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Kiss DP-450: Erster Player für DivX-Video im Hifi-Format
Inhaltsverzeichnis
- 1 – Kiss: Wie die Heavy-Metal-Band aus den 80ern
- 2 – Endlich verfügbar: DVD/-CD-Player für DivX-Videos
- 3 – Installation: Auspacken, Anschließen - fertig!
- 4 – Installation: Auspacken, Anschließen - fertig!, Fortsetzung
- 5 – Technik im Detail: Das Gehäuse geöffnet

Anwender mit IT-Historie, die in frühester Jugend mit dem legendären Commodore 64 (C 64) oder dem Sinclair ZX Spectrum die Nächte verbracht haben, erinnern sich sicher noch an die legendäre New Yorker Band "Kiss". Das Spektakel begann Ende der 70er Jahre und ging bis Mitte der 80er. Plötzlich lag im Kinder-Zimmer einer gut situierten Familie eine Schallplatte herum, die sämtliche Grundsätze des bürgerlichen Zusammenlebens in Frage stellte. Schon das Cover ließ keine Zweifel aufkommen - "Kiss" - das waren doch keine Menschen! Dagegen waren die verhassten Hippies und Blumenkinder die reinsten Musterschüler gewesen: Jetzt stolzierten maskierte Scheusale auf hochhackigen Schuhen umher, spuckten Blut und Feuer und zertrümmerten öffentlich ihre Instrumente. Eine Band, die sich in schwarzes Leder hüllte, mit Nieten und Metall-Utensilien bestückt war und ihre Gesichter hinter grotesken Horror-Masken versteckte. Kiss blies mit dem Album "Destroyer" -zum Sturm auf die Welt der Erwachsenen.

Audio-CDs und DVDs mit Dolby-DTS-Codierung lassen sich mit dem Kiss-Player ebenso wiedergeben, vorausgesetzt ein entsprechender Decoder ist am Digital-Ausgang angeschlossen.
Unter dem gleichen Namen ist jetzt ein Standalone-Player erhältlich, der als erster es erlaubt, Videos und Filme im DivX-Format (MPEG-4) abzuspielen und auf dem Fernseher oder Beamer auszugeben. Bisher war dazu ein PC notwendig, der im Zusammenspiel mit einem Software-Codec (DivX 3.x bis 5.x) die Wiedergabe ermöglicht. Da das Gros der Anwender nach wie vor per konventionellem Fernseher Filme und Videos anschaut und nicht vor dem Flachbildschirm oder Monitor sitzt, bedeutet die Vorstellung des Kiss DP-450 einen großen Schritt. Kurz vor Weihnachten erhielten wir den Player zum Test, wobei das entscheidende Firmware-Update (Version 2.6) erst am 18. Dezember verfügbar war. Das Gerät fügt sich mit seinen Abmessungen in nahezu jede Hifi-Anlage ein. Abstriche sind lediglich bei der Farbgebung zu machen, vor allem dann, wenn die übrigen Komponenten schwarz sind.
Und: Lange hat es gedauert. Seit der Vorstellung des ersten brauchbaren DivX- (MPEG-4) Codecs sind mittlerweile fast drei Jahre vergangen. Während die meisten Anwender schon seit langer Zeit im platzsparenden DivX-Format codierte Filme aus dem Internet herunterladen, konnten die handelsüblichen DVD-Player nur Videos im MPEG-2-Format (S-Video-CD und DVD) und neuerdings auch MP3-Audio- und Microsoft WMA-Format wiedergeben. Eine interessante Neuigkeit gibt es noch von Sigma Designs, die die Encoding-Chips für MPEG-4 herstellt, zu vermelden: Die beiden aktuellen Bausteine EM8605 und EM8610 sollen zusätzliche Features beim MPEG-Decoding unterstützen. Mit diesen Eigenschaften ist der EM8500-Chip, wie er im Kiss-Player zum Einsatz kommt, noch nicht ausgestattet.
