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IT in der Formel 1: Besuch bei Ferrari und AMD
Inhaltsverzeichnis
- 1 – In der Boxengasse mit dem Ferrari-Team
- 2 – Grundlagen: Design und technische Basis
- 3 – Opteron-Cluster: 540 CPUs berechnen Aerodynamik
- 4 – Opteron-Cluster: 540 CPUs berechnen Aerodynamik, Forts.
- 5 – Vor dem Rennen ist nach dem Rennen
- 6 – Vor dem Rennen ist nach dem Rennen, Fortsetzung
- 7 – Telemetrie - darauf kommt es an

Vor einigen Wochen hatte uns AMD, Sponsor von Ferrari und Technologiepartner des Sauber-Teams, zum US Grand Prix in Indianapolis eingeladen. Da die Formel 1 für alle Auto- und Technikfreaks den absoluten Höhepunkt darstellt, haben wir sofort zugesagt und ein Wochenende in der Boxengasse mit dem Ferrari-Team verbracht.
Schließlich ist die Formel 1 weltweit das Motorsport-Ereignis überhaupt, mit Ausnahme in den USA, wo man auf die eigenen Nascar- und Indy-Rennen schwört. In der Formel 1 wird jedes Jahr aus zehn Teams und den wichtigsten Motorenherstellern, die miteinander wetteifern, die schnellsten und fortschrittlichsten Rennwagen zu entwickeln, der beste Fahrer und der beste Hersteller ermittelt.

Das Formel-1-Rennen in den USA wurde von 150.000 Zuschauern besucht.
Die Teams in der offenen Formel 1 sind meist besser ausgerüstet als in der amerikanischen IRL. Relativ wenige Regeln und Einschränkungen führen dazu, dass wirklich erstaunliche Technologien in den Rennwagen zum Einsatz kommen, was natürlich auch die Budgets in Schwindel erregende Höhen treibt. Weil die Formel 1 ein Spielplatz für die Ingenieure ist, finden sich einige dieser Technologien nach einer gewissen Zeit auch in Serienwagen wieder. Beispiele hierfür sind das sequentielle Schaltgetriebe, am Lenkrad befestigte Schaltwippen zum Gangwechsel (Paddle Shifter) oder Drive-by-Wire-Systeme in vielen deutschen und italienischen Sportwagen und Limousinen.
Die Fahrzeug- und Motorenhersteller sowie speziell ihre weltweiten Sponsoren geben immense Summen für die Formel 1 aus, das Panasonic-Toyota-Team zum Beispiel über 500 Millionen Dollar pro Jahr! Die Erfolge werden in der Regel zu Marketingzwecken genutzt und fördern das Image als renommierter Hersteller von Hochleistungswagen. So begründet sich beispielsweise Ferraris Ruf als der bekannteste Sportwagenhersteller hauptsächlich auf die Siege in der Formel 1. Inzwischen versuchen auch BMW, Mercedes, Jaguar und Toyota, etwas Glamour von der Rennstrecke auf ihre Serienmodelle abfärben zu lassen.
Auf den nächsten Seiten geben wir exklusive Einblicke in das Formel-1-Geschehen und zeigen, wie die Technik über Sieg und Niederlage entscheidet.
