoren ihrer Rennwagen. Im Lauf der Saison werden in der Regel keine Veränderungen an den Fahrzeugen mehr vorgenommen, aber dafür beginnt die Entwicklung des nächsten Modells mindestens ein Jahr im Voraus. Bevor diese Fahrzeuge überhaupt auf die Teststrecke gehen, sind sie schon zu über 90 Prozent fertig und in Computersimulationen gründlich getestet.

Laut Willy Rampf, dem technischen Direktor des Schweizerischen Sauber-Teams, arbeitet man heute sehr viel mit der Strömungsdynamik (Computational Fluid Dynamics, CFD), hauptsächlich um Kosten und Zeit zu sparen. Sein Team hat vor kurzem einen AMD Opteron-Cluster mit 540 Prozessoren gekauft um die Windkanaltests zu analysieren und bestimmte Fahrzeugbauteile weiterzuentwickeln - wie z.B. die vorderen und hinteren Kotflügel oder das Bremssystem. "Man kann leicht Hunderttausende in die Kühlung der Bremsen stecken", erklärt Rampf. "Das Problem ist im Grunde, dass die Bremsscheiben zwar 1000 Grad Celsius aushalten können, die Bremszange aber nur 200 Grad Celsius. In Simulationen stellen wir fest, wie wir die Bremsen bauen müssen, damit sie auch Rennen wie in Montreal überstehen, das die höchstmögliche Bremsleistung erfordert. "Albert" gibt uns etwa die 20-fache Rechenleistung unseres letzten Systems." Man muss bedenken, dass ein einziger Satz Karbonbremsen ca. 10.000 Dollar kostet und pro Saison werden 90 Sätze benötigt... den Rest können Sie sich selbst ausrechnen.

Bremseinheit an den Vorderrädern des Ferrari F2005.

Eine Bremsung von 320 km/h auf 50 km/h in weniger als 50 Metern bringt die Scheiben zum Glühen. Hier im Bild ein Renault F1.
Anzeige
Kommentare zum Beitrag
Kommentare auf dieser Seite geschlossen.
Google Anzeigen