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K6-2 Performance Guide: 66 vs. 100 MHz FSB

19:00 - Montag, 3. August 1998 von Patrick Schmid
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1 - Bus und Speicher bei Sockel7-Boards

Asynchroner Speicher, richtiges Takten und Übertakten. Wir zeigen, was mit dem K6-2 und den richtigen Chipsätzen alles möglich ist.
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Mit den neuen Sockel 7 Boards und den Chipsets von VIA und ALI hat jetzt auch in dieser Welt der 100 MHz Bus Einzug gehalten. Im Rahmen des BX Board Tests haben wir bereits kurz berichtet, daß der höhere Bustakt bei den Sockel 7 Systemen deutlich mehr bringt, als bei einem Slot1 System. Der Hauptgrund für diesen Unterschied ist die Position des Cache und die damit verbundenen Taktraten. Während bei Sockel Systemen der L2 Cache immer in Bustakt arbeitet tut er dies bei Slot1 CPUs im halben Prozessortakt. Im Slot 1 profitiert lediglich die Peripherie von diesen Vorteilen und das auch nur wenn sie in ienen Prozess eingebunden ist und das Interface diese Geschwindigkeit bewältigen kann.

Sockel 7 gewinnt also theoretisch 30 % an Leistung wenn man den üblichen 66MHz Bus gegen einen 100 MHz Takt austauscht. Ob dieser theoretische Wert erreicht werden kann und was der schnelle Bus in der Praxis tatsächlich bringt, soll nachfolgend kurz beschrieben werden.

Den größten Einfluss hat die neue Taktrate natürlich auf den Speicher. Dabei stellt sich sehr schnell heraus, daß bei einem L2 Cache von 512 kB die Aladin basierenden Systeme etwas schneller sind als die Boards, die auf dem VIA MVP3 Chipsatz basieren. Wenn ein Cache von 1 oder 2 MB verwendet wird sieht es allerdings wieder anders aus. In diesem Fall markieren die VIA Boards die obere Leistungsgrenze und lassen Aladin deutlich hinter sich. Dabei verfügen diese Boards noch über ein weiteres nettes Feature. Das SDRAM kann wahlweise synchron oder asynchron auf der gleichen Frequenz wie der AGP Bus arbeiten. Dadurch gewinnt man bei der Auswahl des Hauptspeichers eine ganze Menge an Flexibilität, die hilft die Kosten bei der Umstellung auf ein solches Board unter Kontrolle zu halten, ohne extreme Einbußen bei der Peerformance in Kauf nehmen zu müssen. Man kann so nämlich das weiterhin EDO RAM verwenden, das mit Sicherheit alles andere als billig war, als es angeschafft wurde und auf der anderen Seite kann man auch SDRAM mit 10 / 12 oder gar 15 ns einsetzen. Man muß also nicht zwingenderweise die zur Zeit noch recht teuren PC-100 Streifen kaufen um mit den Boards, die auf dem VIA Chipsatz basieren, sinnvoll arbeiten zu können. Die neuen PC100 Module bringen im Vergleic zu den alten Modulen nur eine Verbesserung der Geschwindigkeit in der Dimension um 3%. Wem das den Preis wert ist, der darf natürlich die neuen Streifen einsetzen. Der Unterschied dürfte im täglichen Betrieb aber kaum auffallen. Das System, mit dem wir die verschiedenen Speicherausstattungen getestet haben, war ein Aopen AX59pro Motherboard, mit eienm VIA MVP3 Chipsatz, 512 MB L2 Cache 64MB RAM, ATI Xpert @ Work 4MB AGP Karte und einer Quantum Fireball ST 3,2 GB Ultra DMA Festplatte.

Weil der AMD K6-2 Prozessor doch eher in der Einzelplatzwelt zu Hause ist haben wir die Testumgebung diesesmal unter dem Betriebssystem Windows 95 aufgesetzt. Sicherlich fragt sich manch ein Leser weshalb für diese Tests nicht eine bessere Graphikkarte eingesetzt worden ist. Dafür gibt es eine sehr einfache Antwort. In diesem Test kam es ja nicht darauf an, eine besonders gute Spiele Performance zu produzieren sondern die Unterschiede der verschiedenen Konfigurationen des Hauptspeichers zu zeigen. Mit einer Voodoo² Karte wären die Unterschiede teilweise verwischt worden, weil diese Karte sehr viel Einfluß auf die Performance nimmt.

Das Referenz System war mit PC-100 RAM ausgestattet und lief mit einem 100 MHz Bus. Mit dem normalen PC 66 RAM (10 oder 12 ns) wird man allerdings ebenfalls kaum einen Unterschied bemerken, da in erster Linie der Cache für die Performance verantwortlich ist, wie wir das von den Pentium II Systemen bereits kennen. Gerade bei den Business Applikationen wirkt sich dieser Bestandteil deutlich stärker aus, als die restliche Konfiguration des Systems. PC66 RAM reduziert die Leistung gerade mal um die besagten 3%. Für den normalen Anwender ein kaum erkennbarer Unterschied. Selbst beim Einsatz von EDO RAM sinkt die Performance nur um 7% gegenüber der PC-100 Ausstattung. Ist das wirklich ein Grund sich graue Haare wachsen zu lassen, wenn man die Ersparnis dagagen stellt. Nachrüsten kann man die Boards ja immer noch, sobald sich der Geldbeútel wieder erholt hat.

Spannender stellt sich die Sache allerdings für Quake Anwender dar. Wer die Vorteile des 100 MHz Speichers nicht nutzt muß sich in der vorliegenden Konfiguration mit 10 fps zufrieden geben, wo er mit der PC100 Ausstattung 12 erreichen würde. Bei eienem Unterschied in der Dimension von 20% ist es dann natürlich die Frage ob man nicht beser gleich auf den neuen Speicher umsteigt. Bei der Verwendung von EDO RAM sinkt die Performance übrigens noch weiter ab. Eine entsprechende Graphikkarte kann die Unterschiede zwar zu einem gewissen Grad ausgleichen, trotzdem sollten Quak Spieler den Kauf von neuem Hauptspeicher in ihrem Budget mit einplanen.

Incoming dagegen ist ziemlich unabhängig vom Hauptspeicher. Der Untzerschied zur Rerferenzausstattung beträgt lediglich 2% bei PC66 RAM und 6% bei EDO RAM.


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