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Counter-Strike | Mapping: Warum die Wirklichkeit nachbauen?

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13:04 - 17/03/2007 von eGames

Fabian Sittaro will mit dem Hammer-Editor für Counter-Strike einfach nur "eine Welt in 3D bauen".

Im Moment ist es nicht einfach, Counter-Strike-Mapper zu sein. Die wiederentfachte Killerspiel-Debatte hat Eltern aufmerksam gemacht. Da kann es schnell passieren, dass selbst der kreative Umgang mit Editoren im Handumdrehen untersagt wird. Fabian "seelenkuchenente" Sittaro stand vor genau diesem Problem. Seine Eltern sprachen vom schlimmen Killerspiel, dem Töten von Menschen und davon, wie verwerflich es doch sei, für so etwas auch noch Karten zu erstellen. Dabei war das Motiv ihres Sohnes doch so harmlos: "Mit dem RPG-Maker (einem Editor für Rollenspiele im Stil der alten Final Fantasy-Teile, Anm. d. Red.) fing meine Leidenschaft für die Kreation virtueller Welten an. Für mein nächstes Projekt möchte ich mich näher mit Valves Editor Hammer befassen, um auch mal eine Welt in 3D zu bauen", so Fabian. In einer zweistündigen Aufklärungsdebatte konnte der 17-Jährige seine Eltern überzeugen: davon, dass bei Videospielen niemand getötet wird und der Umgang mit dem Editor aus kreativem Interesse entsteht - und nicht aus aufgestauten Gewaltfantasien. Die Mutter möchte ihrem Sohn in den nächsten Monaten über die Schulter schauen - und das nicht nur aus Kontrollgründen, sondern auch aus Interesse an seinem Hobby. Im Rahmen der Killerspiel-Debatte fordern nicht nur die Gegner der Computerspiele, dass sich Eltern aktiv um Kinder und Jugendliche kümmern und "kontrollieren, ob und was sie spielen, welche Musik sie hören und welche anderen Interessen sie haben." Diesem Wunsch des Bundesverbands der Entwickler von Computerspielen folgen Fabians Eltern damit. Spielen darf er Counter-Strike übrigens immer noch nicht - nur den Editor benutzen.

Spiele machen nicht krank, sie machen Spaß! Wen das krank macht, der hat ein Problem mit sich selber - das liegt nicht am Spiel.
Friederike "atmadisc" Schneider, CS-Mapperin

Friederike "atmadisc" Schneider hat dieses Problem nicht. Die 19-jährige Schülerin an einer Fachoberschule für Wirtschaft ist schon seit fünf Jahren leidenschaftliche Mapperin. Am liebsten erstellt sie Karten mit CS 1.5, weil das am einfachsten funktioniert. "Ansonsten muss man jedes Mal Steam anschmeißen, um neu gebaute Maps zu begutachten, was schnell an den strapazierten Nerven nagt", sagt Friederike. Inzwischen hilft sie jungen Mappern auf ihrer Seite http://www.atmadisc.de.vu, Editoren sind nämlich oft recht unzugänglich. Um sich das Wissen für den Umgang mit den Werkzeugen der virtuellen Weltenerstellung zu erarbeiten, braucht man starke Nerven und eine große Portion Motivation. "atmadisc" weiß, was diese Motivation ausmacht: "Es bringt einfach Spaß, auch virtuell durch seine eigenen vier Wände zu laufen. Also, bei mir war es oft so, dass mir manchmal keine Ideen für eine neue Map kamen. Da nimmt man dann einfach etwas, das es schon gibt. Ich denke, bei den Sims ist es ähnlich. Es ist wie ein Puppenhaus, nur eben für Jugendliche und Erwachsene. Und am PC kommt so was natürlich sehr cool - man hat einfach so viele Möglichkeiten.

Eine von vielen Maps aus dem Netz: BBSII soll die Berufsschule in Stade/Niedersachsen darstellen.

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Kommentare zum Beitrag
Kleinheribert 17/03/2007 19:47
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Dieser Artikel spiegelt warscheinlich die Meinung eines jeden Gamers nieder. Ich selbst bin eigentlich kein Gamer, ich spiele nur hin und wieder Battlefield1942.

Das ist natürlich auch ein Killerspiel.

Die Reaktion auf diese ganze Debatte zeigt natürlich, wie Realitätsfremd unsere lieben Politiker sind
und dass sie überhaupt keine Ahnung haben, was in diesem Land überhaupt vor sich geht

Einerseits labern sie von einem Verbot von Killerspielen, andererseits hoppeln Deutsche Soldaten in Afghanistan rum und spielen Krieg. Im Libanon gehts auch schon los

Wozu? Haben wir das Geld? Müssen wir Amerika nacheifern?
Müssen wir Krieg spielen?

Aber das gehört ja jetzt nicht zum Thema.

@ Politiker: Was zum Teufel denkt ihr euch eigentlich?


@THG: Der Artikel ist super...hoffentlich denkt mal einer nach...

sputnik007 17/03/2007 22:00
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-0+

Im Grunde ist es schon richtig gesagt, dass ältere Menschen, zu denen nun mal die Politiker zählen, nur wage Vorstellungen davon haben was es überhaupt für ne virtuelle Welt ist.

Noch vor einem Jahr hätt ich die Gleiche Meinung geschrieben, wie die "Zocker" im Interview. Ich glaub die brennen nur darauf provoziert zu werden und dann kommen die ganzen Kommentare ...

Ich hab selber mal intensiv Computer gespielt (ca 3 Jahre). Es ging soweit, dass es meine Lieblingsebschäftigung wurde und ich die Schule etwas hängen lassen hab. Danach hab ich mich gewundert, warum die Leistung nachgelassen hat und schlicht und einfach das Computerspielen aufgegeben. Seitdem rühr ich kein Spiel mehr an und hab auch kein Verlangen danach.

Wenn man erstmal aufgehört hat, wirds einem realistisch wie viel Zeit man doch verschwendet hat. Im Grunde genommen lernt man dabei nix. Und Geld verdienen kann man damit auch nicht (bis auf ein paar Ausnahmen).
Stattdessen tu ich lieber was sinnvolleres.

Das schlimmste was man als Jugendlicher machen kann, ist es Computer zu spielen (mehr als gelegentlich). In der Zeit soll man in der Schule sich eine gute Grundlage aufbauen, aber stattdessen hängt man nur noch vorm Rechner.

Aber "unsre" Welt geht eh zugrunde. Heute dürfen schon kleine Kinder im TV halbnackte Frauen sehen. In den Filmen gehts fast immer um Gewaltsachen.
Also ist es nicht nur Problem bei den Computerspielen, sondern bei der ganzen Gesellschaft.

Mit dem Computer & Internet gehts halt einfacher.
Ist eine sehr gefährliche Entwicklung, weil sich die Kinder von den Eltern abgrenzen können und sich selber Sachen beibringen. Das kann nicht lange gut gehen.
Mal schauen, in 10-20 Jahren wird die Generation "Computersüchtige" ihre Kinder erzogen haben (wer weiß) und erst dann zeigt sich was für einen Schaden die Spiele bringen ...

DarkKoushirou 18/03/2007 00:12
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Im Grunde bin ich der Meinung, man sollte sich in der Mitte treffen. Sicher gibt es einige Spiele, die Gewalt massiv darstellen, diese aber wohl kaum verherlichen. Eine generelle, schärfere Kontrolle durch die behördlichen Einrichtungen sollte sowieso in jeglicher Medienform durchgesetzt werden. Auf der anderen Seite sehe ich es als grundsätzlich falsch komplette Verbote aus zu sprechen. Gerade im Bereich der Computerspiele würde man sich ein vielversprechendes, wirtschaftliches Standbein für die Zukunft komplett verbauen, da man damit rechnen kann, dass der eSport in Europa und speziell in Deutschland in der nächsten Dekade zu einer Form mutieren sollte, der momentanen koreanischen Verhältnissen gleicht. Man denke nur an den wirtschaftlichen und arbeitsmarkttechnischen Faktor...

Ich denke das Kontrollen in erster Linie durch Erziehungsberechtigte durchgeführt werden sollten. Neutrale Beratungsstellen für Eltern sowie die erweiterte Auseinandersetzung mit Gewalt in Medien (Und speziell in Computerspielen) in der Schule sollten zum Alltag gehören. So sollte auch das Suchtpotenzial von Langzeitspielen (Meist ja MMORPGs) kontrolliert werden.

Auf einer ganz anderen Seite hoffe ich aber auch, das Spieleentwickler wenigstens etwas Lernpotenzial in ihre Spiele einbringen. Positive Beispiele wären u.a. die Spiele der "Total War" Serie, die einem zumindest etwas Weltgeschichtliches vermitteln und trotzdem Spielespaß garantieren.

Letztendlich ist die Industrie gewaltätiger Computerspiele nicht auf zu halten und würde durch ein Verbot nurnoch propagiert werden. Statt dessen sollte die konstruktive Konfrontation mit der virtuellen gewalt gesucht werden, um Lösungsansätze zu generieren, die das Beste für Spieler, Kinder, Eltern, Lehrer und alle anderen bieten.

Gonzo 18/03/2007 14:56
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Computerspiele sind und bleiben Spiele, wer sich darin zu sehr verliert und vllt. nur noch in einer virtuellen Welt lebt, handelt eigenverantwortlich und ist sich dem meist auch bewusst.
Spielehersteller bieten nur die Plattform an, wollen ihr Produkt gewiss möglichst vielen gefällig machen und Kunden an sich binden. Zwingen dazu, stundenlang vorm PC zu hocken tun sie freilich nicht, genauso könnte man auch Sammelkarten-Rollenspiele an den Pranger stellen, deren Anhänger nich selten ebenfalls nur noch in einer Welt von Orks, Zwergen, Decks und Figuren leben !

Wir haben alle die Errungenschaften unserer digitalisierten Welt mehr oder weniger liebgewonnen, und in den nächsten Jahrzehnten wird sich das, aller Wahrscheinlichkeit nach, auch noch in ungeahnter Weise verstärken und zu neuen Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens führen, was die einen noch verteufeln werden, die anderen nie anders kennengelernt haben.

Die Faszination an Gewalt ist eine typisch menschliche, welche sich in Computerspielen genauso zeigt, wie im TV, Büchern, dem Kampfsport, Gladiatorenkämpfen oder ritualisierten Kampftänzen diverser Naturvölker. Dass Beherrschen oder Triumphieren über Mitmenschen in vielen Varitationen ganz allgemein eine Wohltat darstellt und zu Bewunderung und Anerkennung führt, lebt uns unsere "westliche" Leistungsgesellschaft jeden Tag vor. Computerspiele spiegeln eben nur das wieder, was uns die Gesellschaft vermittelt: Der Kampf gegen andere, um sich im Idealfall ein Gefühl des Sieges zu verschaffen, was einem im realen Leben vllt. nicht so oft gelingen möge.
Je mehr man im Frieden lebt, desto stärker ist das Interesse an (fiktiver) Gewalt: Von den heile-Welt-Schnulzenfilmen der Nachkriegszeit zu den Actionfilmen jetzt. Gewalt ist etwas natürliches und die Natur ist grausam, nur wir in unserem friedlichen, christlich geprägtem Europa haben weitgehend denn Sinn für die natürliche Realität (auch dem eigenem Körper, Stichwort: Nackte Personen,- soviel dazu) verloren und suchen daher Ersatz im Konsum gewaltbeinhaltender Medien. Trotzdem wird selbst ein passionierter Ego-Shooter-Spieler nicht mehr anarchistische Neigungen und die Breitschaft zu Töten realer Personen haben, wie jeder andere nicht-Spieler auch, vllt sogar noch weniger.

Für viele Menschen älterer Generartionen sind diese neuen Formen der Unterhaltung jedoch erstmal fremd und werden äußerst kritisch betrachtet, wie einst das Fernsehen oder die Beatmusik; die Aktzeptanz ist hier noch nicht sehr groß, im Gegensatz zu den vielgelobten "technologischen Vorreiterländern" im fernen Osten.
Fakt wird somit sein, dass in Zukunft auch weiterhin Computerspiele mit "gewalttätigem" Inhalt sich besser Verkaufen werden als Agrarsimulationen, und wo ein Markt, da sind bekanntlich auch die Hersteller.
Das besondere an der Digitaltechnik nunmal ist, dass Information beliebig kopiert, verändert und versendet werden kann. Und es wird jeder, der etwas mehr Ahnung hat, jederzeit sich das Beschaffen können, was er will. Diese Freiheit der Information, die die Digitaltechnik nunmal hat so groß werden lassen, in irgendeiner Form beschneiden zu wollen, ist nicht nur kontraproduktiv, sondern auf lange Frist auch immer aussichtslos; das hat bei Tonbändern und Kassetten schon nicht geklappt, in den weiten des Internets und möglicher Folgemodelle wirds das noch weniger.

Rufe nach staalicher Kontrolle der Devise: "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass !", wo auf der anderen Seite solche staatliche Kontrolle an einem selbst, und in dem Medien anderer Länder verteufelt wird, dienen nur der kurzzeitigen politischen, popularistischen Profilierung einzelner. Zensur oder Beschneidung der Medien, und somit auch diverser Computerspiele sind generell abzulehnen, wenn wir weiterhin in einem einigermaßen freiem Land leben wollen.

Computerspiele in denen es "knallt und rummst", machen nunmal Spaß, gerade deswegen, weil es virtuell ist, und nicht Realität !
Ich spreche ihnen eine eher agressionsabbauende Eigenschaft zu.
Dass es immer wieder einzelne Personen gibt, die sich davon inspirieren lassen, Gewalt in Spielemanier an anderen zu verüben, lässt sich nicht vermeiden. Das Problem liegt dabei oft aber an mangelnder Erziehung durch die Eltern, dem Druck unserer Leistungsgesellschaft, oder zB. der ständigen Darstellung der Perspektivlosigkeit unseres "armen" Deutschlands durch die Medien.

Den Finger auf die PC-Spiele zu richten, fällt da natürlich einfacher, als perönliches Versagen zu akzeptieren !

Vale

cosamed 18/03/2007 15:07
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Einerseits labern sie von einem Verbot von Killerspielen, andererseits hoppeln Deutsche Soldaten in Afghanistan rum und spielen Krieg. Im Libanon gehts auch schon los.

Ich wollte dem hinzufügen, das auch Soldaten anderer Nationen in der Weltgeschichte herumhoppeln, ausserdem machen wir es den Amerikanern nicht nach, sofern ich mich erinnere, existiert ein Verein der sich NATO schimpft und ich glaube mich auch zu erinnern das die USA ein Koalitionspartner oder Bündnispartner ist, de facto Mitgliedsstaaten verpflichtet sind zu helfen. Das der Irak Krieg in meinen Augen völlig sinnlos ist, steht ausser Frage. Aber hängenlassen kann man den Ami jetzt nicht, nicht im Irak oder in Afghanistan. Zufällig schreibe ich das nicht nur so daher sondern habe Familie in beiden Ländern und ich wünsche mir endlich sowas wie Frieden dort.

Und zu den Killerspielen, ich spiele sie auch sehr gern, im Moment spiele ich Doom 3 mit Begeisterung, da falle ich als Mädchen vielleicht aus dem Raster, obwohl wie ich hörte einige auch mit Begeisterung CS spielen. Ich finde Killerspiele(was fürn dämlicher Begriff) sowas von geil, das glaubt ihr gar nicht. Und wenn ich keine Böcke hab weis ich ja wo der AUS Knopf ist. Und so schlecht ist ANNO 1701 auch wieder nicht. Man muss seinen geschmack lediglich ein wenig weiter streuen und schon stehen solche Spiele in einem anderen Licht. Meinetwegen erhöht die FSK auf 18, aber mehr würd ich da nicht machen.

Kleinheribert 18/03/2007 21:26
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Die Frage ist nur wie genau diese Hilfe der Nato aussieht. Ich persönlich unterstütze keine Nach-Ami-aufputz-Aktionen.

Ich finde einfach dass wir nicht das Recht haben uns einzumischen, geschweige denn die Weltpolizei zu spielen.

Aber das gehört jetzt nicht hierher.

Das Problem der Spieler ist außerdem, dass die Medien (ich sage nur Frontal21!) die Spiele für alles Verantwortlich machen, und die lieben (meist älteren) Erwachsenen es leider bedingungslos glauben. Mag sein, dass sie trotzdem mitverantwortlich sind...

Bloß dass die Politiker das Umfeld ganz und gar außer Acht lassen:

1. Woher hatte der Attentäter die Waffen?
2. Warum hat seine 'Familie' nichts von seiner Verhaltensstörung gemerkt?
3. Warum haben die Lehrer an der Schule nichts gemerkt? Teilweise soll es sogar angekündigt worden sein?

A.Hanson 18/03/2007 21:29
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mann, schreibt ihr einen käse.
zu dem thema wurde an kompetenterer stelle schon alles geäussert.
was soll diese stammtischdiskussion?

arne

Spitznasenhopf 19/03/2007 00:15
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In letzter Zeit ist immer wieder in Zusammenhang mit anderen wichtigen gesellschaftspolitischen Dingen von "Eigenverantwortung" gesprochen worden. Z.B. beim Rauchverbot, schließlich solle der ach so mündige Bürger selber entscheiden, ob er rauchen kann oder nicht. Nur bei ach so bösen Killerspielen will man nun auf einmal den strengen Vater Staat spielen.
Ist doch irgendwo paradox! So viele Jugendliche und teils schon Kinder rauchen. Überall hängt scheiß Werbung, die suggeriert, wie "cool" das ist. Daß Rauchen gesundheitsschädlich ist und sich viele Jugendliche damit schaden, ist wohl klar. Aber warum wird dagegen nichts gemacht?
Wahrscheinlich sind die Einnahmen durch die Tabaksteuer höher als die paar Piepen, die beim Verkauf von Spielen abfallen. Ha!

Und nebenbei sind die Spiele der perfekte Sündenbock für das eigene Versagen. Für eine jahrelange falsch verstandene Liberalität und Versäumnisse in der Regelung der Zukunft der Jugend. Da liegt die Ursache für Amokläufe. Sonst nirgends!

Wobei ich es auch absolut bescheuert finde, wenn irgendwelche dummen Typen behaupten, sie haben sich von Spielen inspirieren lassen, wenn sie nach irgendwelchen Straftaten geschnappt wurden. Sowas bringt nur die "normalen Leute" in Verruf und wird überbewertet.

A.Hanson 19/03/2007 00:19
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wenn ich mir deinen avatar anschaue - das sagt alles.
noch ein kranker geist.

arne

Rach78 19/03/2007 01:09
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Irgendwie genauso sinnlos son verbot wie die ganze sache mit dem alkohol.
Leute die es gezielt drauf anlegen, kann man sowieso nicht davon abhalten, weder durch Gesetze, noch indem man ihnen erschwert was bestimmtes zu tun.

Wenn jemand so "blöd" ist beispielsweise sich ins Koma zusaufen, dann ist man selbst womöglich noch der schuldige weil man nix getan hat. Dann will man vielleicht helfen und bekommt noch eine reingehauen, weil der andere gar nix mehr scheckt.

"Das schlimmste was man als Jugendlicher machen kann, ist es Computer zu spielen (mehr als gelegentlich). In der Zeit soll man in der Schule sich eine gute Grundlage aufbauen, aber stattdessen hängt man nur noch vorm Rechner. "

wohl wahr, meine jugend war leider auch sehr stark dadurch geprägt, undhab seeeehhhr viel verpasst dadurch.

Auf die Sucht sollte hingewiesen werden, aber mehr auch nicht.

Was soll als nächstes kommen? ne regelung wieviel alkohol , zigaretten, stunden vorm pc mit gewaltspielen, nen mensch täglich maximal zu sich nehmen darf???

cosamed 19/03/2007 09:39
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ich meine auch, diese diskussionen wurden schon zuhauf geführt und bringen uns nicht wirklich weiter. es ist immer wieder der gleiche scheiss. und meistens ist so ein pc spiel weder sündenbock noch dafür verantwortlich zu machen wenn irgendwo was passiert. dagegen kann ich mir eher vorstellen das wenn man mit waffen privat zu tun, wieviele sind denn in irgendwelchen sportschützen vereinen und ballern dort auf ihre pappscheiben? ist das vielleicht sport? ich meine nein. es gibt endlose alternativen dazu. waffen sollten denjenigen vorbehalten bleiben die sie brauchen, bzw. dort eingesetzt werden wo es "sinn" macht. beim förster oder bei der polizei. ich bin auch nicht unbedingt für waffen wenn's nach mir ginge gehörten alle waffen verboten aber das geht nun mal nicht.

ein computerspiel soll vielleicht nicht nur animieren, alles was mir virtuell vor die flinte läuft niederzumähen. wie eingangs beschrieben streue ich auch gern um nicht nur in diesem segment unterzugehen sondern auch mal zu schauen was für andere spiele gibt. mich treibt auch nichts an wenn ich ein ballerspiel spiele. ballerspiele gabs lange vor ego shootern, damals hiessen sie nocht asteroids oder so. das prinzip war das gleiche nur ist es heute grafisch wesentlich verfeinert worden.

wobei diese spiele auch nicht in die hände jugendlicher gehören. setzt doch die altersfreigabe auf 21 rauf das wäre sowieso das beste für alle. genug alternativen zu ballerspielen gibts zuhauf...

Kleinheribert 19/03/2007 10:05
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@ A. Hanson

Ich glaube dass ein Forum genau für eine 'Stammtischdiskussion' da ist. Also wieso trägst du nicht was sinnvolles dazu bei, und lässt deine Beleidigungen stecken?

Rach78 19/03/2007 10:30
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"wobei diese spiele auch nicht in die hände jugendlicher gehören. setzt doch die altersfreigabe auf 21 rauf das wäre sowieso das beste für alle. genug alternativen zu ballerspielen gibts zuhauf..."

hauptzielgruppe für solche spiele sind aber nunmal die leute die so zwischen 15-18/19 sind würd ich sagen.
Würde man die altersfreigabe nun auf 21 setzen würde ein großer käuferkreis wegfallen.
Und ne altersfreigabe schütz ja noch lange nicht.

Ich mein wenn die eltern nicht wissen was ihr 10 jähriger sohn spielt dann tut es mir schon leid. Die verantwortung liegt bei den eltern, und gesetze ersätzen die eltern nicht. Oft sind doch auch die eltern total überfordert, da sollte man dann vielleicht ansetzen, weil in einer gesunden familie passiert sowas nicht, dass der Sohn inne schule rennt und alle abknallt, selbst wenn er mit 16 Counterstrike spielt, da muss dann schon deutlich mehr im argen liegen

Aber wenn irgendwo was passiert dann wollen die Leute immer dass sofort gehandelt wird, dass so etwas in Zukunft nicht nochmal passiert. Da wird lieber vorschnell gehandelt, dann können die politiker sagen sie haben was gemacht, und dann 2 wochen später passiert wieder genau derselbe fall.

Numrollen 19/03/2007 13:01
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Leider schießen sich die Gamer selbst ins Bein. Bei Diskussionen mit bekannten Kritikern werden Dauerzocker eingesetzt deren Horizont ihr Milchglas nicht übersteigt. Mit Argumenten wie "Nein, Killerspiele haben überhaupt nichts damit zu tun" kann man einfach nicht kommen.
Es gab doch mal online eine Diskussion auf ... ZDF(?) bei dem jeder eine Frage an Herr XYZ stellen durfte. Witzig! Alleine an einer Frage konnte man das Alter und Zockanteil/Tag rauslesen.

Lorian 20/03/2007 12:03
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Moin,
Ich habe in den 70er mit "Killerspielen" begonnen.
Wir nannten so etwas früher "Cowboy und Indianer". Wobei wir das damals eher Kauboi geschrieben hätten. Falls mich meine Erinnerung nicht trübt, sind wir durch den Wald und über den Schulhof gelaufen, haben Deckung gesucht und mussten unsere Revolver mit Platzpatronen nachladen. Denn wenn jemand ohne vorherige Abmachung ohne "Peng" schoss, 'gildete' das nicht. Man war übrigens sofort tot, wenn man eine Gummiaxt ( Tomahawk) ins Kreuz kriegte. Ich glaube, so theatralisch wie wir, ist seinerzeit niemand gestorben. Die Einen waren die Guten und die Anderen die Bösen. So waren damals die Gesetze des Schulhofs. Das alles war "real life", nicht "virtual reality".

Ein paar weitere Gedanken:
-Wir haben damals 'Tom & Jerry' geschaut. Ich nenne es mal 'Itchi & Scratchi light'. War schon etwas brutal.
-Im Religionsunterricht haben wir früher das 'Alte Testament' durchgenommen. Hat das mal jemand wirklich intensiv gelesen? Einer der blutrünstigsten Splattergeschichten die je verfasst wurden.
-Thema Märchen. Vor hundert Jahren waren das Horrorgeschichten. Als ich Kind war, nannte man das Kindermärchen. Heute erhaschst du mal gerade noch etwas Aufmerksamkeit, wenn du die eigentliche Story auf Kim Possible, Atomic Betty oder Barbaren Dave umdichtest.

Trotz das ich seit dem C64 alles gespielt habe was irgendwie spielbar war (Castle Wolfenstein, DOOM, usw.), habe ich studiert, bin verheiratet, habe eine Tochter, einen Job, Haus, Auto, usw.
Es ist ja ein Wunder, dass etwas aus mir geworden ist.
Doch das habe ich meinen Eltern zu verdanken. Denn die haben darauf geachtet, dass ich außer vor der Daddelkiste zu sitzen, meine Hausaufgaben gemacht habe, Sport getrieben habe, Baumhäuser gebaut habe, an Fahrrädern oder Mofas herumgeschraubt habe, soziale Kontakte gepflegt habe, und, und, und.
Wir haben übrigends damals auch Unmengen an Zeit in pen&paper Rollenspiele wie DSA und D&D investiert. Im Prinzip nichts anderes als WOW oder Guild Wars.

Eltern werden ist nicht schwer. Eltern sein dagegen sehr!
Will sagen, Eltern müssen sich täglich um die Früchte ihrer Lenden kümmern. Dazu gehört auch, sich über die Freizeitaktivitäten des Nachwuchses zu informieren. Die Politiker können dort nur bedingt eingreifen. Für entsprechende Anreize und/oder Abwechslung für Jugendliche könnten sie allerdings schon sorgen. Doch solange Wiederwahl, Steuererhöhungen und gut Freund mit der Industrie sein wichtiger ist, verbleibt die Aufsichts- und Sorgfaltspflicht bei den Eltern.

Das ist meine Meinung. ;-))
cu
gl & hf

Lachender 20/03/2007 14:48
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Ich denke es gibt immer gewisse Menschen, welche ein hohes Gewaltpotenzial haben. Diese brauchen keine Spiele um dieses zu entfalten.

Heute wie auch damals ist Gewalt in Spielen zumindest in indirekter Form vorhanden. Angefangen beim Räuber und Sheriff spiel von damals, wo mit Pistolen und Platzpatronen gespielt wurde bis über Soft-Air und Gotcha in die digitale Welt.

Damals wurde dies alles mit der Fantasy vor die Augen der Spieler gebracht, wie die Piraten mit ihren Schwerter (Holzstecken) ein Schiffüberfallen (irgendein Bauwerk auf dem Spielplatz). Heute übernimmt das der PC und für 99% der Spieler zählt das gleiche, wie beim Kinderspiel... der Spaß.

Damals wurde diese Fantasy auch schon verteufelt. Rollenspieler / Pen & Paper Veterane kennen diese sicher noch aus der Bild und anderen Medienquellen. Panikmache vor verhundertfachung von Selbstmorden aufgrund von Realitätsverlust wurde geschrieben. Ich habe nichts mehr gehört davon, weil es irgendwann akzeptiert wurde.

Es gab nun in den letzten 4 Jahre nur einen Vorfall indem es Tote gab, dann vor kurzen den Amoklauf mit einigen Verletzten, aber auch nur ihn selbst als Toten. Wären das nicht Traumstatistiken für die Autobranche? Alkoholbranche? Nikotinbranche??? Ich glaube sogar der Sport kostet jedes Jahr mehrere Leben und trotz Senna wurde die Formel 1 nicht geschlossen.

Aber was hat sich wirklich geändert, dass es sich plötzlich so häuft? man soviel davon hört? Auch diese Frage ist einfach... die Informationsverbreitung. Als es TV-Geräte noch nicht gab, wurde das Programm nicht unterbrochen um zu erzählen das im 500km entfernen Berlin wieder ein paar Jugendliche sich in der Schule geprügelt haben und im 900km entfernten Dorf auf der anderen Seite von Deutschland ein Neugeborenes von seinen Eltern umgebracht wurde. Natürlich ist es alles schlimm grausam .... aber ganz nüchtern betrachtet.... es hat niemand interessiert, ähnlich wie es heute niemand interessiert, dass täglich Kinder zur Welt kommen mit Fehlbildungen wegen Rauchen und Alkohol in der Schwangerschaft. Warum hört man davon nie etwas in den Medien?

Weil es akzeptiert wird....

traurig...
aber wahr...


Gruß Lachender

Odins_Son 20/03/2007 15:27
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um noch mal auf das problem mit der Altersbeschränkung zu kommen ... das ding ist halt einfach das die bestehenden altersbeschränkungen nicht eingehalten werden. weder von den leuten anner kasse, noch von den eltern.

Wenn ein Kind das spiel nich anner kasse bekommt fragt es seine eltern und schwups hat es das was es wollte. z.B. 13/14 jähriger kauft Doom3, alles schon erlebt

also wozu neue gesetze und altersbeschränkungen einführen ? Man sollte lieber mal auf die Einhaltung der bestehenden regeln pochen, vor allem auch bei den eltern.

MSidR 21/03/2007 03:05
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tja...

NUR DUMM, das sich der Anteil der vergreisenden Bevölkerung hier in D immer mehr erhöht

NUR DUMM, das es immer weniger kostenlose Bildungsangebote gibt

NUR DUMM, das die Integration von Ausländern immernoch nicht funktioniert

NUR DUMM, das Nachrichtenbilder die zermetzete Soldaten zeigen indiziert werden

NUR DUMM, das wir EINE DUMME REGIERUNG HABEN

NUR DUMM, das wir alle daran SELBST SCHULD sind

NUR DUMM, das das hier nie die richtigen lesen werden...

wildsurfer 22/03/2007 21:41
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Hi

Ich habe gestern jemanden bei Raab gesehen, der behauptete daß der Mensch in seiner Entwicklung eigentlich immer noch im "Neandertal" lebe.
Das leuchtet mir ein- unsere Kultur ist noch nicht "alt" im Verhältniss zur Existenz unseres Planeten.
Der Typ sagte was sehr Interessantes, nämlich daß wir immer noch dieses "wärmende Feuer" als Kontakt- und Treffpunkt brauchen. Ich denke, daß das Fernsehen bis zur Eroberung des PC`s diese Rolle hatte, das man sich dort traf um sich "zu wärmen und Erfahrungen auszutauschen". So wurde Technologie umfunktioniert allerdings mit anderen Ergebnissen als beim Lagerfeuer.
So ist der Fernseher kein Medium bei dem Kommunikation gefördert wird, sondern ganz im Gegenteil, wer fernsieht will, daß die "anderen die Klappe halten". Es wird also über seinen Kopf hinweg diskutiert, ohne das er wirklich beteiligt wird-Isolation ist die Konsequenz, wenn man da nicht "gegensteuert".
So entsteht eine Gesellschaft, die gar nicht mehr kommunikationsfähig ist, allerhöchstens in 160 Zeichen, zum SMS Versand und die Sprache leidet genauso darunter wie man ja ganz leicht an der Jugendsprache hören kann. Genauso leiden aber auch andere Formen der "Verständigung" darunter, z.B. Mitgefühl. Wer kein Mitgefühl hat, kann sich möglicherweise noch über das Selbstmitleid spüren, aber für die Verletzung anderer fehlt völliges Verständniss und man findet es "cool" Macht über andere auszuüben.
Wer sich so vor den PC setzt, kann zur "gefährlichen Bestie" werden, die er als Jäger von Mammuts sein mußte um überleben zu können. Als "Jäger der Neuzeit", der " Beute machen" eigentlich nicht braucht, weil er meist ausreichend versorgt ist, kann dieser "Trieb" umkippen, weil er sich Beute "erfinden muß" und das kann im Extremfall die ganze reale Welt werden.
Wer glaubt, das hängt nicht miteinander zusammen, man hat ja schließlich sowas wie nen freien Willen, der sollte (mir/sich) mal die Frage beantworten, warum Mann, im Neandertal fast immer die Rolle des Jägers, diese auch mit dem Egoshooter oder anderen Kampfspiele spielt, während Frau die Rolle der Clanbewahrerin (Mutter, etc) übernimmt und dies eben auch durch Spiele wie Sims oder Second Life wiederspiegelt.
Wenn man das begreift, ist es auch nicht mehr so schwer zu erkennen, woran es in unserer Gesellschaft wirklich mangelt und das wir von den Neandertalern lernen können. Gesetze helfen da nur wenig.

Ciao
Wolfgang

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