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Kaufberatung: 16 Speichermodule von DDR533 bis 1000

18:00 - Dienstag, 14. Februar 2006 von Bert Töpelt
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1 - Übertaktung von AMD und Intel: Welcher Speicher ist der beste?

Die Auswahl an Speichermodulen ist groß. Doch welche eignen sich optimal für Übertaktung? Ein umfangreicher Labortest von 16 Herstellern bringt Gewinner und Verlierer zutage.
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Die Münchner Computermeile ist genau der richtige Ort, um der Volkesstimme der PC-Freaks zu lauschen. Hier in der Innenstadt ballen sich Trauben von Verehrern des individuellen PCs um Komponenten, die durch Form oder Leistung Besonderheit beweisen. Was in diesen Kreisen zählt ist einzig und allein Performance - und diese noch zum möglichst günstigen Preis. In den angesagten Geschäften werden deshalb ausschließlich Komponenten angeboten, die für die Freak-Gemeinde gerade gut genug sind. Und was ist gerade gut genug? Diese Frage stellen sich besonders Interessenten von Speichermodulen: Das Angebot ist üppig, die Bezeichnungen oft verwirrend, die Preisskala groß und der Kunde unsicher .

Angesichts dieser Tatsache entstand unser großer Vergleichstest von Speichermodulen. Wir haben 16 Hersteller dazu eingeladen, ihre besten DDR2-Module zu schicken. Die Bandbreite ist ungeheuer groß: Im Testparcours befinden sich Module mit der Bezeichnung DDR2-533 aber auch Kandidaten mit dem rekordverdächtigen Aufdruck DDR2-1000. Doch es gibt auch handverlesene Exemplare, die der Anwender wohl kaum am Fachhandel erwerben kann. Oder doch? Diese pikante Frage beantworten wir in unserem kommenden Live-Stresstest, wo die Testsieger aus dieser Vergleichsrunde von THG anonym gekauft und dann einem Dauerstress samt Takterhöhung unterzogen werden .

Da liegen sie: DDR2-Speicher zum Übertakten bis ans Limit - stabiler Betrieb vorausgesetzt.

Bei den Speichermodulen hat sich einiges verändert - mit der Vorstellung der neuen Intel-Plattformen basierend auf den 915- bis 975-Chipsätzen für Sockel 775 ist der Einsatz von DDR2-Modulen zwingend erforderlich. Auch die Konkurrenz um AMD setzt in Kürze auf DDR2-Speicher, eine notwendige Maßnahme im Zuge der Einführung des neuen Prozessor-Sockels. DDR2 löst konventionellen DDR-Speicher ab , wobei die technischen Hintergründe auf der hand liegen: Der Fertigungsprozess wird derzeit in 110 nm und 90 nm verwirklicht, so dass die Leistungsaufnahme gegenüber den "alten" DDR-Modulen deutlich sinkt. Eine Folge ist die viel geringere Erwärmung sowie höhere Transferraten und gestiegene Taktrate. Erst durch DDR2 lassen sich 2 GB Speicher auf einem einzigen Modul unterbringen.

Der Zeitpunkt für den Speicherkauf ist denkbar günstig: 1 GB gibt es zu absoluten Tiefstpreisen unter 80 Euro , die 512-MB-Variante gibt es schon ab 35 Euro. Allein durch den gezielten Einsatz geeigneter Module sind Leistungssteigerungen von 40 Prozent drin - das ist die Bandbreite zwischen DDR2-533 und DDR2-800. Bei unserem Vergleichstest steht die Übertaktung im Mittelpunkt, da mit dieser Maßnahme der Speicherdurchsatz um mehr als 50 Prozent gesteigert werden kann. Also Augen auf beim Speicherkauf! Gegenüber der marginalen CPU-Taktsteigerung kann bei der Speicher-Feinjustage noch deutlich mehr rausgeholt werden. Schließlich skaliert die Leistung des Intel Pentium 4 und Pentium D stark mit einem hohen Speicherdurchsatz.


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