Klein, aber oho? PC-Gehäuse für den Micro-ATX-Formfaktor
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1 - Einleitung

Die Vorzüge von Würfel-PCs mit ihrer kompakten Bauweise haben bei vielen Anwendern das Interesse geweckt, ihre eigenen Mini-PCs zu bauen. Doch deren Funktionsumfang ist je nach Anwender und Situation sehr unterschiedlich.
Nach wie vor wünschen sich Anwender, dass die Minis die gleiche Flexibilität wie große PCs besitzen sollen. Als Standard wird mittlerweile 5.1-Sourround-Sound, Netzwerk, IEEE1394/Firewire und USB angesehen. Das sollte sich am besten gleich onboard befinden - Zusatzkarten dafür sind out. Auch eine Slotblende mit Kartenleser für die Bilder der Digitalkamera darf nicht fehlen. Die verlangte "Flexibilität" beschränkt sich deshalb nur noch auf die Upgrade-Fähigkeit bei Grafik, CPU und Speicher, zum anderen auf die Erweiterbarkeit mit PCI-Zusatzkarten beispielsweise TV-Tuner, Videoschnitt und eventuell Wireless LAN. Auch die Übertaktbarkeit im BIOS soll für Tuning-Freaks gewährleistet sein.
Die Formfaktoren Micro-ATX und Flex-ATX machen Motherboards erheblich kleiner. Diese stellen Hersteller von Motherboards zwar schon seit geraumer Zeit zur Verfügung, doch kommen diese Konfektionsgrößen erst seit einem Jahr richtig in Mode. Das mangelnde Interesse aus früheren Zeiten lag zum großen Teil einfach daran, dass performante Motherboards bisher nicht im Micro-ATX- oder Flex-ATX-Formfaktor angeboten wurden, sondern nur Low-Budget-Modelle mit kastrierter Leistung. Stellte man früher einen Motherboard-Hersteller zur Rede, bekam man meist zur Antwort, klassische ATX-Motherboards böten höhere Margen, auch wenn keiner mehr sechs PCI-Slots benötigt. Mittlerweile haben schlaue PC-Anwender aus eigener Erfahrung erkannt, dass heutzutage die meisten PCI-Slots brach liegen.
Auch Gehäusehersteller haben sich mit diesem Problem herumgeschlagen. Durch die begrenzte Zahl an Micro-ATX-Motherboards war auch der Markt für passende Gehäuse beschränkt. Nun sind aber etliche Motherboardhersteller der gestiegenen Nachfrage entgegengekommen und kommen mit Produkten auf den Markt, die endlich eine hohe Performance bieten.
Der Einsatz von Micro-ATX-Systemen gliedert sich in drei Anwendungsbereiche auf:
PCTV/Heimkino; mobiler LAN-Party- oder Gaming-PC Standard-PC mit mehr Platzgewinn für das BüroShuttle war bislang der alleinige Vorreiter in diesem Markt, weswegen diese Systeme oft einfach "Shuttle Box" genannt werden. Mittlerweile scheint aber jede Firma dieses Konzept nachzuahmen und ihrem Angebot den "Würfel" hinzuzufügen.
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