Router ohne VoIP-/SIP-Gateway

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19:00 - 13/06/2005 von Klaus Jotz

Router, die kein SIP-Application-Gateway besitzen, lassen sich auch mit dem STUN (Simple Traversal of UDP Through Network Address Translators)-Verfahren betreiben. Das müssen aber auch die Telefone unterstützen. Dabei handelt es sich um ein einfaches Protokoll, das die NATs und Firewalls zwischen den VoIP-Anwendungen erkennt. STUN-fähige Geräte bauen über den Router einen Kontakt zu einem bei ihrem Gateway-Service betriebenen STUN-Server auf, der dann die Adressübersetzung der NAT in den Signalisierungsnachrichten anpasst. Auf diese Weise ist es den Geräten möglich, ihre eigene öffentliche IP-Adresse zu ermitteln, die außerhalb des lokalen Netzes sichtbar ist. Auf diese Weise passen sie ihre Ausgangsdaten so an, dass die Antworten wieder exakt zu ihnen zurück laufen.

Ist kein VoIP-fähiger Router verfügbar, lässt sich auch ein herkömmlicher Router verwenden, der dann mit überbrücktem Switch im Bridge-Mode betrieben wird.

Eine andere Möglichkeit, wenn kein Router mit VoIP-Funktionalität zur Verfügung steht, wäre der Betrieb des Standard-Routers im Bridging-Mode. Dazu wird der integrierte Switch gebrückt. Der Router übernimmt dann nur den Login beim ISP (Internet Service Provider), schaltet, nachdem er die IP-Adresse erhalten hat, transparent durch und vermittelt die IP-Adresse des Anbieters direkt an das nächste Gerät weiter. Das Telefon führt anschließend den Login beim ITSP (Internet Telephony Service Provider) durch. Diese Konfiguration ermöglicht jedoch nur den Betrieb eines einzigen Telefons.

Trotzdem lohnt der Einsatz eines Routers mit Application Gateway für VoIP und SIP, denn sie besitzen einen entscheidenden Vorteil: Sie erkennen VoIP-Pakete und erteilen ihnen gegebenenfalls auch Vorrang vor anderen Datenpaketen. Diese Eigenschaft ist wichtig für den QoS (Quality of Service) und stellt eine möglichst hohe Verbindungsqualität sicher. Ohne eine solche Priorisierung würden alle Datenpakete gleich behandelt und im Falle einer parallel zum Telefongespräch laufenden Datenübertragung via PC (Download von Dateien, verschicken größerer E-Mails etc.), würde sich die Gesprächsqualität deutlich verschlechtern.

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